Nackt, wie Gott sie schuf

 A/BRD/I 1958
Drama 93 min.
5.80
film.at poster

Katholische Sexploitation nach der Romanvorlage von Johannes Mario Simmel.

Gottesfürchtige Niederungen. Hans Schott-Schöbingers filmisches Vermächtnis blieb lange unbesungen. Dabei war der steirische Volkskünstler, 1901 in Andritz geboren, mehr als populär zu seiner Zeit. Bis in die Nazi-Zeit hinein sollte er als Schauspieler, Regisseur und Gassenhauer-Profi, oft im Duett mit Gattin Friedl Czepa, die leichten Volksbühnen beherrschen. Die Josefstadt und die Kammerspiele in Wien leitete er sogar. Nach dem Kriegsende kam ein großer Plan: Mit der romantisch-phantastischen Komödie HEXEN versuchte man erstmals Graz Thalerhof als internationales Filmstudio, »Thaliwood«, zu etablieren, was kläglich scheiterte. Neben den Verrissen überlebten von dem Film lediglich ein paar Fragmente, darunter aber eine tatsächlich grandiose Alptraumsequenz. Später wurde Schott-Schöbinger mit den Firmen AFA und Defir selbst Produzent und Verleiher für Filme, die im Stech-Schritt vom Heimatkitsch geradewegs Richtung katholische Sexploitation marschierten. NACKT WIE GOTT SIE SCHUF ist ein solches Schundfeuerwerk nach der Romanvorlage von Johannes Mario Simmel. Inmitten der Dolomiten, wo sich ein Kloster mit einer Baustelle ums Wasser streitet, fällt eine junge, schöne Nonne vom Glauben ab und dem Trieb anheim, als sie die Schwerarbeiter beim Spielen mit den schmutzigen Muskeln beobachtet. Doch Gott spricht sein Machtwort. sound of music im abtrünningen Pinguin-Outfit, in splendid Agfacolor. (pp)

Details

Marisa Allasio, Rik Battaglia, Carl Wery, Paul Bösiger, Ellen Schwiers u.a.
Hanns Schott-Schöbinger
Peter Sandloff
Franz Weihmayr
Johannes Mario Simmel

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