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© Warner Bros.

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03/01/2022

Disney, Sony und Warner stoppen Blockbuster-Starts in Russland

Neuer Pixar-Streifen "Rot", "The Batman" und die Marvel-Comicverfilmung "Morbius" sind betroffen.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat auch Konsequenzen für Kinobesucher in Russland. Die großen US-Filmstudios Disney, Sony und Warner haben in der Nacht auf 1. März ihre geplanten Filmstarts abgesagt und dies mit dem Krieg begründet. Bei Disney ist der im März erscheinende Pixar-Film "Turning Red" (dt. Titel "Rot") betroffen, bei Sony die Marvel-Comicverfilmung "Morbius" und bei Warner der neue "Batman"-Film.

Disney reagiert auf "grundlose Invasion" der Ukraine

Disney begründete seinen Schritt mit Russlands "grundloser Invasion" in die Ukraine und der "tragischen humanitären Krise". Zukünftige Geschäftsentscheidungen würden von der Entwicklung der Lage abhängen, hieß von der Walt Disney Corp. Der Konzern würde mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten, um Flüchtlingen zu helfen.

Sony und Warner Bros. schließen sich an

Kurze Zeit später gaben auch Sony und Warner Bros. bekannt, ihre geplanten Kinostarts auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Warner äußerte die Hoffnung auf eine "rasche und friedliche Lösung dieser Tragödie". Sony machte sich hingegen die russische Sprachregelung zueigen und teilte mit: "Angesichts der laufenden Militäraktion in der Ukraine und der sich daraus ergebenden Unsicherheit und humanitären Krise in der Region pausieren wir unsere Filmstarts in Russland."

Aufgeschobene Kinostarts

Fans von Comicverfilmungen in Russland müssen sich nun gedulden. "The Batman" mit Robert Pattinson in der Hauptrolle hätte schon diese Woche starten sollen, der SciFi-Horrorfilm "Morbius" mit Jared Leto in der Hauptrolle Anfang April.

Die Filmstudios folgen einem Aufruf der Ukrainischen Filmakademie, die am Wochenende mit einer Onlinepetition einen internationalen Boykott des Kinos und der Filmindustrie Russlands gefordert hatte. Russland ist ein bedeutender Markt für Hollywood. Im Vorjahr erreichten die Erlöse 601 Millionen Dollar (536,66 Mio. Euro) oder 2,8 Prozent der Kinoeinnahmen.

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