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04/13/2021

"Promis unter Palmen": So krass war die erste Folge

Die erste Folge von "Promis unter Palmen" schockt mit homophoben Aussagen und angeblichem Medikamentenmissbrauch.

Am 12. April startete die neue Staffel des Reality-Formats "Promis unter Palmen" ("PuP") auf Sat.1. Während man die erste Staffel noch aufgrund des extremen Mobbings gegen die Unternehmerin Claudia Obert im Gedächtnis hatte – Obert wurde letztes Jahr von ihren MitbewohnerInnen so lange schikaniert, bis sie freiwillig die Villa verließ – scheint die zweite Staffel gleich in der ersten Folge einen einen draufzusetzen. Vor allem homophobe Aussagen und vermeintlicher Medikamentenmissbrauch katapultieren das Format sofort an die Spitze des Trash-TV-Olymps. 

Sat.1 distanzierte sich von Prinz Marcus von Anhalt

Unter den zwölf TeilnehmerInnen finden sich unter anderem Promis wie Patricia Blanco, Willi Herren, Elena Mires oder Calvin Klein, die schon bei einigen Reality-TV-Formaten mitgemacht haben. Auch der Bordellbesitzer Marcus Prinz von Anhalt ist mit von der Partie.

Doch wie "Queer.de" berichtet, hat sich der Möchtegern-Adelige alles andere als sympathisch gemacht, denn gleich in der ersten Folge beleidigte er die Dragqueen Katy Bähm. "Du bist doch 'ne Schwuchtel. Es ist eklig, wenn zwei Männer sich küssen. Fakt, das ist so, basta", sagte der 54-jährige Marcus gegenüber Katy. Zudem verkündete er, dass er Homosexualität "scheiße" finde. 

Willi Herren, der letztes Jahr bei "Temptation Island V.I.P." teilnahm, griff ein: "Du sagst du nicht!" Prinz Marcus hatte darauf eine einfache Erklärung parat: "Ich bin nicht kompatibel für die Welt", rechtfertigte sich der Bordellbesitzer.

Die ZuschauerInnen waren von den ausgestrahlten Szenen erschüttert – und bescherten Sat.1 einen Shitstorm in den sozialen Medien. Der Sender veröffentlichte nach der Ausstrahlung ein Statement, in dem er sich von den homophoben Aussagen des Promis distanzierte.

Viele Twitter-UserInnen konnten jedoch das gezeigte Material nicht nachvollziehen: "Ich lese daraus: 'Eigentlich ist es uns egal. Alles für die Quote.'", schrieb Userin @mitPunkimHerzen. Auf die Frage, warum die Szenen überhaupt erst ausgestrahlt wurden, veröffentlichte Sat.1 erneut eine Stellungnahme:

Bähm reagierte gelassen auf die Beleidigungen: "Wir brauchen diese Aufklärung auf dieser Welt", kommentierte die 28-Jährige das Verhalten des Prinzen. "Deswegen ist es auch real, was hier passiert ist. Das ist das, was die Community Tag für Tag erlebt. Wenn es dafür sorgt, dass draußen ein klein bisschen eine bessere Welt herrscht, bin ich happy."

Der ausgenüchterte und reumütige Marcus entschuldigte sich am nächsten Morgen bei seiner Mitstreiterin: "Sorry für mein Benehmen gestern." Er erklärte weiter, dass er sich nicht ändern könne und er schnell "aggressiv" werde, wenn man ihm eine "Meinung eintrichtern" wolle. 

Katy, die mit bürgerlichem Namen Burak Bildik heißt, ging nicht auf die Entschuldigung ein. "(...) ich werde nicht akzeptieren, dass du sagst, wir sind keine normalen Menschen, weil du bist nicht jemand, der entscheiden kann, was normal ist und was nicht." Am Ende der Folge musste Marcus von Anhalt die Show verlassen. 

Medikamentenmissbrauch bei "PuP"?

Wie "Promiflash" berichtet, waren die homophoben Aussagen nicht der einzige Skandal der Show. Einige Szenen sollen demnach so kontrovers gewesen sein, dass sie gar nicht erst ausgestrahlt wurden: Laut angeblichem InsiderInnen-Wissen der "Bild-Zeitung" sollen die Kandidaten Chris Töpperwien und Henrik Stoltenberg auf ihre Mitstreiterin Melanie Müller losgegangen sein. Der angebliche Grund dafür: Medikamentenmissbrauch. 

Ein ungenannter Teilnehmer soll aufgrund medizinischer Verordnung Beruhigungsmittel mit in die Villa gebracht haben. Dieses soll er unter den anderen BewohnerInnen verteilt haben: "Der hat einigen Kandidaten jeweils zwei Pillen von dem Zeug gegeben, die sie dann mit Alkohol runtergespült haben. Danach waren manche nicht mehr wiederzuerkennen", wird die Quelle zitiert. 

Laut "Kenn dein Limit" kann das Mischen von Alkohol und Medikamenten Neben- und Wechselwirkungen verursachen. Die Produktion habe nichts von den angeblich verteilten Medikamenten gewusst.

Gegenüber der "Bild-Zeitung" bestätigte ein Sat.1-Sprecher, dass ein Teilnehmer aufgrund einer Verletzung entzündungshemmendes Schmerzmittel bei sich hatte. Wer diese Person ist, ist unklar – es ist jedoch bekannt, dass der Gastronom Chris Töpperwien vor dem Drehstart eine Bänderdehnung erlitten hatte.

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