"Scarpetta"-Staffel 1: Brutales und verblüffendes Ende erklärt
Szene aus der Serie "Scarpetta"
Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta (Nicole Kidman) hat in Staffel 1 der nach ihr benannten Amazon-Prime-Video-Serie auf zwei Zeitebenen ermittelt, die 28 Jahre auseinanderlagen (was sich auch daraus erklärt, dass zwei Cornwell-Romane verfilmt wurden). Doch es scheint sich jedes Mal um denselben Mörder zu handeln, der Frauen grausam zu Tode foltert. Wer steckt also hinter den Morden und was hat das Schock-Ende zu bedeuten, bei dem sich ein heftiger Cliffhanger ergibt? Genau diese Fragen wollen wir für euch im folgenden Artikel beantworten und das Ende erklären (soweit das beim derzeitigen Wissensstand möglich ist).
Mordfälle von 1998: Wer ist der Täter?
Der damalige Serienkiller ist Roy McCorkle (Martin De Boer), ein Mitarbeiter der Notrufzentrale, der seine Opfer aufgrund ihrer Stimmen ausgewählt hat. Scarpetta trifft vor seinem Haus ein und hört Hilferufe einer Frau – daraufhin verschafft sie sich Zugang ins Gebäude und erkennt, dass sich McCorkle gerade ein Video einer seiner Taten ansieht. Der Killer greift nun Scarpetta an und in dem verzweifelten Kampf tötet sie ihn schließlich mit der Scherbe eines Tellers durch einen Stich in den Hals. Polizist Pete Marino (Jake Cannavale) erscheint ebenfalls und um Scarpettas Handlungsweise, die ihr den Job kosten würde, zu vertuschen, tut er so, als hätte er den Täter erschossen. Scarpetta musste dann bei der Autopsie des Mörders lügen.
Mordfälle von 2026: Wer ist der Täter?
Ganz zuletzt erfahren wir, dass es sich diesmal um einen Nachahmungstäter handelt. Officer August Ryan (Davi Hornsby) war bereits als junger Beamter an den Tatorten der früheren Verbrechen gegenwärtig. Diesmal ist er ebenfalls bei den Mordermittlungen zugegen und führt Scarpetta meist selber zu den Tatorten, die von ihm inszeniert wurden. Warum handelte er so? Er wollte die von ihm verehrte Gerichtsmedizinerin beeindrucken. Sein Markenzeichen ist die Geldmünze an den Tatorten. Nun erfahren wir, dass dieser Spleen auf ein traumatisches Kindheitserlebnis zurückgeht, bei dem Ryan Zeuge wurde, wie sein Onkel Roy McCorkle einen Mord beging und dabei ebenfalls einen Penny auf eine Bahnschiene legte.
Was passiert im Cliffhanger-Moment?
Nachdem Ryan von Scarpetta in Selbstverteidigung von ihrem Baseballschläger getroffen wurde und die Treppe hinuntergestürzt ist, bleibt er wehrlos und verletzt liegen. Die Frau zögert zunächst, ihn weiter zu schlagen, doch dann wird sie von ihren Wut- und Rachegefühlen überwältigt und prügelt unbeherrscht auf Ryan ein, bis dessen Kopf nur noch eine blutige Masse ist. In diesem Moment öffnet sich die Haustür und die entsetzte Scarpetta stößt ein "Oh nein!" hervor.
Wir sehen nicht, wer da gekommen ist, sondern können nur spekulieren: Kann es Marino sein, der zurückkehrt, um Scarpetta seine Gefühle zu gestehen? Ist es Fruge, die den Spuren ihres Partners Ryan gefolgt ist? Könnte es Lucy sein, die von ihrer Trauersitzung nach Hause kommt? Ist es FBI-Profiler Benton Wesley (Hunter Parrish), der noch Gegenstände, die ihm gehören, aus dem Haus holt, da er ja die Scheidung möchte? Ist es Mitarbeiterin Maggie Cutbush, die Scarpetta versprochen hat, sie mit brisanten Infos zu deren Intimfeind Dr. Elvin Reddy zu versorgen? Oder ist es jemand völlig Unbekannter, der sich bisher im Verborgenen gehalten hat und Scarpetta nun womöglich durch diese Zeugenschaft erpressen kann? Die Antwort darauf wird uns in der bereits in Auftrag gegebenen Staffel 2 erwarten.