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03/17/2022

"Sommer Rebellen"-Trailer: Deutsch-Slowakischer Kinderfilm über Leben und Tod

Die internationale Produktion mit NewcomerInnen und bekannten SchauspielerInnen ist im besten Sinne altmodisch.

von Manuel Simbürger

Jonas, 11 Jahre alt, wünscht sich nichts mehr, als in den Sommerferien zu seinem coolen Opa Bernard in die Slowakei zu fahren. Seit dem Tod seines Vaters gibt es nur noch Zoff zu Hause und so haut Jonas nach einem erneuten Eklat kurzer Hand ab.

Durch eine List lässt sich Jonas von Bernard auf halber Strecke abholen. Der lang erwünschte Sommer bei Opa kann beginnen. Doch Opa ist nicht mehr so, wie ihn Jonas in Erinnerung hat. Inzwischen in den Vorruhestand befördert, verhält er sich seltsam und launisch. Von der erhofften Zeit voller Spaß und Action ist auch nach drei Tagen nichts zu merken.

Als sich Jonas mit dem Nachbarskind Alex anfreundet, hecken die beiden einen verrückten Plan für Opa aus: ein neues Hobby, eine neue Frau oder ein neuer Job muss her!

"Sommer Rebellen" ist eine deutsch-slowakische Produktion

"Sommer Rebellen" ist ein deutsch-slowakischer Kinder- und Jugendfilm der Regisseurin Martina Saková, der am 6. April endlich auch in den österreichischen Kinos startet. Es ist höchste Zeit: In Deutschland war der Streifen schon vergangenen Sommer zu sehen, in der Slowakei gar schon vor zwei Jahren.

Jonas wird mit viel Spielfreude vom Newcomer Eliás Vyskocil dargestellt, sein Opa wird gespielt von Pavel Nový, einem der bekanntesten Schauspieler Tschechiens. 

Liebesbrief an die Natur und den Mut zum Träumen

"Sommer Rebellen" wird seinem Namen ganz und gar gerecht, denn die wunderschönen, magisch-funkelnden und poetischen Landschaftsaufnahmen machen Lust auf die Großen Ferien und transportieren Urlaubsfeeling auch über die Leinwand hinweg. Die Bilder sind ein Liebesbrief an die Schönheit von Mutter Natur, wuchtig, aber doch gleichzeitig zart-zerbrechlich.

Die Story selbst kommt leichtfüßig daher, überrascht aber trotzdem mit Tiefgang und ist ein Aufruf an eine Annäherung zwischen den Generationen – und an den Mut, seinen Träumen zu folgen. Themen wie der Sinn des Lebens, Glück, die Liebe und der Tod werden behutsam und altersgerecht vermittelt.

Das Tempo ist betont zurückhaltend und langsam, worauf man sich einlassen muss, was den Film aber auch sympathisch macht, weil er sich bewusst von gängig-rasanten Blockbustern abhebt. Alles in allem ist "Sommer Rebellen" ein konventionell erzählter und im besten Sinne altmodischer Film, der fordert, aber nicht überfordert. Besser würde er sich allerdings tatsächlich in den Sommermonaten machen.

"Sommer Rebellen" ist ab 6. April im Kino zu sehen.

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