Ben Ruedinger

Im Weissen Rössl - Wehe, du singst!

— Im Weissen Rössl - Wehe, du singst!

Gerade von ihrem Freund per SMS verlassen, kann die Berlinerin Ottilie Giesecke dem Angebot ihres Vaters nicht widerstehen, ein paar Urlaubstage am Wolfangsee in den österreichischen Alpen zu verbringen. Obwohl die Großstädterin mit Schlagergesängen und Bergen nicht viel anfangen kann, zieht sie im Weißen Rössl ein, wo ihr prompt Dr. Otto Siedler den Hof macht. Zumindest in Leopold findet Ottilie einen Gleichgesinnten, denn der Oberkellner ist seit Jahren hoffnungslos in Josepha, die Chefin des Hotels, verliebt. Während die beiden einander aufbauen, steht jedoch doch schon das nächste Problem ins Haus: Sigismund Sülzheimer will das Weiße Rössl kaufen, um es abreißen zu lassen – natürlich aus Liebeskummer.

Der ordnungsliebende Bankmitarbeiter Till Reiners ist gelangweilt. Ihm gehen sein Leben, seine kleinbürgerliche Existenz und vor allem er selbst auf die Nerven. Zudem ist die Beziehung zu seiner Ehefrau und einstmals großen Liebe Miriam in der Alltagsroutine gefangen. Aber Till erwartet mehr von seinem Leben und tatsächlich kommt es eines gewöhnlichen Tages zu einer folgenschweren Begegnung: Der Möchtegern-Gangster Nappo sucht sich ausgerechnet Tills Bankfiliale aus, um seine prekäre monetäre Lage aufzubessern. Nachdem der Räuber das Geld sicher im Fluchtwagen verstaut hat, nimmt er Till als Geisel. Der wird allerdings von der Polizei für Nappos Komplizen gehalten und ist somit gezwungen, mit dem Gauner zusammenzuarbeiten. Es beginnt ein halsbrecherisches Abenteuer für das ungleiche Duo, das Till endlich die Gelegenheit bietet zu zeigen, dass mehr in ihm steckt als nur ein gewöhnlicher Spießer.

Die Daily-Soap dreht sich um den Alltag der Bewohner in der fiktiven „Schillerallee 10“, einem Wohn- und Geschäftshaus im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Im Mittelpunkt steht Familie Weigel, die im Erdgeschoss eine Konditorei betreibt und mit drei Generationen im Haus lebt. Seit Beginn der Serie im Jahre 1994 sind verschiedene Familien ein- und ausgezogen, die jungen Bewohner der Wohngemeinschaft im Dachgeschoss wechseln besonders häufig. Die Geschichten um Liebe, Intrigen, Freundschaft, Kinder und Karriere, Betrügereien, intakte und kaputte Familien werden meist aus Sicht der jüngeren Bewohner erzählt, wobei deren Konflikte durch die räumliche Nähe auch auf die alteingesessenen Nachbarn, Freunde und Geschäftsleute übertragen werden.