Phase IV

 USA 1974
Horror, Thriller, Science Fiction 93 min.
6.60
film.at poster

Das merkwürdige Verhalten eines Ameisenvolks in der Wüste von Arizona ruft zwei Wissenschaftler auf den Plan: Ihr Versuch, das Geheimnis der mysteriöserweise intelligent und planvoll zusammenarbeitenden Insekten zu klären, wird bald zum Überlebenskampf.

Der (leider) einzige Spielfilm von Saul Bass, berühmt als Vorspann- und Plakatdesigner (u. a. für Hitchcock, dem er auch die legendäre Duschszene in Psycho choreografierte). Ein mit bestechenden Aufnahmen echter Ameisen und in nüchternem, fast dokumentarischem Ton entworfene apokalyptische Vision, unheimlich in ihrer Überzeugungskraft: minimaler Maßstab, maximale Wirkung.

Details

Michael Murphy, Nigel Davenport, Lynne Frederick, Alan Gifford
Saul Bass
Brian Gascoigne
Dick Bush
Mayo Simon, John Barry

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Im Reich der Ameisen
    Der Film ist nichts für Leute, die unter Myrmecophobie leiden. In den frühen 70er Jahren hatten solche Science-Fiction-Filme Konjunktur. Da wurden alle möglichen großen und kleinen Ungeheuer: Käfer, Bienen, Wale etc. vermarktet und mit der Zusatzvokabel ’Killer’ ließ man sie so richtig gefährlich erscheinen. Oft waren es Gummiattrappen oder Kameraden aus Pappmaché.
    All das finden wir hier nicht. Es sind echte Tieraufnahmen. Der Horroreffekt kommt von den unangenehmen Quietschgeräuschen und einer ebensolchen Sphärenmusik. Wir blicken manchmal wie durch ein Facettenauge auf die Umgebung. Es entwickelt sich ein Machtkampf zwischen Mensch und Ameise mit einem vermeintlich von vorne herein feststehenden Sieger. Aber auch das tritt hier nicht ein. Das Plus der Tiere ist, dass sie ’wehrlos im Einzelnen sind, aber mächtig in der Masse’. In dem Dreipersonenstück wird versucht, die Laute der Tiere als Sprache zu entschlüsseln und in eine Kommunikation mit ihnen zu treten. Das kann man natürlich ebenso bezweifeln wie die geometrischen termitenartigen Bauten, die auch noch explodieren. Dann wird einem auch der Schluss nicht gefallen. Und damit das Ganze nicht allzu trocken gerät, kommt auch noch ein hübsches Mädchen (Lynne Frederick) hinzu, das an sich keine Funktion hat. Doch die Atmosphäre ist stimmig, das Ergebnis eine erdachte, wenn auch unwahrscheinliche Möglichkeit.