Princesas

 E/F 2005
Drama 16.03.2007 113 min.
7.00
Princesas

Zwei Frauen in Madrid, zwei Huren, zwei Prinzessinnen - auf der Suche nach ihrem Königreich.

PRINCESAS erzählt von zwei Frauen in Madrid, zwei Huren, zwei Prinzessinnen. Caye ist knapp dreißig, mit frecher Ponyfrisur und eigenwilligem Charme, die Prinzessin von nebenan, erfahren im Umgang mit Freiern, mädchenhaft in ihren Träumen vom Glück, das kommen wird. Zulema kommt aus Lateinamerika, eine Prinzessin im Exil, die sich als Illegale in Madrid durchs Leben schlägt, um ihrem kleinen Sohn zuhause eine Zukunft zu geben. Als sich Caye und Zulema begegnen, stehen sie auf unterschiedlichen Seiten. Viele der spanischen Mädchen auf der Straße sind nicht gut zu sprechen auf die exotische Konkurrenz durch die Immigrantinnen. Aber es sind die gleichen Dinge, von denen ihr Leben abhängt. Caye und Zulema werden Komplizinnen, Prinzessinnen auf der Suche nach ihrem Königreich.

Goya 2006: Beste Hauptrolle (Candela Peña) - beste Nebenrolle (Micaela Nevárez) sowie bester Titelsong (Manu Chao)

Details

Candela Peña , Micaela Nevárez, Mariana Cordero, Llum Barrera u.a.
Fernando León de Aranoa
Alfonso Vilallonga
Ramiro Civita
Fernando León de Aranoa
Polyfilm

Kritiken

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User Kritiken

  • Gruppenbild mit Hure
    Wenn man sie nach ihrem Beruf fragt, antwortet Caye „Ich bin Hure.“ Und wenn ihr etwas fehlt, ist es, dass sie nie von der Arbeit abgeholt wird. Ein Frauenfilm, der nicht nur das Milieu sensibel beleuchtet, sondern auch den familiären Hintergrund der beiden Protagonistinnen Caye (Candela Pena) und Zulema (Micaela Nevarez) ausführlich darstellt. Obwohl sie offen über ihren Beruf sprechen, verheimlichen sie es vor ihren Familien. Und obwohl beide eine völlig verschiedene Ausgangsposition haben, entwickeln sie eine schwesterliche Solidarität für einander. Und jetzt erlangt der Titel in den Gesprächen der beiden seine ganze Bedeutung: „Huren sind Prinzessinnen, die so sensibel sind, dass sie spüren wie die Erde sich dreht. So wird ihnen dauernd schwindlig. Sie bringen andere zum Fliegen.“ Eine weitere Aussage passt noch genauer auf die beiden: „Prinzessinnen werden krank und können sterben vor lauter Traurigkeit, wenn sie fern von ihrem Königreich sind:“ Damit das nicht passiert fliegt Zulema nach Hause und Caye outet sich ihrer Familie gegenüber. Nicht aber ohne ihrem Dasein zuvor noch eine philosophische Basis zu geben „Jemand existiert nur, weil man an ihn denkt.“ Sowohl die Realität der Strasse als auch die Poesie der Worte treffen Auge und Ohr der Zuschauer. Bemerkenswert.