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 PL 1965

Rysopis

Drama, Independent, Avantgarde 73 min.
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Jerzy Skolimowskis erster abendfüllender Spielfilm weist starke autobiografische Bezüge auf und gilt als einer der Meilensteine der sogenannten Neuen Welle, die zu Beginn der 1960er Jahre das polnische Kino überrollte. Das nicht nur formal innovative Werk besteht aus gerade mal 29 Einstellungen. Die Hauptrolle, einen scheinbar frustrierten, ziellosen und provokant agierenden Anti-Helden, der im Grunde genommen verzweifelt seinen Platz im Leben sucht, spielte der Drehbuchautor und Regisseur selbst. Andrzej, so der Name des Protagonisten, lebt schon seit Jahren gemeinsam mit seiner Freundin in einer billigen Wohnung. Während die einer geregelten Arbeit nachgeht, studiert er manchmal lustlos vor sich hin, meistens aber vertrödelt er einfach nur seine Zeit. Eines Tages meldet er sich zur allgemeinen Überraschung freiwillig für den Militärdienst. Er ist überzeugt davon, nur der könne ihn endlich zum Erwachsenen machen. Die Musterungskommission erklärt ihn tatsächlich für tauglich und notiert „Keine besonderen Kennzeichen“. Bis zur Einberufung bleiben ihm bloß noch ein paar Stunden. Der Film, ein Protokoll dieser kurzen Wartezeit, vermochte das Lebensgefühl, die Empfindungen und die Probleme einer ganzen Generation oft skeptischer junger Polen zu umreißen. Anspruchsvolles, assoziativ erzähltes und filmhistorisch bedeutendes Kino.

Details

Jerzy Skolimowski (Adrzej Leszczyc), Elzbieta Czyzewska (Teresa, Barbara, Janczewska), Tadeusz Minc (Mundzek Kruszyfiskâ| Andrzej Zarnecki (Raymond)
Jerzy Skolimowski
Krzysztof Sadowski
Witold Mickiewicz
Jerzy Skolimowski

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