Schrei nach Freiheit

 GB 1987

Cry Freedom

Drama, Biografie 157 min.
7.50
Schrei nach Freiheit

Ein Drama zum Thema Apartheid: im Mittelpunkt steht der südafrikanischen Aktivisten Steven Biko, Begründer des Black Consciousness Movement.

Details

Denzel Washington, Kevin Kline, Josette Simon
Richard Attenborough
George Fenton, Jonas Gwangwa
Ronnie Taylor
John Briley

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ende der Apartheit
    Nach seinem Film über Leben und Wirken von Gandhi hat sich Richard Attenborough nun den Fall des Steve Biko vorgenommen und dessen Kampf gegen die weiße Regierung von Südafrika in den 70er Jahren. Er ist um Authentizität bemüht. Es beginnt mit einer Razzia voller brutaler Gewalt und endet mit einem Auflauf der Volksmassen. Eigentlich sind es zwei Filme: erst der Widerstand, die Verhaftung und der Tod des charismatischen Anführers Biko (Denzel Washington) und dann die Flucht seines Freundes Woods (Kevin Klein) und dessen Familie außer Landes. Weil es wichtig war, die Situation im Lande zu schildern und die Argumente der Gegner und Befürworter der Apartheit zur Sprache zu bringen, ist der Film arg dialoglastig. Dabei wird im Dreisprung vorgegangen: aufklären, überzeugen und dann erschütternd bewegen. Die Willkür des Polizeistaates mit allen Schikanen, der Zynismus der Weißen, ihre Drohungen bis hin zu Attacken auf Leib und Leben der Familie Woods werden mit verhaltenen Emotionen dargestellt und mit einem eindrucksvollem Soundtrack unterlegt.
    Bei aller Objektivität stehen immer Einzelne im Vordergrund und betonen die subjektive Herkunft der Ereignisse, ohne einer Heroisierung das Wort zu reden. Die zweigeteilte Atmosphäre im Land voller widersprüchlicher Gegensätze wird stilsicher eingefangen durch Einblicke ins Privatleben. Informativ, empörend, hoffnungsvoll.