Seven Songs for Malcolm X

GB, 1993

Dokumentation

Min.52

El-Hajj Malik El-Shabazz alias Malcolm X (1925-1965) gilt als der Vater der Black- Power-Bürgerrechtsbewegung, als einer der größten afroamerikanischen Helden des 20. Jahrhunderts. Während der Veröffentlichung von Spike Lees Malcolm X gedreht, umfasst diese Dokumentation Interviews mit Freunden und rekonstruiert Ereignisse aus seinem Leben und schafft damit ein detailliertes Porträt eines Mannes, der zu Lebzeiten als der «zornigste Mann Amerikas» galt. Interviewt wurden unter anderen Spike Lee, Romanautor Thulani Davis, Malcolms Gefängnisfreund Malcolm Jarvis, Kulturkritiker Greg Tate und Malcolms Frau Betty Shabazz. Giancarlo Esposito, Star aus Spike Lees Do the Right Thing, liest Auszüge aus Malcolms Autobiografie, und der Schriftsteller Tony Cade Bambara liefert den Begleitkommentar. Seven Songs for Malcolm X ist eine Studie über die amerikanische Kultur der Nachkriegszeit und einer ihrer herausragendsten Figuren. Wir hatten uns vorgenommen, für das Fernsehen eine Einleitung aus europäischer Sicht zu Malcolms Leben zu machen. Manchmal scheint es fast, als hätte Malcolm einen engen Horizont, insbesondere zu dem Zeitpunkt, als er in die «Nation of Islam» involviert war, doch seine Politik nahm später internationale Dimensionen an. In seiner Geschichte geht es nicht nur um Amerika. Er sah sich vielmehr als Teil einer schwarzen Welt, und in gewisser Weise erwidern wir dieses Kompliment. (John Akomfrah)

(Text: Viennale 2008)

  • Schauspieler:Malcolm X, Giancarlo Esposito, Toni Cade Bambara, Darrick Harris, Thulani Davis, Spike lee, Greg Tate, Betty Shabazz, Wilfred Little

  • Regie:John Akomfrah

  • Kamera:Arthur Jafa

  • Autor:John Akomfrah, Edward George

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