Shortbus

 USA 2006

Shortbus

Drama, Erotik 12.01.2007 98 min.
6.50
Shortbus

Im exzentrischen New Yorker Sexklub Shortbus treffen unterschiedliche Menschen aufeinander und wir verfolgen ein paar Einzelschicksale.

Das kontroverse Drama von Regisseur John Cameron Mitchell, der für seinen Debütfilm HEDWIG AND THE ANGRY INCH (2001) mit dem Preis für die beste Regie beim Sundance Festival ausgezeichnet wurde, zeichnet die Geschichten von sehr unterschiedlichen Menschen, die alle im Club Shortbus aufeinander treffen, um dort ihre sexuelle Freiheit gemeinsam und ausgelassen zu zelebrieren. Beziehungsberaterin Sofia (Sook-Yin Lee) hatte noch nie einen Orgasmus; die beiden Homosexuellen Jamie (Paul Dawson) und Jamie (PJ DeBoy) wollen Pep in ihre langjährige Beziehung bringen und bitten sie um fachmännische Absolution für die freie Liebe. Sie probieren es mit Ceth (Jay Brannan), einem ehemaligen Model und Hobbysänger - und werden dabei per Fernrohr von dem Voyeuristen Caleb (Peter Stickles) beobachtet. Während sich die Jungs einander hingeben, hilft eine vereinsamte Domina (Lindsay Beamish) der verzweifelten Sofia bei der Suche nach dem ersten Höhepunkt. John Cameron Mitchell stellt in SHORTBUS Sex explizit dar, lässt sich aber gleichzeitig den Raum für tiefgründige, sensible und zärtliche Einblicke in die Seelen seiner Charaktere. Es geht um verschiedenartige Beziehungen, um Einsamkeit und den Versuch, Verstand, Lust und Liebe in Einklang zu bringen.

Details

Lee Sook-Yin, Paul Dawson, Lindsay Beamish, PJ DeBoy, Raphael Barkeru.a.
John Cameron Mitchell
Yo La Tengo
John Cameron Mitchell
Senator

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • perverser Schas - Teil 1
    Meinung, Inhalt und ein bisschen rund herum:


    Der Film ist heftig, darum wird diese Kritik auch heftig. Es wird mehr eine Nacherzählung mit einigen Meinungseinschlüssen. Der Film dauert 96 Minuten und wurde in den USA gedreht. Anfangs sieht man z.b. einen Mann der sich mit einer Yoga Übung verrenkt, so am Kreuz liegt und sich den erigierten Schwanz in den Mund fast reinsteckt und sich selber ins Gesicht spuckt. Oder z.B. die 2 Schwulen die so tun als wären sie ein Ehepaar, Perverse Leute gibt es ja in New York viele. Dann ist da noch die Paartherapeutin SOFIA, die auch als Sexualtherapeutin verschrien ist, und die noch nie einen Orgasmus hatte. Erst in einem exzentrischen New Yorker Club lernt sie von Worten kennen was ein Orgasmus ist, als sie flüchtet vor ein paar Irren.

    Sitzen doch ein paar Idioten da herum die meinen sie sind die Herren des Landes und ein durchgeknallter Schwuler Trottel, der ein Performancekünstler ist. Er steht darauf den Frauen am 2. oder 3. Tag Ihrer Regel die Tampons aus Ihrer Möse zu reißen und sie sich ins Gesicht zu schmieren, deren Blut vor das er sich lauthals nicht geniert, benutzt er als Lippenstift. Ja klar das SOFIA flüchtet, in die Mösenhöhle.

    Da sitzen dann 8 Frauen oder so, lauter Irre, die Anführerin nennt sich BITCH, die alle haben die 60 er Jahre und den LSD Konsum nicht verkraftet. Auch hier wird, schlimmer als in Sex & the City Manier nur über Mösen und Orgasmus geredet, die typischen Frauengespräche.

    Dann gibt es eben im Film die 2 Schwulen, JAMIE und JAMIE. Der jüngere JAMIE ist in den älteren verliebt, der ältere küsste ja bereits seinen Schwanz, und ja die wollen so was wie eine Absolution für Ihre Beziehung haben, und brauchen dazu SOFIA.

    Wer sich den Film ansieht wird an Scheißfilme wie ¿Ken Park¿ erinnert. Der Film besteht aus lauter Schmutz und Abschaum aus lauter Irre, die trotzdem gut spielen, auch wenn sie Laiendarsteller sind. Klar, SOFIA braucht nur den Schwanz Ihres Mannes lutschen, sich in 6 lustigen Stellungen vögeln zu lassen, und Ihrem Mann eben einen Orgasmus vorspielen. Das erinnert mich wieder an den langweiligen französischen schon sehr freizügigen Film ¿Romance X¿. Die 2 Jamie Brüder spielen auch ganz gut, aber wie man auf die Idee kommen kann den Jungen CETH in die Beziehung rein zu holen, damit sie zu Dritt einen Flotten Schwulendreier machen können, wo der Mittlere immer Geburtstag und Weihnachten hat, wird wohl nur der Regisseur wissen, denn das ganze ist nämlich wie eine Mischung aus Hard Core Film und Tragödie um 2 Schwule.

    Witzig wird es als SEVERIN noch ins Spiel kommt. So ne Hippie Domina, die soll SOFIA helfen das sie zum Orgasmus kommt. Abgerundet wird das ganze noch mit CALEB der ein Voyeur ist und den 2 Schwuchteln zusieht wie sie sich´s besorgen. Regisseur John Cameron Mitchell stellt in seinem laut imdb.com guten Film, Sex als Ware dar, sehr genau und in Großaufnahme. Er lässt sich aber im Film gleichzeitig den Raum für viele tiefgründige, sensible auch einige menschlich zärtliche Einblicke in die Seelen seiner Protagonisten. Es geht um verschiedenartige Beziehungen, um die Einsamkeit und den Versuch, den Verstand, die Lust und Liebe in Einklang zu bringen.

    Übrigens wenn man so kurze Filmszenen sieht vom Sex mehrerer Menschen nennt man das in der Pornografie Szene schlicht und einfach ¿ Money Shots. Diese eben nützen dem Film in Bezug auf Dramaturgie überhaupt nichts, es ist einfach ein guter Platz im Kino den Sessel gegen die Klobrille zu tauschen, oder sich auf die Knie zu begeben und die Freundin wie Lassie zu lecken. Oder ein zu schlafen.

    Ich habe mir damals schon schwer getan beim Film ¿Im Zeichen der Sinne¿ das war auch so ein Dreck, aber hier ist so viel an Perversion in einem Film, das brauche ich nicht. Ich finde das diese ganze Pornografiescheiße so was von schwach ist, eigentlich nur eben was für Perverse, Lustmolche, und Leute die Arbeitslos sind und sich auch Talkshows ansehen.

    Unnützer Psychomist - Teil 2
    Hin und wieder sieht man in die Handlung eingestreut, wohl zur Straffung diverser fehlender Spannung eine ganze Menge an Szenen von New York, einmal sogar den alten Bürgermeister, ach ja der ältere JAMIE ist Rettungsschwimmer.

    Wenn der Film die Geborgenheit und Komplexität der Liebe auch gleichgeschlechtlicher Paare mitteilen wollte, wäre er etwas tiefgründiger zur Sache gegangen, so bleiben den Protagonisten maximal einige kluge Aussagen, z.b. über den 11. September, die 3 Sekunden gedauert haben, der Rest, Naja es war so eine Art Wechsel von Gut auf Böse, von Geil auf Schwul, von Hodensäcken auf geschwollene Klitoris, ja das war teilweise im Film sehr oft zu hören.

    Wie in seinem Erstlingswerk ist auch hier die Mischung zwischen der Realität im täglichen Leben, vermischt mit einigen Clipartigen Sequenzen, zwar nicht so viel wie eben in seinem Ersten Film aber doch ein bisschen, warum weiß ich auch nicht.

    Abschließend, aus den Charakteren wurde ich nicht klug, die Szenen sind sehr explizit, die Handlung ist mir egal, das ganze ist langweilig aber sehr gut gespielt, die Orgasmen im Film sind laut Regisseur alle echt, und das ganze ist eigentlich ein unnötiges Machwerk der übelsten unnötigen Sorte, denn wenn ich ein paar Irre sehen will sehe ich mir einen guten Spannenden Film an wie ¿8 mm¿ aber nicht so einen Dreck.

    Nicht weil er blöd war, sondern unnötig pervers, unnötig stark gezeigte Szenen, zu vulgär, zu mehr Direct to Video, uninteressant, neurotisch, langweilig, und eigentlich nur ein Einblick in die Seele und Lebensweise von ein paar Irren. Charakterliche Entwicklung = gleich 0, einzig allein die Massenfickszene im Lokal mit 20 ¿ 30 Leuten die ich kurz zählen konnte bis das Bild meiner sabbernden Zunge entschwunden ist, hat sich in mein Alzheimerhirn gebrannt, der Rest ist

    30 von 100 Schrott.

  • Schön, ergreifend, erregend...
    Wow! Also auch ich musste mal ein paar Minuten vergehen lassen bis ich mich auf diese sehr neue, offene und direkte Darstellung von Sexualität im Film gewöhnen konnte. ABER jede Minute war es Wert! Endlich wieder ein Film der das normale Leben als Grundlage nimmt und künstlerisch auf die Leinwand bringt. Porno? Nein! Pornografie? Ja! Jeder, der das Ansehen dieser nicht aushält hat wohl kein (befriedigendes) Sexualleben ;-) Und nochwas: eigentlich gehts um viel mehr als nur um den Sex. Und dennoch schön, dass dieser Film diesen zeigt wie er sein kann: erregend, befriedigend, abstossend, interessant, inspirierend ... Danke!

  • weiterlesen
    ....erführt uns in eine welt, die alle von uns kennen, oder zumindest von ihr gehört haben: sexueller frust, sexuelle besessenheit, neurotische sexbesessenheit, lügen, wahrheiten, all das...
    eine, würde ich sagen, ero|neuro|tic comedy !
    schaut euch den film an, ihr werdet es nicht bereuen....

    amazing
    ...ich habe mir den film ein 2.x angesehen und ich kann nur unterstreichen, was ich vorhin geschrieben haben.
    ein fabelhafter film!
    es wundert mich nur ein wenig, dass dieser film z.zt. nur in einem einzigen kino in österreich zu sehen ist...
    lg

  • ...endlich,
    ...john c. mitchel ist ein weiterer regisseur, der es wagt, sexuelle mit neurotischen gepaart, tabus zu brechen.
    ich fand den fim an manchen stellen zum schmunzeln, an manchen zum nachdenken, an wieder anderen fand ich ihn einfach geil.
    dieser film ist jedem reifen, open minded menschen zuzumuten, ja mehr, ich würde sogar weiter gehen und ihn empfehlen.
    er zeigt nichts was grausam, abstoßend oder peinlich ist, im gegenteil, er zeigt sexuelle praktiken, die die meisten von uns, zumindest aus ihren gedanken und phantasien kennen.
    und er zeigt uns die sexuelle besessenheit am rande der neurose.
    das alles in witzigem, glamourhaften enviroment.
    vielleicht so was wie ein ERO|NEURO|TIC COMEDY 1

    die hauptdarsteller sook y. lee, paul dawson und pjdeboy spielen hervorragend, zumal ihre rollen nicht einfach sind.

    however, schaut euch den film an, ihr werdet es nicht bereuen...

  • Nur für fortgeschrittene
    Dieser Film ist nicht leicht zu verdauen und wer sich bei seinem Kinoabend nicht unwohl fühlen will, sollte imstande sein, sich auch einen Porno anzusehen. Natürlich geht es hier um mehr, als um Pornographie, aber diese wird explizit dargestellt, sowohl in hetero- als auch in homosexueller Form. Es ist eine Höllenfahrt durchs Paradies, die hier mit einem 'Shortbus' unternommen wird. Eine Reihe verschiedenartiger Leute versucht, ein bisschen mehr über ihre ureigensten Ängste und Gefühle herauszufinden. Dies funktioniert zB in speziellen New Yorker Salons, wie der Regisseur uns vorzeigt. Wenn man den Film ernst nimmt als Zuseher, also die Handlung an sich heranlässt, dann hat man einiges zu verdauen.
    Neben den schon erwähnten körperbetonten Eindrücken kommt auch das Gefühl nicht zu kurz. Einer der eindrucksvollsten Momente entsteht, wenn der ehemalige Bürgermeister von New York einem der Hauptdarsteller beichtet, wie er in seinem Amt nahezu daran zerbrochen wäre, als er realisieren mußte, im Kampf gegen AIDS gescheitert zu sein. Während meiner Vorstellung entstand ein ganz stiller Moment im Saal. Es war ........ herrlich, so muß gutes Kino sein. Intensiver als, sagen wir mal, 'Der letzte Tango'.