Smoke - Raucher unter sich

 USA 1994

Smoke

Tragikomödie 112 min.
7.40
Smoke - Raucher unter sich

Wang verknüpft kleine Alltagsbeobachtungen zu größeren Erzählung ein wenig wie sein Zigarrenhändler, der jeden Tag mit einem Photo das Leben vor seiner Tür dokumentiert.

Halb Brooklyn versammelt sich vor einer Verkaufstheke in Harvey Keitels Zigarettenladen.
Ob vaterloser Dieb oder trauriger Schriftsteller, Keitel richtet ihr Leben so gut das eben geht.
Wang verknüpft kleine Alltagsbeobachtungen zu größeren Erzählung ein wenig wie sein Zigarrenhändler, der jeden Tag mit einem Photo das Leben vor seiner Tür dokumentiert.
Paul Auster hat unverkennbar diese Music of Chance komponiert.
Text: Stadtkino

In Auggies Brooklyn Cigar Store laufen die Fäden zahlreicher Stories zusammen: von
Rashid, der sich hinter wechselnden Namen und Identitäten versteckt und am Schluß
seinen verlorenen Vater findet; von Ruby, die nach 18 Jahren dem fassungslosen Auggie
gesteht, daß sie eine gemeinsame Tochter haben; von dem Schriftsteller Paul Benjamin,
der durch eine Freundschaft seine Schreibhemmung überwindet; von einer Papiertüte mit
5814 Dollar, die ständig den Besitzer wechselt. Aber SMOKE ist nicht allein ein Film, in
dem Geschichten erzählt werden , sondern auch ein Film über das Geschichtenerzählen -
und über das Zuhören. Wang und Auster haben eine hinreißende Hommage an einen
liebenswerten New Yorker Stadtteil geschrieben und mit erstklassigen Schauspielern in
Szene gesetzt.Text: Christoph Terhechte, tip

Details

William Hurt, Harvey Keitel, Forest Whitaker, Harold Perrineaum Jr. u.a.
Wayne Wang
Rachel Portman
Adam Holender
Paul Auster (nach seiner Erzählung Auggie Wren

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Harveys Tabakladen
    Fünf Kapitel ranken sich um die sechs Hauptfiguren: Paul (William Hurt), Rashid (Harold Perrineau Jr.), Ruby (Stockard Channing), Felicity (Ashley Judd), Cyrus (Forrest Whitaker) und natürlich Auggie (Harvey Keitel), der als Gutmensch mit seinem Laden Dreh- und Angelpunkt ist. Er versucht allen zu helfen: Paul über seine Schreibblockade hinwegzukommen und Rashid ein ehrlicher Mensch zu werden und seinen Vater zu finden. Ruby hilft er finanziell aus der Klemme, indem er sich um ihre vermeintliche gemeinsame Tochter Felicity kümmert. Ashley Judd ist neben Hurt und Keitel das schauspielerische Glanzlicht des Films.
    Wie schon in der Geschichte von Paul Auster werden hier menschliche Begegnungen herbeigeführt, die aus den Akteuren eine große Familie machen, ein eigenes Universum mit Picknick im Grünen im Gegensatz zur übrigen Welt. Alle Personen wurden vom Leben gebeutelt, aber in der Gemeinschaft können sie überleben. Da ist Auggies erlebte Story zur Weihnachtszeit, die er Paul erzählt, von einer blinden Oma so anrührend wie die Kurzgeschichten von O’Henry. Und ganz am Rande geht es natürlich auch ums Rauchen.
    Der Epilog in s/w schildert die Dinge, die in den Gesprächen beschrieben worden waren und vertieft noch das eben erst gehörte. Das wird veredelt mit einem Song von Tom Waits. Und es schreit nach einer Fortsetzung.
    Angenehm unterhaltsam, von Realistischer Natürlichkeit und einem Lob auf die Gemeinschaft.