Sodom und Gomorrha (1961)

 USA/I/F 1961

Sodom and Gomorrah / Sodoma e Gomorra

Drama, Kostümfilm 154 min.
5.80
Sodom und Gomorrha (1961)

Aufwändiges Historienepos von Robert Aldrich ("Das dreckige Dutzend"), mit Stewart Granger und Anouk Aimée

Nach einer entbehrungsreichen Wanderschaft durch die Wüste erreicht das hebräische Volk die Zwillingsstädte Sodom und Gomorrha. Mit Erlaubnis der Königin Sodoms lassen sich die Hebräer vor den Toren der Stadt nieder. Aber schon bald werden sie von den Unsitten der freizügigen Sodomiter angesteckt. Selbst der Anführer der Hebräer, der tugendhafte Lot, droht den Verführungen der Dekadenz zu erliegen. Erst als seine beiden Töchter dem diabolischen Bruder der sodomitischen Königin zum Opfer fallen, erkennt Lot, welches Unheil seinem gesamten Volk droht. Doch für eine Flucht scheint es bereits zu spät.

Details

Stewart Granger, Stanley Baker, Pier Angeli, Anouk Aimée, Claudia Mori, Rik Battaglia, u.a.
Robert Aldrich
Giorgio Prosperi, Hugo Butler

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Untergang
    Jeder kennt die Namen der beiden biblischen Städte und ihre berühmt berüchtigte Bedeutung. Doch davon ist hier nichts zu sehen. Einzig die Verwandlung von Lots Frau (Pier Angeli) in eine Salzsäule erinnert an das Alte Testament. Der Untergang der beiden Städte in einem Erdbeben ist am Ende Höhepunkt des Films – wahrscheinlich auch Sinn und Zweck. Das ist für 1962 recht spektakulär. Das Drumherum mit Off-Kommentar ist teilweise schlicht und etwas pathetisch. Spätere Weltstars tummeln sich hier noch in farbenprächtigen Kostümen vor imposanter Kulisse. Allen voran die böse, lesbische Königin Bera (Anouk Aimée) oder ihr etwas verworren angelegter Bruder Astaroth (Stanley Baker). Doch der Held ist Lot (Stewart Granger), handfest zupackend und verständnisvoll.
    Die Handlung ist eigentlich obsolet und passt in jeden Sandalenschinken: es geht um Liebe, Macht und um Intrigen. Da brechen Dämme und überfluten Täler, Öl! wird als Brandteppich eingesetzt und es wird fast so viel gekämpft wie diskutiert. Und damit man den Titel nicht so ganz aus den Augen verliert, fliegen sündhafte Anschuldigen durch den Raum. Die Rettung der Hebräer vollzieht sich dann mysterymäßig durch ein Wunder und die Stadt des Lasters versinkt unter einer atompilzähnlichen Rauchwolke. Wow! Dabei waren die 60er Jahre doch gar nicht mehr so prüde.