Spider

 CAN/GB/F 2002
Thriller 98 min.
film.at poster

Ein frostiges Porträt des Künstlers als ödipales Nervenbündel: Der eben aus der Psychiatrie entlassene, unverständlich stammelnde Spider wird von Kindheitserinnerungen verfolgt.

Der eben aus der Psychiatrie entlassene, unverständlich stammelnde Spider lässt sich in einer schäbigen Pension im Londoner East End nieder, wo er aufgewachsen ist. Bald verliert er sich in Erinnerungen an seine Kindheit, in deren Zentrum der traumatische Mord an seiner Mutter steht.

"Spider" ist die introspektive Kehrseite des Cronenberg-Projekts: Ein somnambuler Thriller, in dem die psychosomatischen Mutationen, die das Werk des Regisseurs prägen, völlig nach innen gestülpt sind. Der Autismus des Protagonisten wird zur bestimmenden Erzählhaltung: Das unleserliche Gekritzel in seinem Notizbuch - die Kalligraphie seines bröckelnden Geistes, zugleich der ständig vom Reißen bedrohte Erzählfaden des minimalistischen Plots - übersetzt Cronenberg in obsessive Faszination für die Texturen der Vergänglichkeit: nikotingefleckte Finger, pustelige Blasen in den Tapeten, ein Beckettsches Niemandsland aus Industrie-Architektur und Ratlosigkeit.

Details

Ralph Fiennes, Miranda Richardson, Gabriel Byrne, Bradley Hall, Lynn Redgrave, John Neville, Gary Reineke
David Cronenberg
Howard Shore
Peter Suschitzky
Patrick McGrath

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • langweiliger Dreck - Teil 1
    DENIS ¿SPIDER¿ CLEG (Ralph Fiennes) ist Autist und verwirrt. Er war lange in einer Psychiatrie, fährt zurück in seine alte Heimat London und wohnt in einer billigen Pension. Er ist ruhig, introvertiert, und höflich.
    Diese Pension wirkt wie eine Anstalt, die Leiterin Mrs. WILKINSON (Miranda Richardson) sieht ziemlich verstört aus, alleine wie sie ihn schon anblickt, als wäre sie eine Gefängniswärterin.

    Er nimmt anfangs noch seine Medikamente, aber diese immer weniger, sein Zimmer sieht aus als würde er sofort flüchten müssen, und er geht in der Stadt herum und hofft an seinen alten Stätten genügend Erinnerungen zu finden, wo er damals war, damit er sich an seine Vergangenheit erinnert. Er sucht irgend etwas, das bis jetzt noch nicht klar, war, das selbst er nicht mal weiß, aber seine einzige Liebe die er in diesem Leben hat, ist die Erinnung an sein altes Leben das er so wenig aufgeben will, wie Bill Gates sein Microsoft.

    Nämlich gar nicht, denn SPIDER lebt von seinen Erinnerungen. Seine Mutter Mrs. CLEG (Miranda Richardson), nennt Ihren Sohn SPIDER nach einem Buch, sie ist zu Hause, liebt Ihren Sohn sehr, vergöttert ihn fast, gibt ihm alle Ihre Liebe, und sein Vater BILL ist harter Arbeiter und kümmert sich wenig um seine Familie, außer wenn er seinen Sohn schlagen will.

    Nach einem Streit wieder einmal, geht er in die Bar, schnappt sich die Hure YVONNE (Miranda Richardson ) treibt es mit Ihr in einem Gartenhüttchen, und weiß nicht das auf einmal Mrs. CLEG ihn inflagranti erwischt, und BILL erschlägt sie mit einem Spaten und vergrabt sie im Gemüsegarten. Ganz ungeniert nimmt BILL seine YVONNE nach Hause und stellt seinem Sohn diese als seine neue Mutter vor, und da hört auf einmal DENIS das seine Mutter ermordet wurde. Nun sinnt er auf Rache.

    Ich hätte nie gedacht das ein 90 Min. Film so langweilig und kompliziert sein kann, viel blöder als ¿Existenz¿ kann selten ein Film sein, aber genauso unverständlich wie der und genauso langweilig wie ¿The Astronauts Wife¿ oder ¿Gattaca¿ Ich habe mich noch mehr gelangweilt als bei ¿Mulholland Drive¿ und das ist ja nicht unbedingt gerade ein gutes Omen für einen Regisseur wie David Cronenberg, der ja auch schon mal besseres gedreht hat.

    Nichts gegen Ralph Fiennes, seine Darstellung eines verwirrten, nicht ganz normalen, gestörten Menschen ist so was von gut, also der verdient einen Oscar dafür, auch wenn er die ganze Zeit nur da herumsteht, seine Vergangenheit beobachtet, und irgendwas daherbrabbelt was ungefähr klingt, als würde ein Mumpskranker Kanaldeckel, The Final Countdown (Europe) nachsingen. Nein wirklich gut, einfach spitze, so eine gute Darstellung habe ich selten noch gesehen.

    Er spielt total souverän, und wenn man es schafft bis zum Ende durchzuhalten, und dafür nicht 2 Kg Muntermacher und 28 Liter Schwarzen Tee benötigt, dann wird man sogar belohnt mit einem schönen Abspann der eine nette Musik hat, aber das ist auch keine Referenz für diesen Film.

    Es war gar nicht so störend das diese ganzen Rückblenden auf das Kinderleben da war. Aber nach einiger Zeit war es einfach zu viel. Fiennes spielt diesen Spider Typen als er erwachsen ist, so richtig paranoid, allein wie er mit seinem Bleistift dauernd irgend was kryptisches in sein kleines Notizbuch schreibt das ungefähr wie ägyptische Hieroglyphen aussieht.

    Gestört hat mich das der Film anfängt als Spider eben erwachsen ist, und man ahnt nichts böses, und auf einmal ist da ein Kind zu sehen, dann kapiert man erst, das dieser paranoide Typ sein verschachteltes Leben noch mal Revue passieren lässt, damit der Zuseher merkt, was er für ein beschissenes Leben hatte, und warum er so wurde wie er jetzt ist, fast ein Autist, ein liebevoller, der ein schwermütiges Wesen hat, und mit einer gewissen Trauer gegen die böse große Welt ankämpft, wie ein Don Quichotte der versucht die Windmühlen zu bekämpfen die er sich eingebildet hat, und nur noch überlebt, weil sein Geist ihm so viel vorgegaukelt hat.

    Aber diese

    Gähn, Teil 2
    Aber dieses unmögliche verschachtelte Gequake ist echt störend. Dauernd murmelt er da herum, man sieht nur wie es ihm früher gegangen ist, was er für ein schwieriges Leben hat, wie Gabriel Byrne eben als sein Vater eine wirklich gute Rolle spielt, und versucht seinem Sohn das Leben überhaupt erst mal klar zu machen, aber nur ganz, ganz wenig, denn er dringt weder in seinen Geist ein, damit sein Sohn ihn versteht, noch hat er sich die Zeit genommen um sich um seinen Sohn zu kümmern, und so bleiben nur die Schläge auf das Hinterhaupt und den Allerwertesten.

    Das narrative Prinzip dieses Filmes passt sehr gut in das ganze Geschehen rein, nur nervt es etwas, weil nicht oft deutlich gesprochen und was erklärt wird, dafür bemerkt man diese komplexe Verbindung von Spider zu seiner Mutter etwas besser, weil sich diese Beziehung einem ins Herz frisst. Dieser Junge Spider, Spinnennetzfreak, hat damals schon ein großes Problem gehabt und kann einfach mit seinen ganzen Gedanken und Wünschen umgehen, er ist still, introvertiert, und ungefähr wie ein Zweifingerfaultier, er sitzt, wartet und denkt nach, immer über das gleiche.

    Das ganze Drama ist eigentlich ein Familienfilm, der die tiefsten emotionalen Abgründe der Seele eines Kindes so intensiv darstellt, das man eigentlich nur entweder einschlafen kann, weil das so uninteressant ist, was dieses psychopathische Kind so denkt, und auch als erwachsener Mann der seine Vermieterin hasst, weil er sie seiner Mutter gleichsetzt spielt diese Rolle eben so richtig tief deprimierend, das man auch da entweder einschläft, oder aber aufpasst und ein Psychologiestudium anfängt, weil man sonst den Film nicht kapiert.

    Kurz zusammengefasst kann man eigentlich sagen, das Cronenberg die Geschichte eines Mannes verfilmt, der nicht weiß wieso er ein Trottel ist oder ein introvertierter Depp und er bildet sich das und das erlebt zu haben um seine Paranoia und eigenartigen Haßgedanken an seinen Vater beizubehalten. Dazu dichtet er natürlich eine Menge Lügen, die als Kind schon anfangen, und ich habe einfach keine Ahnung wieso er so wurde, wahrscheinlich weiß das Cronenberg nicht einmal, oder aber man muss alle Bücher von Sigmund Freud gelesen haben.

    Gestört hat mich das er dauernd in seiner Kindheit war, als Erwachsener Mann, der sich erinnert was er damals gesagt hat, und spricht einige Passagen, die man dann sieht als Spider ein Kind ist, und auch redet, an Passagen, an Texte die er noch weiß, und man merkt aber das er damit nicht viel anfangen kann, er sucht nach Erklärungen, so nach dem Motto, ich weiß das ich anders bin aber weiß nicht wieso, und suche nach einer Möglichkeit rauszufinden wieso.

    Irgendwie dürfte Spider auch schizophren sein, denn seine Gegenwart wird zu seiner Vergangenheit und auf einmal ist er gefangen in einem Netz voller alter unbewältigter Gefühle seiner damaligen Gegenwart. Und ich finde diesen Film eben saulangweilig weil da eben nur gesprochen wird, weil der Typ einfach krank ist, weil ich im Kino nichts sehen will das noch kränker ist als ich, es kenne, von anderen Leuten natürlich und weil ich nicht so einen Schizophrenen Typen, egal wie gut er ihn spielt die ganze Zeit langweilig herumlaufen sehen möchte, und nicht mitkriegen möchte, wie der Dennis nicht kapiert wieso er so ist wie er ist, und weiß das er anders ist, und weiß das andere Leute wissen das er anders ist und auch das diese wissen das er nichts ändern kann, weil er eben so wurde wie er ist, und er weiß auch das andere wissen das er nicht immer versucht rauszufinden wieso er so ist, und das er das weiß, das tut ihm weh, denn er kann dagegen nichts tun, da Hänschen nie gelernt hat ein normaler Mensch zu sein.

    Der Film ist was für frisch promovierte Psychologiestudenten, die werden da Ihre helle Freude haben, und darüber diskutieren was wann wie wo gemeint war und gleich eine Dissertation darüber schreiben, der normale Kinozuseher der frischblutende Körperorgane sehen will wie diese durch die Luft mit