Starship Troopers

 USA 1997
Komödie, Science Fiction 131 min.
7.20
Starship Troopers

In ferner Zukunft sieht die Welt einer unheimlichen Bedrohung entgegen: "Bugs", gefährliche außerirdische Rieseninsekten, wollen über den blauen Planeten herfallen, um die Menschheit auszurotten. Die letzte Hoffnung sind die vereinten Armeen des gesamten Erdballes, die eine bevorstehende Invasion verhindern sollen. Unter ihnen befinden sich auch die drei Freunde Johnny, Dizzy und Carmen, die nichts mehr zu verlieren haben, seit die Bugs ihre Heimatstadt in Schutt und Asche gelegt haben. Prompt erweist sich der Kampf gegen die aggressiven Biester für das ungleiche Trio als die größte Herausforderung ihres Lebens. Denn die Bugs sind weitaus intelligenter, als ursprünglich vermutet .

Verhoeven läßt seine unpackbar schlechten Schauspieler (unter anderem der erwachsen gewordene Doogie Howser) grimassieren wie in Melrose Place, schaufelt genüßlich in Soldaten-, Weltraum- und sonstigen Klischees. Verhoeven inszeniert eine perfide "schöne neue Welt", eine zukünftige Gesellschaft, in der wegen Reizüberflutung und Beverlyhillsierung ein neues Biedermeier angebrochen ist, wo jeder völlig abgestumpft jenseits großer Infragestellungen oder gar philosopisch-moralischer bedenken agiert, wo Gewalt und Ellbogen-Mentalität die Regel sind, und jeglicher Hintersinn aus der Menschheit scheinbar rausoperiert wurde, wie nach einer riesigen Gehirnwäsche. (Martin Blumenau, FM4)

Details

Casper Van Dien, Dina Meyer, Denise Richards, Jake Busey, Neil Patrick Harris
Paul Verhoeven
Basil Poledouris
Robert A. Heinlein, Edward Neumeier

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • SciFi der Spitzenklasse
    Was der der Skandalregiesseur No. 1 vorgelegt hat kann sich wirklich sehen lassen - ein spannender, actiongeladener Film mit herrausragenden Specialeffects. nebenbei ein durch und durch beißende Satire auf totalitäre Systeme und ihre Auswüchse. Wer mit den Erwartungen eines durchschnittlichen SciFi-Action-Blödsinn à la ALIEN 4 reingeht wird sich sicherlich verarscht vorkommen. wer nicht checkt dass ST eine Satire ist, braucht gar nicht erst anfangen über den Film zu reden, hat ja keinen Sinn.
    Kleiner Tipp: Das Buch auf den der Film basiert. es wurde mehrmals mit Preisen ausgezeichnet, gerade deswegen, weil es so provokant ist. Heinlein hat eine faschistoide Zukunft prophezeit, hoffen wird, dass er nicht Recht behält.

    Re: SciFi der Spitzenklasse
    Ich kann mich den hier anzutreffenden Kommentaren nur anschließen.(ausgenommen der des tollen FM4 Guerillero-Kritikus)

    Betrachtet man den Film oberflächlich scheint er ja tatsächlich wenig zu bieten: schlechte Darsteller, mittelmäßige Handlung, gute Computeranimationen und ein paar spärlich verstreute spannende Szenen.

    Geht man allerdings vom Buch aus, so zeigt Verhoeven doch sehr gut auf was uns in solch einem faschistoiden System erwarten würde. Die Menschheit ist auch in diesem Film nicht dumm, sondern hat lediglich angesichts der globalen Bedrohung vergessen, daß man auch auf der Erde die Demokratie weiterhin schützenswert wäre. Die Manipulation des Systems íst aber schon bis in die Schulen eingedrungen und bietet so wenig Chance auf Individualismus.

    Hier aber von einem 'zu wahnwitzigen" Film zu reden und lieber ein ganze Stunde lang 'das gibts net' gemeinsam mit der Masse der Kinogeher zu schreien, zeugt für mich auch nicht von entgangener Gehirnwäsche. Wenn mir ein Film mißfällt verlasse ich halt den Saal.

  • * herausragend *
    Hab ich was nicht mitgekriegt? Sitz ich im falschen Film? Was ist bloss mit Typen wie Karl Kauf los? Wie offensichtlich muss man eine Satire noch anlegen um als solche verstanden zu werden? Starship Troopers gehört für mich zu den herausragendsten Filmphänomenen überhaupt. Eines der tiefgreifendsten Lehrstücke zum Thema Faschismus und Glorifizierung militanter Lebensweise. Das geniale daran ist, daß es als SciFi-Popcorn-Kino verkauft wird und als solches gleichermassen funktioniert. Wer keinen Unterschied zwischen diesen beiden Aspekten des Films machen kann und somit auch die mehr als gelungene Symbiose daraus nicht versteht, tut mir nur leid. Denn er versäumt eines der sinnvollsten und unterhaltensten je belichteten Stücke Zelluloid.