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Stream
11/03/2021

Du entscheidest! Die 7 besten interaktiven Filme auf Netflix

Wenn Film und Game verschmelzen: Interaktive Titel bieten dir die Möglichkeit, Teil der Handlung zu sein und Gott zu spielen.

von Manuel Simbürger

Du wolltest immer schon die Hauptrolle in einem coolen Film oder einer trendy Serie übernehmen, aber mit dem Vor-der-Kamera-Stehen hast du's nicht so? Oder ist es dein Traum, spannende Abenteuer auf der ganzen Welt zu erleben, aber eigentlich ist die Couch zuhause doch um einiges gemütlicher?

Keine Sorge: Wie in allen anderen Lebensbereichen bietet Netflix auch hier die ultimative Lösung.

Seit einigen Jahren bietet der Streaming-König interaktive Titel an – klingt kompliziert, ist es aber nicht, unterhaltsamer dafür umso mehr: Hier verfolgst du die Handlung nicht als passive/r ZuseherIn, sondern bist selbst Teil des Geschehens und bestimmst, wie die Handlung weitergeht!

Nerds kennen dieses Prinzip von Rollenspiel-Büchern, Netflix hat das "Entscheide dich!"-Prinzip kurzerhand auf die Mattscheibe geholt: Du alleine bestimmst, ob die Hauptfigur die dunkle Höhle betritt oder doch lieber die steile Bergwand erklimmen soll. Ob sie dem/der Angebeteten die Liebe gesteht oder doch Single bleibt. Oder ob sie sich Fast Fod oder eine Banane zum Abendessen genehmigt. Du übernimmst die Regie und darfst Gott spielen!

Ähnlich wie bei einem Videogame klickst du an besonders spannenden Stellen in der Handlung mit der Fernbedienung oder der Maus die Wahlmöglichkeiten an – aber Achtung, dafür hast du nur wenige Sekunden Zeit!

Deine Entscheidung bestimmt den weiteren Verlauf der Handlung (zumindest zum Teil), am Ende haben wir alle einen anderen Film gesehen. Biegst du einmal falsch ab, fängst du einfach wieder von vorne an. Interaktive Filme und Serien laden zum Immer-Wieder-Schauen (beziehungsweise Spielen) ein und bieten ultimativen und kurzweiligen Entertainment-Spaß.

Zugegeben ist die Auswahl an interaktiven Titeln bei Netflix noch sehr überschaubar, trotzdem richten sich die Titel bereits jetzt an verschiedene Alters- und Interessensgruppen. Weil der Zuspruch der AbonenntInnen groß ist, dürfen wir sicher sein: Mehr und Großes wird folgen! Beispielsweise arbeitet Netflix mit "Jigsaw" aktuell an seiner allerersten interaktiven Serie aus dem eigenen Haus.

Die 7 besten Filme und Serien zum Mitbestimmen auf Netflix:

Black Mirror: Bandersnatch (2018)

Alles begann mit "Bandersnatch", dem Film zur preisgekrönten Sci-Fi-Erfolgsserie "Black Mirror", der Interaktivität und Mindfuck auf höchster Ebene verbindet und mit 300 Minuten Filmmaterial die ZuseherInnen so schnell nicht mehr aus seinen Klauen lässt. Zudem war "Black Mirror: Bandersnatch" der erste interaktive Streifen von Netflix, der sich vorrangig an Erwachsene richtet, der Film ist nämlich erst ab 16 freigegeben – gut so, denn manche der zu treffenden Entscheidungen und der darauffolgenden Konsequenzen gehen an die Nieren und lassen uns, typisch "Black Mirror" eben, die Welt mit anderen Augen betrachten.

Es geht um einen jungen Programmierer, der im Jahr 1984 in Anlehnung an einen vielschichtigen Fantasy-Roman ein Videospiel kreiert, das die Grenzen zwischen Realität und Fiktion aufhebt. Tiefgründig, vielschichtig, sozialkritisch und humorvoll.

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Du gegen die Wildnis (seit 2019)

Der ehemalige SAS-Soldat und Survival-Experte Bear Grylls ist hierzulande vor allem durch seine DMAX-Abenteuer-Serien wie "Ausgesetzt in der Wildnis" oder "Stars am Limit" bekannt – in letzt genannter hat er sich bereits mit Personalities wie Zac Efron oder Barack Obama (!) von schwindelerregend hohen Schluchten gestürzt oder lebende Würmer im Dschungel gegessen.

Diesem nervenzerreißenden Prinzip bleibt der abgeklärte Grylls, der direkt zum Publikum spricht, in seinen Netflix-Serien "Du gegen die Wildnis", "Du gegen die Wildnis: Abgestürzt" und dem Netflix-Film "Du gegen die Wildnis: Der Film" treu.

Es gilt, mit Grylls inmitten der unberechenbaren Wildnis (sei es auf einem Berg mit meterhohem Schnee, in der brütend heißen Wüste oder einfach irgendwo im Nirgendwo) zu überleben und ihm bei ultragefährlichen Situationen unter die Arme zu greifen. Dabei lernt der/die geneigte ZusseherIn allerhand Survival-Tricks. Trifft man die falsche Entscheidung, könnte das Abenteuer allerdings schnell zu Ende sein ...

Hier geht's direkt zu "Du gegen die Wildnis"!

Carmen Sandiego: Stehlen oder nicht stehlen? (2020)

Mit der Neuauflage der 90er-Kult-Zeichentrickserie "Wo steckt Carmen Sandiego?" landete Netflix einen (weiteren) Hit, der sowohl Kinder als auch Fans des Originalstoffs begeistert. Erzählt wird die Vorgeschichte der Meisterdiebin mit dem Herz am rechten Fleck. Das interaktive Film-Abenteuer ist dazu die perfekte Ergänzung und bietet dem Publikum die Möglichkeit, diesmal sogar selbst Teil von Carmens Team zu sein, aber auch in die komplexe Psyche der Heldin einzutauchen (ohne dabei natürlich zu kompliziert zu werden):

In "Stehlen oder nicht stehlen?" muss Carmen, stylish wie immer, ihre Freunde Zack und Ivy vor der bösen Organisation V.I.L.E. retten und dafür deren Anweisungen befolgen. Vorsicht: Trotz junger Zielgruppe sind die zu treffenden Entscheidungen schwerer, als man auf den ersten Blick vermuten mag. Spannend!

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Unbreakable Kimmy Schmidt: Kimmy vs the Reverend (2020)

Wer die ebenso außergewöhnliche wie auch schrille und liebenswert-durchgeknallte Comedy "Unbreakable Kimmy Schmidt", kreiert von Tina Fey, kennt, den überrascht es nicht, dass auch der dazugehörige Film ausgetretene Pfade verlässt und alle Grenzen sprengt: In ihrem ersten (und leider bisher einzigen) interaktiven Abenteuer steht Kimmy (Ellie Kemper) kurz vor ihrer Hochzeit mit dem reichen Frederick (Daniel Radcliffe). Klar, dass nicht alles so kommt, wie erwartet – im Gegenteil:

Drei US-Bundesstaaten, Explosionen, der Reverend (Jon Hamm) und tanzende Hamburger sind mit von der Partie, und wir ZuschauerInnen können selbst entscheiden, wie die Geschichte weitergeht – und ausgeht. Gönnen wir Kimmy und ihren FreundInnen ein Happy End? Twists inklusive! Selten hörte ein Serienfinale so sehr auf seine Fans ...

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Escape the Undertaker (2021)

Der neuste Zuwachs in der interaktiven Netflix-Familie ist die Horror-Serie "Escape the Undertaker", in der berühmte Wrestling-Stars (Mark Calaway, Ettore Ewen, Kofi Kingston, Austin Watson) in ein Grusel-Haus eindringen, um eine ganz besondere Urne zu finden.

Das Format ist dabei eher als Reality-TV angelegt, wodurch sich "Escape the Undertaker" angenehm von seinem "Black Mirror" - und "Unbreakable Kimmy Schmidt"-Pendants abhebt. Nervenkitzel ist durchaus gegeben, es kommt schnell das Gefühl auf, selbst in einem Horrorfilm zu stecken, Jump Scares inklusive. Mit einer Laufzeit von nur rund 30 Minuten kann man sich den Grusel auch mal schnell zwischendurch gönnen.

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Minecraft: Story Mode (2018)

Basierend auf dem weltberühmten Open-World-Game "Minecraft" ist "Minecraft: Story Mode" eine gelungene (wenn auch nicht all sein Potenzial ausschöpfende) Verschmelzung aus Videospiel und Serie. Der/die ZuseherIn wird zur AnführerIn im Minecraft-Universum, es geht um nichts weniger als das Schicksal der Welt. Die Entscheidungen sollten also gut durchdacht sein!

Wie im Spiel auch bekommst du hier die Möglichkeit, die Minecraft-Welt auzukundschaften, gegen Monster anzutreten und wichtige Ressourcen zu sammeln. Da es sich um eine Serie handelt, bei der die Folgen miteinander zusammenhängen, baut man schnell eine Verbindung zu den Figuren auf, die Entscheidungen wirken schwerwiegender. An der gewöhnungsbedürftigen Optik dürften sich erprobte "Mindcraft"-Fans sowieso nicht stören.

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Der gestiefelte Kater und das magische Buch (2017)

Dieser interaktive Film von Netflix richtet sich nicht nur an die Kleinen, sondern auch an alle "Shrek"-Fans und Katzen-Liebhaber: Hauptfigur ist der gestiefelte Kater, der wie schon in den "Shrek"-Filmen auch hier sowohl mit seinem Charme als auch mit seinen scharfen Krallen begeistert und das Herz des Publikums höher springen lässt. Die Handlung ist natürlich kindgerecht, funktioniert aber, ähnlich wie "Shrek", ebenso bestens auf einer faszinierenden Meta-Ebene:

Der gestiefelte Kater wird in einem magischem Märchenbuch gefangen, das einem gewieften Geschichtenerzähler gehört. Das süße Tierchen ist auf uns ZuseherInnen angewiesen, einen Ausweg zu finden.

Bei seinem Abenteuer trifft er auf allerhand schrullig-liebenswerte Wesen und brenzlige (wenn auch niemals überfordernde) Situationen. Da der Kater die vierte Wand durchbricht und die ZuseherInnen direkt anspricht, kommt der Film dem natürlichen Drang der Kinder entgegen, mit dem Bildschirm zu sprechen und Freundschaft mit ihren HeldInnen zu schließen. Der Humor steht natürlich immer im Vordergrund.

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