Svet-Ake - Der Dieb des Lichts

 D/F/Kirgistan 2010

Svet-Ake

Komödie ab 12 80 min.
6.40
Svet-Ake - Der Dieb des Lichts

Der Dorf-Elektriker Svet-Ake eilt stets zu Hilfe, wenn jemand ein Problem hat und setzt sich für die Armen ein, auch wenn er dafür seinen eigenen Kopf hinhalten muss. Als er eines Tages entlassen wird, will er seine Vision realisieren: einen Windpark zu bauen. Dafür muss er sich erneut mit der Obrigkeit anlegen ... eine ebenso lebensmutige wie bewegende Geschichte aus Kirgisien, die in ihrer betörenden Bilderkraft und ihrem feinsinnigen Humor einzigartig ist.

Ein kleines Dorf in den Weiten Kirgisiens liebt einen Mann - den örtlichen Elektriker Svet-Ake - den man überall nur den »Herrn des Lichts« nennt. Der vierfache Vater hat stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Dorfbewohner, ihren Ehefrust und ihre Lebenslust. Doch vor allem für ihre Stromrechnung. Und das ist gut so, denn die Stromkosten klettern in astronomische Höhen. Kaum jemand kann sich noch abends Licht leisten, geschweige denn sich sonst irgendwie über Wasser halten. Und so lässt Svet-Ake die Stromzähler ab und zu rückwärts laufen - bis er mit dem Gesetzgeber in Konflikt gerät und schließlich seinen Elektriker-Posten verliert .
Doch er hat eine kühne Vision, die das Dorf aus der Misere führen und für zukünftige Generationen lebenswert machen soll: einen riesigen Windpark will er bauen. Aber die Unabhängigkeit hat ihren Preis. Um das Projekt realisieren zu können, muss sich Svet-Ake mit dem neuen Bürgermeister arrangieren, der mit einem windigen Investor unter einer Decke steckt und dem es mehr um das eigene als um das Wohl der Dorfbewohner geht...
Nach dem mehrfach preisgekrönten Beshkempir bringt Regisseur Aktan Arym Kubat erneut Licht und Luft der kirgisischen Landschaften zum Tanzen. Aus einem fernen Land im politischen Umbruch kommt eine so lebensmutige wie bewegende Geschichte, die in ihrer betörenden Bilderkraft und ihrem feinsinnigen Humor einzigartig ist.

Details

Aktan Arym Kubat, Taalaikan Abazova, Askat Sulaimanov, Asan Amanov, Stanbek Toichubaev
Aktan Arym Kubat
Andre Matthias
Hassan Kydyraliyav
Aktan Arym Kubat
Stadtkino
ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der kirgisische Stromdieb
    Mit viel Gespür für das Lokalkolorit und viel Empathie für die kirgisischen Dorfbewohner zeigt uns Regisseur Kubat ein Bild seiner Heimat. Hier treffen moderne Technik (Elektrizität) und Tradition aufeinander, Kapitalismus und Folklore.
    Strom ist unbezahlbar teuer im Land und so dreht der Elektriker Svet Ake (der Regisseur selbst) bei den ärmeren Nachbarn schon mal die Zähler zurück. Ein Problem, dass wir auch bald auf uns zukommen sehen könnten. Außerdem versucht er mit einem Windrad Strom zu erzeugen.
    Es gibt muntere Einblicke ins Dorfleben, mit Allerweltsproblemen, nichts Spektakuläres. Aber auch leisen Humor: Svet sitzt in der Wanne, seine Frau seift ihn ein. Ihre Hand gleitet zwischen seine Schenkel…‘Na wie geht’s meinem kleinen Revolutionär?‘
    Die Großkopferten versuchen die Einheimischen über den Jurtentisch zu ziehen. Aus dieser wunderschönen Landschaft lässt sich doch bestimmt Kapital schlagen. Der Höhepunkt ist ein Promi-Essen mit möglichen Investoren, bei dem zur Unterhaltung eine Frau entkleidet wird. Da greift Svet Ake ein.
    Die Botschaft ist klar, das Ende nicht unbedingt. Svet wird mit Gewalt zum großen Boss geschleift, treibt unterwegs aber reglos im Wasser, man hört ein Lied, ein Wesen mit Hosen radelt heim. Wer ist das?
    Wunderschön, interessant und mit leisem Humor als Transportmittel.