Taxi nach Tobruk

 BRD/F/E 1960

Un Taxi pour Tobrouk

Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 85 min.
7.30
film.at poster

Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs in Afrika erzählt der Film eine Geschichte um Männerfreundschaft, Loyalität und die Absurditäten des Krieges.

Tobruk, Afrika, 1942. Ein französischer Stoßtrupp dringt hinter die Linien des deutschen Afrika-Corps vor und sprengt vier Treibstofflager der Wehrmacht in die Luft. Auf der dramatischen Flucht vor den deutschen Soldaten geraten die Männer in ein Minenfeld - nur vier von ihnen kommen mit dem Leben davon: Die Soldaten Samuel (Charles Aznavour), François (Maurice Biraud) und Paolo (German Cobos) sowie der Unteroffizier Theo (Lino Ventura). Unter Theos Kommando versuchen die Männer, sich quer durch die Wüste bis zum Stützpunkt der alliierten Truppen durchzuschlagen. Aber der Marsch unter sengender Sonne erweist sich als zäher und aufreibender, als die Männer dachten. Erschöpft und ausgezehrt von Durst, Hunger und Hitze, schöpfen sie neuen Mut, als sie im Wüstensand frische Reifenspuren entdecken. Bei dem Wagen, dessen Spuren sie gefolgt sind, handelt es sich um einen deutschen Spähtrupp. Es gelingt Theo und seinen Männern, aus dem Hinterhalt vier der fünf deutschen Soldaten auszuschalten. Den überlebenden Offizier Ludwig von Stegel (Hardy Krüger) nehmen sie gefangen. Im Wagen des Deutschen machen sich die versprengten französischen Soldaten auf den Weg Richtung Heimatstützpunkt. Zunächst herrscht große Anspannung zwischen den Soldaten der verfeindeten Länder. Doch in dieser Situation fernab aller politischen Strategien und Propaganda dauert es nicht lange, bis Theo und seine Männer und Ludwig von Stegel ihre Feindschaft überwinden - denn ihnen ist klar, dass sie nur mit vereinten Kräften eine Chance haben, dieses Abenteuer zu überleben.

Details

Charles Aznavour, Hardy Krüger, Lino Ventura, Maurice Biraud, u.a.
Denys de La Patellière
Georges Garvarentz
Marcel Grignon
René Havard, Denys de La Patellière und Michel Audiard

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • 4+1 Kameraden
    Ein oft gezeigtes, harmloses Kriegsfilmchen aus den 60er Jahren mit Promibesetzung. Es kann weder Spannung aufgebaut werden – wenn man von der kurzen Szene im Minenfeld mal absieht – noch kann das eigentlich tragische Ende irgendeine Wirkung erzielen, weil es zu kurz und zu schnell abläuft: erst ein für vier Kameraden tödlicher Treffer, kurz darauf steht der einzig Überlebende (Lino Ventura) in einer jubelnden Menge bei der Siegesparade und ist mit seinen Gedanken nicht beim Jubeln sondern bei den Gefallenen. Erstaunlich ist hier, dass im Gegensatz zu den meisten Nachkriegs-Kriegsfilmen der deutsche Gefangene (Hardy Krüger) nicht per-se der Bösewicht vom Dienst ist, sondern ein gleichwertiger Kamerad, der durch seine Cleverness den anderen sogar hilft. Menschlichkeit ist angesagt. Man kann das sogar als Argument für eine Kriegsverhinderung sehen. Es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, bei dem alle gemeinsam essen, Wein trinken und auch lachen. Sie haben dieselben menschlichen Probleme in der Heimat und sitzen auch gemeinsam in der Patsche, wenn ihr Fahrzeug mal stecken bleibt. Von den äußerst knappen Charakterzeichnungen fällt nur Charles Aznavour als jüdischer Arzt auf. Eigentlich ist der Krieg ganz weit weg und selbst das Einordnen in eine feindliche Kolonne gerät zum Kindergeburtstag. Die Handlung läuft wie Treibsand durch die gedanklichen Finger der Zuschauer.