The Invisible Woman

 GB 2013
Drama, Romanze, Biografie 111 min.
6.10
The Invisible Woman

An der Spitze seines Erfolges, trifft Charles Dickens eine jüngere Frau, die bis zu seinem Tod seine heimliche Geliebte ist.

Im Jahr 1873 ist Nelly Ternan (Felicity Jones) verheiratet und lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern im britischen Margate. Während sie an einer Schulaufführung von Charles Dickens' "No Thoroughfare" arbeitet, erinnert sie sich an ihre Zeit mit dem berühmten Autor. 1850 zog Nelly mit ihrer Mutter (Kristin Scott Thomas) und ihren Schwestern durch das Land und trat in zahlreichen Stücken auf. Bei einem dieser Auftritte wird sie durch Dickens (Ralph Fiennes) entdeckt. Dieser ist gerade auf der Höhe seiner Karriere und bereits seit Jahren mit Catherine (Joanna Scanlan) verheiratet, mit der er zehn Kinder hat. Doch seit einiger Zeit fühlt sich Dickens von seiner Frau nicht mehr angezogen und als er die junge Nelly trifft, entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden, die bis zu Dickens' Tod 13 Jahre später im Jahr 1970 andauern sollte. Doch die Öffentlichkeit ist von Dickens' Anwandlungen nicht angetan und auch Nelly hat mit Anfeindungen zu kämpfen.

Details

Ralph Fiennes, Felicity Jones, Michelle Fairley
Ralph Fiennes
Ilan Eshkeri
Rob Hardy
Abi Morgan

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Die Unsichtbare
    Die Atmosphäre stimmt, die Story ist recht wahrheitsgetreu verfilmt, nicht jeder wird sie mögen. Aber so war das damals im 19. Jahrhundert. Es wurde darüber getuschelt, dass der ‘Gott‘ unter den Romanciers, Charles Dickens, (Ralph Fiennes) eine Geliebte hatte, die seine Tochter hätte sein können. Nelly (Felicity Jones) fast noch ein Mädchen, ist keineswegs nach dem Geschmack der emanzipierten Frau von heute. Ihre Aufgabe war es den großen Dichter anzuhimmeln, bei Gefühlsausbrüchen ein Tränchen zu vergießen und ansonsten ein Schattendasein zu führen, unbemerkt von der gesellschaftlichen Umgebung. Und außerdem war Dickens ja auch noch verheiratet und mehrfacher Vater. Warum hat Fiennes das so gemacht? Er geht mit Inbrunst ans Werk. Lange, beunruhigende Einstellungen, teilweise wortlos und ohne Musik. Dann bricht plötzlich ein musikalischer Tornado los und erschlägt fast die Bilder. Und der Schnitt teilt das ganze so ein, das keine Larmoyanz aufkommen kann. Am Ende ist der große Dichter einfach weg, Nelly erzählt es dem Pfarrer. Schluss, Aus, Amen.
    Fiennes bleibt konsequent altmodisch, dabei setzt er Nelly ausnehmend gut ins Bild. Die Kamera streichelt ihre Pfirsichhaut, verharrt immer wieder, man genießt den Anblick und vergisst die Problematik. Die gerät nur etwas weniger in den Fokus. Dickens war zerrissen zwischen persönlicher Zuneigung und öffentlichem Ruhm, zwischen Spontaneität und Pflichtgefühl. Er trank aus dem Jungbrunnen so lang es ging. Und es ist ihm wohlbekommen. Eine späte Aufklärung über das ‘unsichtbare‘ Privatleben des großen Engländers.