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17.09.2018

Joker: Was wir über den DC-Film mit Joaquin Phoenix bisher wissen

Ursprungsgeschichte des Batman-Erzfeindes kommt am 4. Oktober 2019 in die US-Kinos.

Der Joker ist der legendäre Erzfeind von Batman und einer der kultigsten Comic-Schurken überhaupt. Auch in Film und Fernsehen ist der ebenso psychopathische wie geniale Killer-Clown eine Kultfigur, nicht erst seit Heath Ledgers unvergesslicher Performance in "The Dark Knight".

Schon in der kitschigen Batman-Serie der 60er-Jahre hinterließ Cesar Romero mit seinem hysterisch-wahnsinnigem Lacher den meisten Eindruck. Seine Performance setzte den Standard für sämtliche Joker-Darsteller danach, inklusive Jack Nicholsons Darstellung in Tim Burtons "Batman" im Jahr 1989. Erst seit der düsteren Version in Christopher Nolans "The Dark Knight" entwickelt der Joker im Kino eine ähnliche Varianz wie im Comic. Zuletzt eher in Richtung eines durchgeknallten "Clown Prince of Crime" in "Suicide Squad".

DC plant mehrere Filme, die den Joker ins Rampenlicht stellen. Allerdings sind die Filmprojekte rund um Jared Letos Joker aus "Suicide Squad" noch in Schwebe, während die Ursprungsgeschichte des Jokers mit Joaquin in der Hauptrolle zügig Gestalt annimmt. Wir haben hier zusammengetragen, was bisher über den Film bekannt ist.

 

Worum geht's im Film?

Die Details der Handlung sind (noch) ein wohlgehütetes Geheimnis des Hollywood-Studios Warner Bros. Pictures. Aber wir wissen, dass es sich um eine Originstory des Jokers handelt. Phoenix spielt laut Medienberichten einen Stand-Up-Comedian, der nach einem schweren Schicksalsschlag seine Frau verliert – und in der Folge auch seinen Verstand. Die wesentliche Inspiration des Films soll demnach die Graphic Novel "The Killing Joke" (1988) sein. Autor Alan Moore porträtierte den Joker damals als gescheiterten Komödianten, der am Verlust seiner Frau zerbricht und in die Kriminalität abdriftet. Endgültig in den Wahnsinn kippt er, nachdem bei einem vergeigten Raubüberfall sein Gesicht entstellt wird.

Der Film spielt im Gotham City der 1980er-Jahre, die Handlung folgt demnach einem düsteren Crime-Setting. Es wird aber weder die Vorgeschichte von Heath Ledgers, noch von Jared Letos Joker erzählt. Warner Bros. hat betont, dass der Film für sich alleine steht. Das heißt vor allem, dass der Film nichts mit dem Batman des DC Extended Universe ("Batman vs. Superman", "Justice League") zu tun hat, aber auch nichts mit Nolans "The Dark Knight" oder dem geplanten Batman-Reboot. Ob Batman in dem Film überhaupt auftaucht, ist offen – wenn nicht sogar unwahrscheinlich.

 

Wer ist bei dem Film mit an Bord?

Der Regisseur des Films, der zurzeit den schlichten Titel "Joker" trägt, ist Todd Phillips, bekannt durch die "Hangover"-Trilogie. Er schreibt gemeinsam mit Scott Silver ("8 Mile") auch am Drehbuch. Als Produzent wurde ursprünglich Martin Scorsese genannt. Aber sein Name scheint inzwischen nicht mehr im Zusammenhang mit dem Film auf. Nach wie vor an Bord ist aber die "Scorsese-Produzentin" Emma Tillinger Koskoff ("The Wolf of Wall Street", "Hugo", "Shutter Island").

Todd Phillips hat via Instagram bereits ein erstes Bild von Phoenix als Joker veröffentlicht (oben). Dabei wurde auch erstmals der Name des Jokers genannt bevor er im Film zum Joker wird: Arthur Fleck. Die Website JustJared hat außerdem Schnappschüsse vom Dreh einer Filmszene veröffentlicht, die Phoenix erstmals im Joker-Outfit zeigen.

UPDATE: Laut einer Fan-Theorie des CinemaBlend-Redakteurs Adam Holmes könnte es durchaus sein, dass Phoenix gar nicht den Joker spielt. Da Bruce Wayne in dem Film als Junge vorkommt, zweifelt Holmes daran, dass es sich bei Phoenix um den echten Joker handelt. Denn dann (unter der Annahme, dass es sich nicht um Rückblenden handelt) wäre der Joker im Erwachsenenalter von Bruce Wayne bereits ein alter Mann. Die Annahme, dass es sich bei der Rolle von Phoenix eher um einen "Pre-Joker" handelt, jemanden der den echten Joker beeinflusst hat, ist daher nicht von der Hand zu weisen.

Natürlich könnte es aber auch ganz anders sein, wenn sich der Film schlicht nicht an das aus den Comics bekannte Verhältnis zwischen Batman und Joker hält. Dann wäre dieser Joker-Film aber auch keine echter DC-Film, sondern ein Fake und wohl für viele Fans eine Enttäuschung.

Joaquin Phoenix als Joker

Abgesehen von Joaquin Phoenix in der Hauptrolle sind folgende Schauspieler an Bord:

Robert DeNiro: Er spielt einen Talkshow-Host, der eine Schlüsselrolle bei der düsteren Entwicklung der Hauptfigur spielen soll.

Marc Maron: Der aus der Netflix-Serie "GLOW" bekannte Schauspieler mimt einen Agenten bei der Talkshow, deren Host DeNiros Figur ist.

Zazie Beetz: Die aus "Deadpool 2" bekannte Schauspielerin soll eine alleinerziehende Mutter spielen, die das Interesse der Hauptfigur weckt.

Frances Conroy: Es wird angenommen, dass die aus zahlreichen TV-Serien bekannte Schauspielerin ("American Horror Story", "Castle Rock", "The Mist", "Six Feet Under") die von ihrem Leben enttäuschte Mutter der Hauptfigur.

Brett Cullen: (UPDATE) Der vor allem aus TV-Serien ("Narcos", "Person of Interest") bekannte Schauspieler übernimmt laut Hollywood Reporter die Rolle von Thomas Wayne, dem Vater von Bruce Wayne alias Batman. Ursprünglich war dafür Alec Baldwin vorgesehen, der aber wieder abgesprungen ist. Die Rolle von Thomas Wayne ist interessant, weil der Joker seit Tim Burtons "Batman" in einigen Varianten der Ursprungsgeschichte von Batman als der Mörder seiner Eltern gilt. In der ursprünglichen Version des Jahres 1939 und den meisten Versionen seither wurden Thomas und Martha Wayne hingegen von einem Kriminellen namens Joe Chill getötet.

Noch nicht bekannt sind die Besetzungen der beiden Police Detectives Garrity und Burke. Garrity wird als korrekter Cop beschrieben, der sich nach seiner langen Dienstzeit nicht mehr um politische Verstrickungen und Seilschaften schert. Sein um 20 Jahre jüngerer Partner Burke nützt hingegen seine Machtposition als Polizist schamlos aus, um sich selbst Vorteile zu verschaffen.

 

Wann kommt "Joker" ins Kino?

Drehbeginn ist laut Deadline Hollywood schon am 10. September. In die US-Kinos soll der Film am 4. Oktober 2019 kommen.