Seom - Die Insel

 Korea 2002

Seom

Drama, Thriller 28.06.2002 90 min.
film.at poster

Die zerstörerische Liebe zwischen einer Prostituierten und einem angehenden Selbstmörder

Versteckt in den Wäldern Südkoreas liegt ein See von atemberaubender Schönheit.
Nur wenige Farbtupfer durchdringen den märchenhaften Dunstschleier über dem
Wasser. Es sind die bunt bemalten Flöße der hier angelnden Urlauber. Das Paradies
ist offensichtlich auf die Erde zurückgekehrt. Doch der Schein trügt. Die
Bilderbuchlandschaft ist vor allem ein Anziehungspunkt für das Licht scheuende
Gestalten: Liebespaare, Abenteurer, Prostituierte, Mörder. Die schweigsame Hee-Jin
versorgt sie mit Werkzeug und bleibt für Geld auch mal über Nacht. Der junge Hyun-
Shik ist nicht gekommen, um zu angeln. Er mietet ein Floß und versucht sich
umzubringen. Zweimal rettet Hee-Jin ihm in letzter Sekunde das Leben. Zwischen
den beiden entspinnt sich in Verhältnis voller gewaltsamer Leidenschaft und
besitzergreifender Besessenheit. Hee-Jin beseitigt ohne Hemmungen alles, was ihre
Beziehung zu Hyun-Shik gefährden könnte. Als Hyun-Shik vor der Intensität der
selbst zerstörerischen Verbindung fliehen möchte, ist es schon zu spät. Wie Fische
zappeln sie am Haken des jeweils anderen...

Details

Suh Jung, Yoosuk Kim, Jae Hyun, Hang-Seon
Kim Ki-Duk
Sang Yoonjeon
Suh Shikwhang
Kim Ki-Duk
polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • hart
    schwer zu sagen, wem man diesen film empfehlen soll. weil empfehlen muss man ihn zwangsläufig. fantastische landschaft, guter plot, sehr gut gespielt, und dennoch. zwischen die schönen bilder und die dialoglosen zsenen mischt sich sadomasoähnliche und selbstzerstörerische gewalt, die schwer nachzuvollziehen und noch schwerer zu verdauen ist. tierschützer werden sowies auf die barrikaden steigen, und zarte gemüter sollten den film gleich mal vergessen.

    der vergleich mit "monday" liegt nah, weil man nicht weiss, ob man lachen oder weinen soll und man permanent von widersprüchlichen gefühlen niedergerungen wird. idylle und schmerz, angst und hoffnung, sachen die einfach nich zusammenpassen und sich trotzdem oder gerade deswegen perfekt ergänzen. die machart und die handlung erinnern an "audition", der die leute auch schon ob seiner unverständlich (schönen) gewalt und perversion aus dem kino (muss man ja leider im singular schreiben) trieb. wer eine schöne liebesgeschichte wie in "suzhou river" erwartet wird sich winden. wer einen tollen film sehen möchte, weit weg von dem was man kennt muss einfach ins kino.