The Killers (1946)

 USA 1946
Drama, Krimi 103 min.
7.90
film.at poster

Mit erregend expressiven Bildern beginnt Robert Siodmak dort, wo Hemingways erregend kühle Short Story endet.

Nacht, die Kleinstadt aus dem rektangulären Auge des Gangsterautos. Burt Lancaster, seinen Tod, seine Töter enigmatisch ruhig in einer Absteige erwartend, in deren Schwärze ein harscher Lichtstrahl einbrechen wird und darauf das weiße Flackern von Mündungsfeuern.

Warum lässt sich ein Mann ohne Geste von Flucht oder Abwehr ermorden? Die Weise der Antwort ist signifikant. Sie erfolgt aus der Gewissheit des Scheiterns und vollzieht sich in zersplitterter Textur: in Rückblenden, die gegen Ende hin immer kürzer und dichter geraten.

Details

Burt Lancester, Ava Gardner, Edmond O'Brien, Albert Dekker, Vince Barnett
Robert Siodmak
Miklós Rózsa
Elwood Bredell
Anthony Veiller nach Ernest Hemingway

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Burt der 'Schwede'
    Anders als das spätere Remake mit Präsident Reagan ist der Streifen von Robert Siodmak ein typisches Beispiel mit allen Kennzeichen des Film Noir. Man muss die strengen s/w Bilder (inklusive der scharfen Blechmusik) mögen um der Handlung gespannt zu folgen, denn die steht ganz eindeutig im Mittelpunkt. Da es sich immer im Gangstermilieu abspielt, wird natürlich geschossen. Und es geht auch immer nur um Mord oder Raub oder beides. Mehrere Parteien jagen sich die Beute ab. Dabei ist Rache oder Verrat ein häufiges Motiv. Geraubt werden Kunstgegenstände, Juwelen oder wie hier Geld aus einem Überfall. Lange Dialoge werden durch eingespielte Szenen belebt und dienen als wichtige Nachrichten, wie die Botenberichte im antiken Theater.
    Ob es wie hier um einen Ex-Boxer (Burt Lancasters erste Rolle!) geht oder um einen Rennfahrer, eine Größe aus dem Showgeschäft oder einen Antiquitätenhändler ist eigentlich egal. Spannend wird es, wenn gutaussehende Mädels ins Spiel kommen (hier Ava Gardner als Gangsterbraut Kitty) und auch noch versuchen, ihr eigenen Süppchen zu kochen. Meistens misslingt das allerdings.
    Die Ereignisse werden hier retro erzählt. der Anfang ist das Ende. Leider verschwinden die titelgebenden, saucoolen Killer im Laufe der Handlung und ein Versicherungsvertreter nimmt die Verfolgung auf. Ein Muss für Fans, denn Film Noir ist anders als alles vorher und nachher. Als Einstiegsdroge geeignet.