The King of Comedy

 USA 1982
Krimi, Tragikomödie 109 min.
7.80
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Rupert Pupkin, ein nervtötender Niemand mit dem feisten Charme der Raspel und dem Witz des Fleischwolfs, hat sich in den Kopf gesetzt, "King of Comedy" zu werden.

Rupert Pupkin alias Robert De Niro, unüberbietbar nervtötender Niemand mit dem feisten Charme der Raspel und dem Witz des Fleischwolfs, hat sich in den Kopf gesetzt, "King of Comedy" zu werden. Nichts vermag sein frenetisch ins Galoppieren geratenes Mittelmaß zu bremsen. Da Gott Langford (Jerry Lewis in der Rolle eines vom Beiwerk des Erfolgs mürrisch gewordenen Talkmasters der Nation) sein Ansinnen, eine mediale Start-Chance zu erhalten, nicht erhört, kidnappt Pupkin kurzweg sein Idol. Der Weg zum ­Erfolg übers Trampolin der Sensation ist geebnet. Um alles noch neurotischer, verbohrter und dichter zu machen, geizt Scorsese nicht mit Sympathie für seinen von Furien gehetzten Helden. Dies wäre just die Art, wie auch er sein Filmdebüt gemacht habe, ohne Geld, immerfort abgewiesen. Ein Grabgesang auf die US-Kultur des Gipfelsturms und eine Vernichtungshommage an deren hechelnde Medien-Stars - ein Scorsese-Rennwagen, der mit Vollgas zugleich vor- und rückwärts rast. (H.T.) (filmmuseum)

Details

Robert De Niro, Jerry Lewis, Diahnne Abott, Sandra Bernhard, Joe Strummer, u.a.
Martin Scorsese
Paul D. Zimmerman

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • King for a night
    Hier setzt Scorsese dem größten Komiker Amerikas Jerry Lewis ein Denkmal. Das Leben eines Komikers ist alles anders als komisch. In der ersten Hälfte verfolgt Rupert Pupkin (Robert De Niro) sein Idol, um Karriere zu machen. Dabei ist er lästig wie ein Mückenschwarm. Das ist nicht lustig, eher peinlich. Dann entführt er den Komiker und erzwingt einen TV Auftritt zusammen mit der Stalkerin Masha (Sandra Bernhard). Während sie den zugetapeten Jerry verführen will, ist Rupert in der Hand des FBI. Das ist wieder alles andere als lustig. Das Ende ist unwichtig und geht im permanenten Applaus unter. Selbst der TV Aufritt des Nachwuchskomikers Pupkin ist fade. (Soll wohl so sein!)
    Kurz: es gibt nichts zu lachen in diesem Film.
    Erwähnenswert ist die Überblendung von Ruperts Traumwelt in die Realität. Es ist nachvollziehbar, dass er zunehmend die Bodenhaftung verliert, obwohl er sein Ziel realistisch strikt verfolgt.
    Da spielt die ihn seit seiner Jugend ständig rufende Mutter eine Rolle, dann seine Freundin Rita (Diahnne Abbott). Beim Zusammensein von Rita mit Rupert wechselt der nur sein Jackett, um einen Ortswechsel anzudeuten.
    Rupert Pupkin reitet sich immer tiefer in den Schlamassel. Er wird quasi zu einem armen, bemitleidenswerten Würstchen. Aber zum Mitfühlen reicht es auch wieder nicht. Dazu ist Rupert zu borniert, bzw. zu arrogant, bzw. zu unsympathisch. Und für Amerika hat Scorsese (hier sein Cameo als Studioregisseur) eine Institution entzaubert: den Stand up Comedian. Von den Kritikern geliebt, vom Publikum abgelehnt. Ich sitze zwischen beiden Meinungen.