The Punisher

 USA 2004
Thriller, Action 124 min.
6.50
The Punisher

Der Marvel-Comic-Held ist wieder zurück: G-Man Frank Castle nimmt nach dem Tod seiner Familie das Gesetz in die eigenen Hände.

Bei einem vom FBI unter der Leitung des Agenten Frank Castle unterwanderten Waffendeal findet der Sohn des Unterweltbosses Howard Saint den Tod. Aufgestachelt von seiner Frau und seinem zweiten Sohn schickt Saint ein Killerkommando los, um Castle samt Familie auszulöschen. Auf Puerto Rico kommt es während einer Familienfeier zu einem entsetzlichen Blutbad - alle von Castles Verwandten werden getötet und er selber kommt scheinbar ebenfalls bei einer Explosion ums Leben. Castle gilt nun zwar offiziell als tot, doch aus dem Untergrund startet er einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen Saint und seine Handlanger. Sein Markenzeichen wird das T-Shirt mit dem Totenkopf, das ihm einst sein Sohn geschenkt hat. "The Punisher" will seine Feinde nicht etwa einfach umbringen, sondern bestrafen - daher muss er sie dort treffen, wo es ihnen wirklich weh tut...
Und so geht der Gangsterboss schweren Zeiten entgegen.

Details

Thomas Jane, John Travolta, Will Patton, Eddie Jemison, Rebecca Romijn u.a.
Jonathan Hensleigh
Carlo Siliotto
Conrad W. Hall
Michael France nach Michael France, Garth Ennis
Columbia TriStar

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • @ sol
    deine liste der von dir geschätzten comics zeugt (ausser spiderman und tim+struppi) von wenig sachkenntnis zum thema comics; so gesehen ist deine charakterisierung "fürchterlich seicht" nicht besonders inspiriert. PUNISHER ist natürlich überhaupt nicht seicht, sondern ausgesprochen gesellschaftskritisch... ausser, man ist unfähig, zwischen den zeilen zu lesen und gewohnt, alle konservativen altherrenwitze á la "asterix" mit dem bildungsbürgerlichen holzhammer serviert zu bekommen.

  • search & destroy
    Hier wird Rache zum Dessert serviert ... ausnahmsweise noch heiß ...

    Oft ist es - künstlerisch - kein langer Weg von Comic zu Film. THE PUNISHER, der neueste Wurf aus der zurecht erfolgreichen Marvel-Adaptionsfilmserie, beweist dies in eindrucksvoller Weise. Erstlings-Regisseur JONATHAN HENSLEIGH, der sich bisher mit Drehbüchern zu eher zweifelhaften und halbgaren Kommerzfilmen wie "Adventures Of Young Indiana Jones", "Die Hard: With A Vengeance" oder "Armageddon" seine Meriten verdiente, legt die Latte (nein, nicht der Kaffee, Sie Ostküsten-Schwuchtel!) für weitere Comicverfilmungen in puncto Gewaltdarstellung recht hoch. Nun ja, die Comicvorlage ist ja auch nicht gerade handzahm zu nennen; Garth Ennis und Illustrator Steve Dillon, übrigens auch die Väter der brutalen "Preacher"-Saga, halten sich in THE PUNISHER nicht mit dezenten Andeutungen auf und spiegeln gerade deshalb wohl eine Facette unserer Realität recht korrekt wider. Möglicherweise stellt ja dieser Comic ein letztes Refugium ungebremsten Testosterons und damit Psychohygiene dar.
    "I'll Play This Song At Your Funeral ..."
    HENSLEIGH übernimmt das "This-Makes-It-Personal"-Schema der Mainstream-Actionfilme US-amerikanischer Provenienz mit viel Humor, ohne jedoch eine allzu lähmende Vertrautheit mit der Hauptfigur ("Mei, der Aaaaarme ...!") aufzubauen; Frank Castle (Thomas Jane), ein braver FBI Special-Agent ohne störendes Verantwortungsbewußtsein und mit blindem Vertrauen in den Personenschutz seiner Dienststelle, löst mit einem nicht ganz glatt verlaufenden Undercover-Einsatz eine Ereigniskette aus Verzweiflung, Gewalt und Rache aus und wird zu einer modernisierten (weil egozentrierten) "Rambo"-Version, deren einziger Antrieb nicht mehr Kampf um Territorium und Recht auf Existenz (wie bei "Rambo") ist, sondern einzig und allein Auslöschung des Verursachers einer persönlichen Tragödie (wieder einmal der herrlich ambivalent böse John Travolta), um danach die eigene Existenz ebenfalls zu beenden.

    Daß hier Ursache und Wirkung - trotz offensichtlicher Sympathie-Präferenzen zugunsten Castles - längst nicht mehr klar umrissene Grenzen besitzen und der Rachefeldzug bald schon ins objektiv Unverhältnismäßige abdriftet, wird nach kürzester Zeit klar. Daß das christlich geprägte Weltbild von Vergebung und Barmherzigkeit nur mehr auf Klopapier festgeschrieben und den Abfluß hinuntergespült wird, ebenfalls. Daß es nicht notwendig ist, Action-Sequenzen ausschließlich mit CGI darzustellen, fällt angenehm auf und erinnert an die dreckige Massivität von Siebziger-Jahre-Horrormovies, deren Blut noch echte Flüssigkeit war und deren ausgetretene Eingeweide wahlweise gefüllte Präservative oder Schweinedarm. Wo man sich noch in wirtshausgeübten Realo-Schlägereien gegenseitig gepflegt das unregulierte Gebiß polierte anstatt klinisch perfekte Kung-Fu-Techniken anzuwenden. THE PUNISHER öffnet ein zersplittertes Kellerfenster in die reale Welt, wo persönliche Ressentiments mehr wiegen als vernünftige Argumentation und verschärft den Blick auch mittels wohldosierter satirischer Interludien (Stichwort: Der Country-Gitarrenmörder!) bis zum Nervschmerz. Und damit kommt HENSLEIGHs Version sehr, sehr nahe an Garth Ennis' Vorlage heran. Fazit: Ein Riesenspaß für den ganzen Zellenblock!

    www.macguffin.at

  • bledsinn
    hi,

    ich hab den film nicht gesehen, ich hab aber ein paar der comics gelesen - vor ca 10 bis 15 jahren. gemeinsam mit den kommentaren die hier gepostet werden, sowohl der der fans, als auch der der gegner, ergibt sich daraus für mich folgendes gesamtbild:

    die punisher-stories sind im vergleich zu anderen comics fürchterlich seicht (bin spiderman, 2000ad - alle, alienwars, tim&strupi, asterix, lluke -fan) und konzentrieren sich hauptsächlich auf den akt des tötens durch techniken, welche sich jeder durchgeknallte agent irgendeiner us-spezialbehörde zu beherrschen wünscht.

    natürlich ist es unmöglich aus den comic-vorlagen einen guten film zu machen, ohne dabei völlig neue geschichten zu schreiben, oder den hauptfokus auf andere details zu legen.

    insofern paßt es, daß die fangemeinde den actionfreaks entstammt und die gegner die handlung suchen.

  • einfach gut -Teil 1
    he Punisher
    FRANK CASTLE ist FBI Agent, ein sehr guter, der 6 Sprachen spricht, seit vielen Jahren dabei ist und kurz vor seinem Abgang, er ist 36, noch einen letzten Coup durchzieht. Er will endlich ein ruhiges Leben führen und nicht dauernd von einem Ort zum anderen ziehen, ständig auf der Flucht sein und seine Frau und seinen Sohn alleine lassen.

    Als er Undercover ermittelt und einen Drogenboss und Waffenhändler spielt um eine Übergabe auffliegen zu lassen, stirbt durch einen Zufall JOHN SAINTS, der Sohn von HOWARD (John Travolta).

    Dieser ist außer sich vor Wut und setzt alles in Bewegung um rauszufinden was da passiert ist, das sein Sohn gestorben ist. Sein 2. Sohn BOBBY, gerät ganz nach dem Vater und ist wie seine Mutter in fast alle Geschäfte von HOWARD involviert.

    FRANK geht nach Puerto Rico wo er mit seinen Vater FRANK Senior (Roy Scheider) und seiner Mutter BETTY und seinen Verwandten eine Art Wiedersehen feiert. 5 Jahre sind seit dem letzten Besuch vergangen.
    Seine Frau MARIA hat sich immer ein ruhiges Familienleben gewünscht, und nun scheint gerade dieser Wunsch in Erfüllung gegangen zu sein.

    Was keiner weiß, QUENTIN GLASS (Will Patton) der für HOWARD wie ein Bruder ist, hat den Auftrag ihn ausfindig zu machen, und alle zu töten, die gesamte Familie, so will es die Frau von HOWARD.

    Was auch passiert. Alle starben, er selbst angeschossen konnte gerade noch gerettet werden alle glauben er ist tot. 5 Monate vergehen, er hat die gröbsten Verletzungen hinter sich, doch die Erinnerungen nicht. Sie werden immer da sein oder?

    Sein einziges Ziel ist Rache, und mit Hilfe seiner Freunde DAVE, BUMPO, JOAN (Rebecca Romijn-Stamos) erlebt er viele Abenteuer.

    Also ich habe mich nicht darüber aufgeregt das der Film vielleicht geschnitten wurde. Er ist zu Recht FSK 18, da einige grausamen Szenen vorkommen. Bei einer Szene kam mir vor als wäre der Film doch etwas beschnitten, bei so einer Art Folterszene, aber die war nur sehr kurz. Von den Effekten her ist der Film wirklich einsame Spitze, da er sehr realistisch umgesetzt wurde. Es wurden sehr gute Pyrotechniker genommen, die eine Menge an Special Effekte einsetzten, und zwar solche die auch wirklich ohne Computer gemacht wurden. Das ist eine Seltenheit. Und damit meine ich die ganzen Explosionen, gut eingesetzten Unfälle, verschiedenste Dinge die kaputt wurden, Leute, Menschen, alles wurde sehr gut ausgestattet, aber nicht so viel das man meint, es ist ein Computerfilm. Nein das überhaupt nicht. Ich hatte in den 123 Minuten die der Film mit Abspann gedauert hat, nicht einmal den Eindruck das es bei den ganzen Explosionen und Wagenüberschlagungen unecht zuging.

    Das einzige was ich an den ganzen furiosen Szenen gestört hat ist, das der Held so ziemlich alles überlebt.
    Es wird ihm in die Brust geschossen, er überlebt, 5 Monate hat es gedauert bis er am Damm war, er wurde in die Brust gestochen, ins Bein geschossen, megamässig zusammengeschlagen von einem 2 Meter gorßen russischen Monsterkerl, der aussieht wie King Kong, also etwas unecht. Aber das macht nichts, denn das ganze ist eine Comicverfilmung die Stan Lee für Marvel entworfen hat. Der erste Auftritt dieses Recken war 1974 in einem Spiderman Comicheft, und dann gab es bald eine eigenständige Veröffentlichung. 1989 gab es eine Verfilmung mit Dolph Lundgren, die leider nicht halb so gut war wie diese, und die noch dazu auf Deutsch auf VHS um 60 Szenen oder so geschnitten erschien.

    Pat Lee hat Wolverine und auch den Punisher in den Comics gezeichnet, und die waren damals recht gut, bei uns auf Deutsch gibt es leider nicht so viele Hefte. Die Serie Marvel Knights machte aus dem Helden eine Art Zombie der von den Toten auferstanden ist, also viel mystischer und gewalttätiger, wenn man das verfilmen würde.

    Aus der Feder von Jonathan Hensleigh stammt nicht nur der Film sondern auch so Spitzenerfolge wie
    ¿The Rock¿ oder ¿Armageddon¿ und auch dieser kam mir vor wie eine Mischung aus ¿Made of Ste

    Re:einfach gut -Teil 1
    Also ich glaube nicht dass er mit einer, im Gegensatz zu vielen andern, interessanten Kritiken, jemanden nervt. Und wenn es für dich zu fordernd sein sollte, ein paar Zeilen zu lesen, dann lies doch einfach beim nächsten Beitrag weiter und beschwer dich nicht darüber - denn so ein zickiges Verhalten ist erst recht nervig.
    Ich persönlich fand den Film übrigens auch sehr gelungen und kann nur jedem, der mal wieder einen guten Actionfilm sehen will, dem es auch nicht an Humor fehlt, empfehlen ins Kino zu gehen und ein Ticket für "The Punisher" zu kaufen.
    P.S.: Der Beitrag ist auf Susannes Comment bezogen.

    Re:einfach gut -Teil 1
    Also ich glaube nicht dass er mit einer, im Gegensatz zu vielen andern, interessanten Kritiken, jemanden nervt. Und wenn es für dich zu fordernd sein sollte, ein paar Zeilen zu lesen, dann lies doch einfach beim nächsten Beitrag weiter und beschwer dich nicht darüber - denn so ein zickiges Verhalten ist erst recht nervig.
    Ich persönlich fand den Film übrigens auch sehr gelungen und kann nur jedem, der mal wieder einen guten Actionfilm sehen will, dem es auch nicht an Humor fehlt, empfehlen ins Kino zu gehen und ein Ticket für "The Punisher" zu kaufen.

    echt megageil
    Eines muss ich noch erwähnen. Da spielt ein 2.08 Meter große Russe mit, er ist Diesel, bekannt aus dem WWF Kämpfen, der heißt Kevin Nash und ist 45 Jahre alt.

    Wie auch immer.

    90 von 100

    eine gut gemacht - Teil 2
    Made of Steel¿ und
    ¿Ein Mann sieht rot¿ meets ¿Extreme Rage¿. Und obwohl die Geschichte nichts neues ist und so ähnlich auch bei Schwarzenegger der Fall war, sie ist immer wieder gut, überhaupt wenn sie wer verfilmt der daraus so was edles wie diesen Film gemacht hat.

    Die Schauspieler sind allesamt sehr gut in dem Film gewesen, auch wenn ich die schauspielerischen Leistungen eines John Travolta vermisst hat, der sich in letzter Zeit immer selbst spielt, immer gleich aussieht wie ein auf die Schnauze gefallener Scientologyaffe der auf einer homosexuellen Banane ausgerutscht ist, das macht aber nichts, er passt einfach gut in diese Rolle, nur hat mir gefehlt das er etwas fies ist, er wird auch als etwas unfähig dargestellt, was ich mir auch nicht so erwartet habe, was aber letztendlich nicht so viel ausmacht, denn es gibt eh schon genug fiese gemeine Leute, in der Politik und in der Unterwelt, sind eh alle gleich.

    Da gibt es einen Garth Ennis und einen Steve Dillon die dafür verantwortlich waren das in Amerika die Comicfigur The Punisher zurück gekehrt ist. Von diesen Comics wurden sehr viele Einzelheiten übernommen wie z.b die Nachbarn, Joan, Dave und Bumpo, oder der Riesenrusse. Die haben ganze Arbeit geleistet, nur in dem Film wird das anders dargestellt. Also die Vorgeschichte ist im Comic nicht enthalten, die Abschlachtung der Familie war anders, es starben nicht alle, die Frau von ihm und der Sohn wurden nicht vom Auto überfahren, als er nach 5 Monate zurückkehrt, da fängt es an so ähnlich wie das Comic zu sein. Angeblich ist auch Teil 2 + 3 in Planung, juhu.

    Sehr gut haben die Drehbuchautoren und der Regisseur das gemacht das der Charakter und die tiefsinnigen Züge von Castle sehr gut und genau dargestellt sind, das man auch sieht wie er leidet, nur war das zu wenig und zu wenig intensiv dargestellt. Man hat ein bisschen von seinen Nachbarn mitgekriegt und auch einige unfreiwillige komsche Szene hat es gegeben. Störend war halt dass das ganze so unrealistisch zugeht.
    Sicher gehst du aus dem Kino raus und denkst dir, he wo sind die nächsten Mafioso, und dann siehst du so nen 1,90 Meter großen Türken mit schwarzen Kontaktlinsen, Sonnenbrille und Mantel, kriegst Angst und betätigst dich als Unterweltskiller gegen Gelsen und Mücken, die können auch ganz schön säuisch werden diese Drecksbiester, wie meine Freundin wenn ich sie ohne das sie weiß was sie sieht, in einen Film schleppe der ein Dreck ist, was bei diesem nicht der Fall war, da hat sie mir das ganze noch mal vergeben, obwohl Ihr die Story dennoch ein bisschen zu hart war, aber ich habe sie eh schön brav versucht zu überzeugen dass das ganze nicht hart, nicht blutig und realistisch ist, was sie mir wiederum nicht geglaubt hat, weil ohne das die Polizei was mitkriegt geht es nicht.

    Ich bin froh das Tom Jane eine Neuentdeckung diese Figur gespielt hat, und nicht ein Weltstar der zu bekannt ist, obwohl ich mir Sylvester Stallone als Punisher und Al Pacino als Howard Saints sehr gut vorstellen kann.
    Gelacht habe ich auch einige Male, und das Kino mit mir, bei einigen Szenen die recht komisch waren, und auch gemeckert bei einigen Szenen die ein Blödsinn waren, man kann es halt nicht jedem recht machen.
    Zumindestens ist die Zeit sehr schnell vergangen, und ich kann den Film nur jedem empfehlen.

    Empfehlenswert für Leute die auf Selbstjustiz stehen, die Killer Killen, und Bullen sind, für Leute die in der Unterwelt zu Hause sind, und Bruce Lee als Vorbild haben, für 99 Jährige Friedhofsdesserteure, weil der Film ist so laut das sie an einem Hörsturz bald leiden werden, und für Leute die aus dem Kino gewohnt sind zu gehen und in einer andere Welt zu sein scheinen, für Frauen ist der Film genauso geeignet, weil da man auch Sachen sieht, die eine gute Hausfrau gegen Ihren wütenden alkoholtrinkenden Exfreund einsetzen kann, damit der endlich eine Ruhe gibt, der Depp der.

  • Wahnsinn!
    Ein Film so seicht wie der Neusiedlersee! Vom schauspielerischen fang ich erst gar nicht erst an...

  • Beeindruckend. Brutal.

    Wie zum Geier wollen sie den Film um "einige Minuten" kürzen!?

    Ich habe die uncut Variante gesehen und obwohl ich kein Seicherl bin hats mir bei _etlichen_ Szenen echt die Sprache verschlagen. Da müssen sie für das FSK 18 Siegel schon ziemlich viele Szenen rausschneiden um den Argusaugen der deutschen Sittenwacht genüge zu tun. Dummerweise sind das aber teilweise durchaus storyrelevante Szenen!

    Da ich aber leider nicht weiß, ob es für Österreich einen eigenen Schnitt geben wird, schließe ich mich Mavados Frage an.

    Zum Film selbst kann ich nur sagen: SPITZE!

    Ich hab zwar vorgestern schon eine wortgewaltige Filmkritik geschrieben, aber bei 4000 Zeichen bekam ich ein lustiges Java Pop-Up "Achtung! 4000 Zeichen wurden überschritten!", das sich dann einfach nicht mehr wegklicken ließ, so war dann die ganze Bewertung für die Katz. >[

    Ich machs nochmal kurz:

    1. Kaum eine der bisherigen Comicverfilmungen hielt sich derart genau an die Vorlage (in diesem Fall von Marvel).

    2. Regisseur Jonathan Hensleigh hat mit Tom Jane einen Bombengriff gemacht! Wer diesen schon in Dreamcatcher oder Deep Blue Sea gesehen hat, wird ihn in diesem Film nicht wiedererkennen. Aus dem hendlbrüstigen Schmalspurhelden wurde die perfekte Verkörperung des Punishers Frank Castle, einem durchtrainierten Kampfexperten eines Sondereinsatzkommandos, der seinen Job eben an den Nagel hängen wollte. Als beim letzten Einsatz etwas schiefgeht und der Sohn eines Unterweltbosses getötet wird, nimmt der Teufelskreis der Rache seinen Lauf. Frank Castles Familie mitsamt der Verwandschaft wird im Rahmen einer Familienfeier auf Puerto Rico niedergemetzelt und Frank selbst augenscheinlich erfolgreich getötet.

    Nach einigen Monaten der Rekonvaleszenz nimmt Frank Castle die Spur der Killer auf und beginnt nun mit chirurgischer Akribie Eigenschaften und Gewohnheiten seiner zukünftigen Kugelfänger zu studieren. Sein Ziel ist jedoch der Mann an der Spitze, dem er nicht einfach das Licht ausblasen will. Er soll die gleichen seelischen Schmerzen erleiden, wie Castle selbst.

    3. Die Nebenrollen sind perfekt vergeben, angefangen mit Howard Saint, dem einflußreichen Geschäftsmann mit mannigfaltigen Verbindungen zur Unterwelt, der von John Travolta so herrlich degoutant verkörpert wird, über die in Sachen Beziehung notorisch glücklose Joan, der es Rebecca Romijn-Stamos schafft eine besondere Glaubhaftigkeit zu verleihen, bis hin zu kleinen Nebenrollen wie einem musikalischen Profikiller und beklagenswerten Wohnungsnachbarn, die im Laufe des Filmes beweisen dürfen, daß auch in augenscheinlich verkorksten Existenzen wahre Helden stecken können.

    4. Inhaltlich kann ich nur sagen, daß die uncut Variante wirklich alles schlägt, was in Sachen Brutalität im Mainstreamkino bisher zu sehen war. Sei es der infolge einer Explosion zurückgeschleuderte brennende Körper eines Killers in Großaufnahme, die Castle'sche Variante eines "Gesichtsschaschlik", oder eine neue Art von Kochkurs mit Hauptzutat Gesicht.

    Angesichts der Grauslichkeiten in Nahaufnahme möchte man kaum glauben, daß in diesem Film auch Zeit für Witz ist, dennoch hat Hensleigh es geschafft, im zeitlich straff dirigierten Feuerwerk auch noch die eine oder andere urkomische Szene einzubauen.

    5. Kein Licht ohne Schatten, wie man so sagt, so muß ich auch hier sagen, daß der Film leider nicht perfekt wurde. Zwar um Längen besser als die meisten bisherigen Machwerke 2004, aber eben nicht perfekt. So steht man als Zuschauer da und fragt sich, wie es sein konnte, daß Castle im Laufe des Films von diversen Killern scheinbar mühelos gefunden werden kann, die ihm Saint auf den Hals hetzt, oder warum sein Vater gewöhnliche 1910er Colts zu furchteinflößenden "Naildrivers" modifizieren kann.

    Lange Rede kurzer Sinn, sofern es die uncut Variante nach Österreich schafft, empfehle ich den Film von ganzem Herzen mit 9/10 Punkten.

    Viel Spaß!

    P.S.: Ok, richtig kurz wurde es auch diesmal nicht...

    Re:Beeindruckend. Brutal.
    Vermutlich hat sie sowohl Lunge als auch Herz verfehlt. Glück muß man haben! ;)

    Re:Beeindruckend. Brutal.
    Hi!

    Was ich nicht verstehe ist, wie er den Schuss in die Brust überlebt hat, den ihm Saints 2ter Sohn verpasst, nachdem er seine Familie ausrottet...

  • The Punisher - Cut oder Uncut?
    Der Film wird in Deutschland ja um eineige Minuten geschnitten laufen, um eine FSK 18 Freigabe zu erhalten. (Laut dem Verleiher Columbia Tristar wurde dabei so rücksichtslos vorgegangen, dass der Film jetzt unanschaubar ist.)
    Jetzt meine Frage: Wird in Österreich auch nur die Cut-Version laufen, oder kommen wir in den Genuss den Film ganz zu sehen. (Vor etwa einem Jahr war das ja so als Hulk lief, da wurde bei uns die uncut 16er Fassung gezeigt, während in Deutschland eine etwas gekürzte 12er Fassung lief. - Und Hulk war ja auch von Columbia.)