Der Dämon in mir - The Woodsman

 USA 2004

The Woodsman

Drama 17.06.2005 87 min.
7.20
film.at poster

Nach 12jähriger Gefängnisstrafe wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger kommt Walter frei und versucht, ein normales, unauffälliges Leben zu führen.

Wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger hat Walter (Kevin Bacon) eine 12jährige Gefängnisstrafe abgesessen. Wieder in Freiheit versucht er ein normales, unauffälliges Leben zu führen. Doch seine Umwelt macht es ihm nicht leicht. Überall schlägt ihm unverhohlener Hass und Ablehnung entgegen. Selbst seine eigene Schwester ekelt sich vor ihm. Nur seine Arbeitskollegin Vicki (Kyra Sedgwick) versucht ihm so etwas wie Verständnis entgegen zu bringen. Auch wenn zwischen ihnen eine neue Liebe entstehen könnte, muss Walter eines ganz allein mit sich ausfechten: den verzweifelten Kampf gegen seinen kaum bezwingbaren, dunklen Trieb...

Regisseurin Nicole Kassell gelingt mit THE WOODSMAN das scheinbar Unmögliche: Sie erzählt die verstörende Geschichte eines Pädophilen aus seiner Perspektive, ohne ihn dabei als Monster oder bemitleidenswertes Opfer erscheinen zu lassen. Hauptdarsteller Kevin Bacon stellt mit seiner sensationellen schauspielerischen Leistung fast alles in den Schatten, was in den letzten Jahren auf der Leinwand zu sehen war.

Details

Kevin Bacon, Kyra Sedgwick, Benjamin Bratt, u.a
Nicole Kassell
Nathan Larson
Xavier Pérez Grobet
Steven Fechter, Nicole Kassell
Tobis Film/Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Holzmann
    Der Film soll wohl ein Plädoyer dafür sein, dass Pädophilie heilbar ist. Zumindest suggeriert das der Titel. Zu diesem Zweck geht er sehr behutsam und sensible vor. Und die äußeren Bedingen passen auch. Dazu gehört eine Freundin (Kyra Sedgwick), die seit ihrer Kindheit auch an einem Päckchen zu tragen hat und die den Druck etwas von ihm nimmt. Parallel dazu gibt es natürlich therapeutische Sitzungen. Kevin Bacon spielt den Ex-Häftling Walter sehr überzeugend. Er ist sehr ernst, redet in kurzen aber präzisen Sätzen und kommt sowohl mit dem Mobbing der Kollegen zurecht als auch mit dem provozierenden Polizeibeamten. Der Höhepunkt ist eine Szene im Park. Hier weiß man zunächst nicht, ob Walter wie früher das kleine Mädchen Robin (sic!) anmachen will oder ob es ein Feldversuch in eigener Sache ist, um herauszufinden, ob er wieder normal sei. Den guten Ausgang kann man noch nachvollziehen. Und auch, dass er kurz darauf einen echten Pädophilen bewusstlos prügelt. Das kann so etwas wie eine Katharsis sein. Aber so ganz normal ist er ja wohl noch nicht. Zwischenzeitlich gibt es einige Längen und unklare Symbole wie der rote Ball irritieren etwas.
    Es ist ein ernsthafter Versuch, kinogerecht aufbereitet, ohne Wertung aber eindringlich durch die guten Schauspieler.

  • s.s.sehr zu empfehlen
    die regiesseurin nicole kassell hat ein bitteres und in unserer gesellschaft immer noch tabuisiertes problem mit sehr viel feinfühligkeit, klugheit und menschlichkeit und grossartigen schauspielern dargestellt.

  • MUST SEE
    Die Thematik ist heikel, daher ist es wirklich bemerkenswert, wie damit umgegangen wird. Vickys Schilderung ihrer Brüder und die Parkszene gegen Ende des Films zeigen, wo überall die Grenzen verletzt werden, wie wenig man eigentlich nachvollziehen kann, was Kindern angetan wird und dass viel zu viele damit leben lernen müssen.
    Kevin Bacon ist überragend, daneben wirkt ein Benjamin Bratt einfach nur nett bemüht.
    UNBEDINGT ANSEHEN!!!