Ein Fressen für die Geier

 USA 1970

Two Mules For Sister Sara

Komödie, Abenteuer, Action, Western 109 min.
7.00
Ein Fressen für die Geier

Clint Eastwood bekommt es als Söldner mit einer lästigen Nonne zu tun - einer Rolle, in der ihm Shirley MacLaine die Schau stiehlt.

Details

Clint Eastwood, Shirley MacLaine, Manuel Fábregas u.a.
Don Siegel
Ennio Morricone
Gabriel Figueroa
Albert Maltz

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zwei Mulis für Schwester Sara
    Der deutsche Titel verhält sich zum Inhalt des Films wie der Ärmel zum Hemd. Das Original kommt dem etwas näher, denn es bezieht sich auf ein echtes Maultier und auf den bockigen Weggefährten von Schwester Sara, den sie ironisch auch ‘Mr. Maultier‘ nennt.
    Altmeister Don Siegel hat eine äußerst witzige Westernkomödie gemacht, die vor allem die Freunde der leisen Andeutungen schätzen. Aber auch echte Western-Fans kommen nicht zu kurz. Allein die Ausgangssituation bietet genug Stoff zum Schmunzeln: angebliche Nonne (Shirley MacLaine) trifft auf Revolverhelden Hogan (Clint Eastwood). Beide machen gemeinsame Sache gegen die bösen französischen Kolonialherren. Nebenher laufen pfiffige Dialoge wie z.B. –‘So viel Whiskey vor dem Frühstück?‘ – ‘Mein Glaube an Gott wird ihn in Wasser verwandeln.‘ Die scheibchenweise Enthüllung der wahren ‘Schwester Sara‘ ist subtil gemacht. Erst raucht sie heimlich, nimmt schon mal einen Schluck aus der Pulle, reitet etwas später wie ein Mann und schließlich nennt sie ein Sterbender ‘Hure‘. Ab und zu macht Hogan ihr versteckte Komplimente, sie umschmeichelt ihn mit ihren Blicken. Man wartet förmlich auf die endgültige Aufklärung. Dabei erhöht der Kontrast zwischen dem legendär reglosen Gesichtsausdruck von Clint und der lebhaften Mimik von Shirley die Komik um einiges. Ein Highlight dieser charmanten und unterhaltsamen Komödie ist die operative Entfernung eines Indianerpfeils mittels Pulver. Selbst das ist ein Spaß. Fast schon ein Klassiker.