Uncle Boonmee erinnert sich an sein früheres Leben

 GB/D/F/E/Thailand 2010

Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives (Lung Boonmee Raluek Chat)

Drama, Fantasy 12.11.2010 117 min.
6.60
Uncle Boonmee erinnert sich an sein früheres Leben

in diesem magischen Märchen erhält ein im Sterben liegender alter Bienenzüchters Besuch von den Geistern seiner Frau und seines Sohnes.

Unheilbar erkrankt, beschließt Herr Boonmee seine letzten Tage im engsten Kreis seiner Freunde und Verwandten zu sterben. Überraschenderweise kommt auch seine Frau um ihn zu pflegen, und das obwohl sie bereits verstorben ist. Selbst sein verschollen geglaubter Sohn kehrt zu Herrn Boonmee zurück, jedoch nicht als Mensch. Boonmee nimmt diese Besuche gelassen hin und begibt sich auf den letzten Weg - eine Höhle im Dschungel, dem Geburtsort seines ersten Lebens.

Gewinner der Goldenen Palme, Festival de Cannes 2010

Details

Thanapat Saisaymar, Sakda Kaewbuadee, Jenjira Pongpas u.a.
Apichatpong Weerasethakul
Sayombhu Mukdeeprom, Yukontorn Mingmongkon, Charin Pengpanich
Apichatpong Weerasethakul
Stadtkino Filmverleih

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Absonderliches
    Das ist Arthouse in höchster Vollendung. Vom fernöstlichen Ahnenkult inspiriert sitzen die Toten mit am Tisch und tauschen mit den Lebenden Belanglosigkeiten aus. Es fällt schwer der skizzierten Handlung zu folgen. In einer Art zweiten Akt wird wahrscheinlich eine ungeliebte Prinzessin von einem Wassergott in Fischform geschwängert. Sie sinniert über die Echtheit ihres Spiegelbildes im Wasser und kommt zu dem Schluss: es sei alles eine Illusion. Und die ist optisch ganz nett anzuschauen. Bei den weiteren Bildern begeben wir uns in eine reine Fantasiewelt. Die langen Einstellungen lassen Raum für Interpretationen (s.o.). Der Film bleibt im Deskriptiven stecken. Die fehlenden Dialoge bringen keine Erklärung oder Kausalität. Szenen wechseln ganz unerwartet in andere Welten: Dialyse, Tod in einer Höhle, Hotelzimmer, Dusche oder Gebet im Tempel. Manche Figuren dienen als Leitlinien. Am Ende wird das Problem der Bi-lokalität auch noch gelöst: Tante und Neffe verlassen das Zimmer und bleiben doch da!?
    In der anschließenden Diskussion kann man sich austauschen, wer was gesehen hat und welche Bedeutung dem zukommt. Ausdauer ist angesagt. Man kann dem Drama den Kunstcharakter nicht absprechen, denn wenn man sich Mühe gibt, kommt einem schon die eine oder andere Erkenntnis. Aber muss Kunst immer so harte Arbeit sein? Ein Film nicht wie ein Buch mit sieben Siegeln, aber mindestens mit fünf.