Unser täglich Brot (2005)

 A 2005
Dokumentation 21.04.2006 92 min.
film.at poster

Ein Bildermahl im Breitwandformat, das nicht immer leicht verdaulich ist - und an dem wir alle Anteil haben. Eine pure, detailgenaue Filmerfahrung, die dem Publikum Raum für eigene Erkenntnisse lässt.

Willkommen in der Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion und der High-Tech-Landwirtschaft! Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen gibt der Film kommentarlos Einsicht in die Orte, an denen Nahrungsmittel in Europa produziert werden: Monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge - eine kühle industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion, die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer Gesellschaft aufbaut.

Unser täglich Brot zeigt die Nahrungsmittelproduktion als Spiegelbild unseres gesellschaftlichen Wertekanons: viel, einfach, schnell, wenige produzieren für uns alle. Kommentarlos und ohne erklärende Interviews entfaltet sich der Film auf der Leinwand wie ein irritierender Traum: ein insistierender Blick, begleitet vom Flirren, Rattern, Schlagen, Schlürfen, hydraulischen Atmen der Maschinen - nur Hühnergeschrei ist lauter.

Details

Nikolaus Geyrhalter
Nikolaus Geyrhalter
Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter
Stadtkino

Kritiken

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User Kritiken

  • ohne titel
    Auch ich finde den Film beeindruckend. Ich vermisste ebenfalls die Kommentare und war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich nicht beim Zweikanalton den falschen Kanal erwischt hätte. Sehr hilfreich wäre es, zumindest irgendwo die Hintergrundinfo zu diesem Film zur Verfügung zu stellen. Die Paprikaplantagen sind wahrscheinlich in Spanien zu finden, der Schweineschlachthof nicht in Österreich, wobei es einen Schlachthof dieser Größenordnung wahrscheinlich auch in Österreich gibt (wahrscheinlich hat der Autor nur im Ausland eine Drehgenehmigung bekommen, weil dort die Leute noch nicht so sensibilisiert auf dieses Thema sind). Das Spargelstechen (ich bin mir nicht sicher ob das ein jeder mitbekommen hat) wurde irgendwo im östlichen Niederösterreich aufgenommen, die Kükenproduktion konnte ich nicht einordnen. Was mir hier abgegangen ist, es wurde nicht aufgezeigt, dass die Hälfte der Legehennenküken (die männlichen) getötet und zu Tierfutter verarbeitet werden, weil sie zum Legen nicht geeignet sind. Meines Wissens gibt es auch in Österreich keine Felder, die vom Flugzeug aus gespritzt werden. Auch Aspekt der Arbeiter hätte vielleicht etwas besser beleuchtet werden können. Es ist sehr plakativ zuerst die Arbeiterin beim Zerschneiden eines Schweines zu zeigen und dann genüsslich eine Jause verzehren zu lassen. Es wurde nicht hinterfragt, ob die Leute die Arbeit gerne machen oder einfach nur weil es nichts anderes gibt. Und es konnte natürlich auch keine Alternative aufgezeigt werden, denn solange die Arbeit viel kostet und die Energie wenig wird die Industrialisierung der Landwirtschaft so weitergehen. Trotzdem nicht ausgeschlossen dass dieser Film dazu beiträgt, den Konsumenten (mich...) zumindest eine Zeitlang bewusster einkaufen zu lassen.

  • Hammer
    Der Film ist der absolute Hammer, und gerade durch das Weglassen von Kommentar wirken die ohnehin schon epischen Bilder noch imposanter. Dieser Film ist super und wirkt aufklärerisch.


  • Hab einen aufregenden und unheimlichen Film gesehen. Nicht dass, was uns täglich im Fernsehen präsentiert wird. Anstatt alles vorgekaut und zugeschwallert von Kommentar, vertraut der Film auf seine Bilder und Töne. Wirkliches Kino. Zur Abwechslung ein Film, der mich als Zuschauer ernst nimmt. Große Empfehlung!

  • scheiß Film!!!
    Der Film war eine absolute frechheit. Ich habe noch nie so einen blöden Film gesehen. Zuerst siehst man wie Schweine wie sie geschlachtet werden und dann Leute die essen. Und es wär nicht schlecht wenn man in einer Dokumentation auch was redet. Bilder kann ich zuhause auch anschauen.

  • die große langwilige, stille!!
    noch nie war ein film so langweilig..
    keine fakten kein kommentar zu keiner szene
    und die bilder von verschieden gemüse-anbauten auch nichts neues, kennt man eh schon aus tv und medien..
    ein paar tiere werden geschlachtet und immer wieder sieht man dann wie die mitarbeiter und angestellten essen...

    was soll uns also dieser film zeigen das was eh schon jeder weiß, dass obst und gemüse gespritzt wird das es legebatterien gibt und das tier geschlachtet werden
    und das ganze ohne sprechen, ohne musik

    ich wurde diesen film nicht weiterempfehlen
    geld- und zeitverschwendung!!!!!!

    Re:die große langwilige, still
    Wenn man sein Hirn einschaltet und bei einem Film auch ohne Worte mitdenkt (Lesen ist auch nicht schlecht - da redete auch niemand und man kann sein ePhantasie, so man eine hat, einsetzen), dann kommt man drauf, dass er zeigt, wie wir unseren Planeten systematisch ausbeuten. Der Spruch ist zwar aus einem kommerziellen Kinofilm aber trifft einfach haargenau zu: Der Mensch ist das Virus dieses Planeten! Denn wer beutet denn die Umwelt aus, zerstört die Atmosphäre und den ganzen Planeten, aber Hauptsache wir machen uns jetzt schon Gedanken den Mars zu bevölkern... Der Mensch IST Virus und Gift dieser Erde!

    Re:die große langwilige, stille!!
    Der film ist womöglich für einige langweilig, kann ich schon
    verstehen... Aber höchstwahrscheinlich sind die Meisten unter ihnen
    genau diese Menschen die in den Supermarkt laufen, nicht auf Qualität achten und deshalb zu den billigeren Lebensmittel greifen. Ich will damit nicht sagen, dass Menschen die weniger Geld verdienen und sich genauer überlegen müssen wo sie sparen zu dieser Sorte zählen. Denn es sind die Leute, die mit diesen Eindrücken nicht umgehen können.
    Menschen die erst dann zu etwas zustimmen, wenn es ihnen verbal
    "eingetrichtert" wird.
    DIE BILDER SIND DIE FAKTEN

    lg

    billige kopie
    billige kopie MADE IN AUSTRIA!
    siehe
    Baraka - a film by Ron Fricke,
    Koyaanisqatsi - a film by Godfrey Reggio

    Re:die große langwilige, stille!!
    dann kann man davon ausgehen, dass du kein fleisch isst, weil du ja eh schon lange weisst, wie grausam die tiere gehalten werden, mit chemie vollgestopft, getötet....
    dann kann man davon ausgehen, dass du schon lange nur mehr im reformhaus bio-gemüse kaufst, in der hoffnung, dass zumindest nur ein bruchteil dieser chemie drinn ist, die ansonsten draufgespritzt wird von menschen, die sich mittels "gasmaske", schutzanzug ect. dabei schützen müssten....
    dann kann man davon ausgehen, dass du .....

    Re:die große langwilige, still
    was hast du erwartet?
    action? wortwitz? einen musikfilm? ich glaub, da war einfach jemand im falschen film .....

  • mba
    1.
    noch nie habe ich wegen einem kinofilm ein so langes gesicht gemacht.
    2.
    erst nach dem film ist mir aufgefallen, daß es keine filmmusik gab ¿
    musik, untertitel und interviews sind uns aber gar nicht abgegangen!
    3.
    eigentlich hat mir im reformhaus einzukaufen immer schon spaß gemacht.

  • Endlich bringt jemand Licht
    Endlich bringt jemand Licht ins Dunkel. Und diese Bilder sagen hoffentlich auch all denen was, die nicht auf die Mahnenden Worte hören wollen. Ich wünsche mir nur, dass dieser Film ein größere Anzahl der Menschen zum verzicht auf Fleisch motiviert. Darüber hinaus kann der Denkende Mensch auch erkenntnisse für andere Bereiche des Lebens finden in denen man nur durch Verzicht was Ändern kann. Danke den Machern dieses Unglaublich wichtigen Werkes. Ihr Lichtkrieger Taloon.