Videodrome

Kanada, 1982

HorrorKultfilmeTrash

Max Renn, Betreiber eines schmierigen Kabelkanals in Toronto, stößt auf einen Piratensender, der ihn nachhaltig beeindruckt.

Min.87

Videodrome, eine monotone, scheinbar authentische Abfolge von Sex, Folter und Mord. Die Suche nach dem Produzenten dieses garantierten Quotenhits führt ihn zur sadomasochistischen Talkshow-Moderatorin Nikki Brand, zum Medientheoretiker Brian O'Blivion, der eine bizarre TV-Sekte gegründet hat und nur via Video auftritt, und mitten in eine reaktionäre politisch-mediale Verschwörung. Vor allem aber: in eine verwirrende Abfolge von televisionären Transformationen - in Renns Bauch wächst ein Videoschlitz, sein Kopf verschmilzt mit dem Kussmund auf einem Fernseher. Videodrome inszeniert den medialen Overkill als zerstörerische, verführerische Brutstätte virtueller Spiegelwelten, vollzieht den Wirklichkeitsverlust seines Protagonisten in subjektiver Perspektive nach: Erst als Max Renn am Ende die Augen schließt und von seiner Existenz lässt, wird die Leinwand schwarz, während das ominöse Versprechen einer Wiedergeburt nachhallt - Long live the New Flesh! Dem selbstkritischen Rundumschlag von Cronenbergs Meisterwerk hat die Filmgeschichte zwanzig Jahre lang nichts Vergleichbares entgegenzusetzen gewusst; zugleich bleibt der Film ein einzigartiger Versuch, obsessiv persönliche Bilder ohne Kompromisse ins populäre Kino zu tragen. Filmmuseum

Länge: 87 min

  • Schauspieler:James Woods, Sonja Smits, Deborah Harry, Peter Dvorsky, Les Carlson, Jack Creley, Lynne Gorman

  • Regie:David Cronenberg

  • Kamera:Mark Irwin

  • Autor:David Cronenberg

  • Musik:Howard Shore

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