Wasser für die Elefanten

 USA 2011

Water for Elephants

Drama, Romanze 29.04.2011 ab 12 114 min.
6.90
Wasser für die Elefanten

In der aufwändigen Verfilmung von Sara Gruens gleichnamigem Bestseller wird eine vergangene Ära wieder lebendig und ein Zirkus zum Schauplatz dramatischer Ereignisse. Im Mittelpunkt steht eine magischen Liebe, die aller Widerstände zum Trotz zwei Menschen verändert und ein Leben lang hält.

1931 hat die Große Depression, eine der schwersten Wirtschaftskrisen der Geschichte, Amerika fest im Griff. In dieser Zeit durchlebt auch Tiermedizinstudent Jacob Jankowski (Robert Pattinson) seine größte Krise. Nach einer familiären Tragödie lässt er sein altes Leben hinter sich und schließt sich als Tierarzt einem Zirkus an. Hals über Kopf verliebt er sich in die Kunstreiterin Marlena (Reese Witherspoon) und sie sich in ihn. Beide entdecken in der Zuneigung zu der eigensinnigen, als nicht dressierbar geltenden Elefantendame Rosie ihre Gefühle füreinander. Doch diese Romanze ist ein riskanter Drahtseilakt. Denn Marlena ist mit Zirkusdirektor August Rosenbluth (Christoph Waltz) verheiratet, einem Mann, der so charismatisch wie auch unberechenbar und gefährlich ist.

Details

Robert Pattinson, Reese Witherspoon, Christoph Waltz, James Frain, Hal Holbrook
Francis Lawrence
James Newton Howard
Rodrigo Prieto
Richard LaGravenese, Sara Gruen
Foxfilm
ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die armen Elefanten
    Ein treffenderer Titel wäre wohl gewesen ‘Prügel für Pattinson‘. Diese Zirkus-Schmonzette überzeugt in keinster Weise, obwohl es fast kein Klischee des Genres auslässt. Lediglich Zirkusdirektor Rosenbluth (Christoph Waltz) kann den Film vor dem totalen Absturz retten. Er ist zwar etwas geschwätzig, gibt aber den bestialischen Tierquäler sehr überzeugend, inklusive das von ihm inszenierte Liebesspiel der beiden Turteltauben Reese Witherspoon (Frau Direktor Rosenbluth) und Mädchenschwarm Robert Pattinson (Jacob), auch mal in Zeitlupe. Seine Figur scheint nur dazu angelegt zu sein, die Sympathiewerte für das Liebespaar in die Höhe zu katapultieren. Damit es auch ein Film für die ganze Familie ist, gibt es auch nur keusche Küsse und sanfte Aufeinanderroller. Andererseits gelingt es fast nie, eine Zirkusatmosphäre zu schaffen. Eher ein für die Depression typisches Boxcar-Bertha-Feeling mit dem Zirkus auf Schienen, der sich unentwegt selber feiert. Lediglich die Elefantenkuh Rosie arbeitet an der Zirkusfront. Nach kurzem Chaos erwartet man Rosenbluths Ende und das kommt pünktlich wie das Amen in der Kirche. Auch klar, dass es die gequälte Kreatur ist, die dann zurückschlägt. Das glückliche Happy End ist wunderschön und wird durch eine Retro gefühlsmäßig verfeinert. Dennoch bleibt der Film letztlich an der Oberfläche, trotz zweier kleiner Schocker bleibt er saft- und kraftlos. Und die Lautstärke der deutschen Synchro schwankt zwischen überlaut und mucksmäuschen, mal genuschelt, mal gebrüllt. Keine Werbung fürs Circensische.

  • Gefühlvoll - 1
    Gib Mal die Ringe aus den Ohren dann bist du Vielleicht nicht taub. Sagt der OPA zum Jungen. Ja das denke ich mir auch manchmal bei Leuten die so Aussehen und die Ohren voller Ringe haben, mehr als bei den Olympischen Spielen.

    Den Roman von dem tollen Film hat wie so oft 'ne Frau geschrieben. Sara Grün hieß die Dame. 2006 war das und 2011 kam dann der 118 Minuten Film ins Kino, den Francis Lawrence als Regisseur führte.

    Ich glaube am besten gefiel mir wie immer Christoph Waltz der ein 55 Jähriges Genie ist, wie halt viele Wiener und die sehr glaubhaft wirkende Reese Witherspoon die ja Marlena Rosenbluth spielt, die Ehefrau von August den Waltz eben spielt.

    Robert Pattinson so ohne Vampirzähne ist nett als Jacob Jankowski. Hal Holbrook übrigens spielt den alten Jacob, in der Gegenwart von 2011, Hal ist übrigens Vielleicht bekannt aus dem Sender Hope Channel, er ist ja Siebenten Tags Adventist und er führt die hervorragende Serie „Die Erben der Reformation“ über die Entstehung der Reformation eben, eine echt sehr gute Doku Serie. Sehr zu empfehlen.

    Hier wirkt Holbrook wie ein alter OPA, einer den man haben möchte, einer der erzählt was damals 1931 war, ja vor so langer Zeit. In einer Zeit in der Ken Foree den EARL spielt, und in dem die Elefantenkuh ROSIE mitspielt, die zwar keiner kennt, aber immerhin.

    Die Handlung ist echt gut, Hal Holbrook spielt den alten Jacob der seinen Sohn sucht, er trifft auf 2 Zirkusmitarbeiter. Und so kommt er einfach ins erzählen, denn in der größten Zirkuskatastrophe der USA war er anwesend, und schon 5 Minuten nachher, folgt der gespannt zusehenden Kinogänger, der meiner Meinung nach, hervorragenden guten Filmhandlung, in der Pattinson eben den Jungen Jacob spielt.

    Es war die Zeit der großen Depression, so um 1930, als Jacob erfährt dass seine Eltern tot sind, so kurz vor seinem 24. Geburtstag. Und nun fangen die Probleme an. Das Haus ist nicht abbezahlt, angeblich überall Schulden , und wäre Jacob studieren gegangen, ja dann wäre es besser gewesen. Nun hat der Vater von Jacob Schulden gehabt, er war angeblich sehr verantwortungslos, denn er nahm statt Geld, von Armen Leuten auch Lebensmittel und Hühner. Wie es damals oft üblich war. Doch die Bank spielt da nicht mit und da ja Schulden oft vererbbar sind, muss nun Jacob für seinen Vater bluten.

    Tja was soll nun Jacob machen? Alles ist weg, das Haus gepfändet. Er zieht aus der Stadt aus und wandert über die Eisenbahngleise wo er einen Zirkus Zug kommen sieht. Er springt auf. Benzini Brothers sind die Besitzer, und in Zukunft auch seine Arbeitgeber.

    Da ja Jacob Tiermediziner ist hat er hier Glück, denn man braucht ihn für einen Elefanten, und zwar 'ne Elefantenkuh die man gekauft hat für dein Zirkus weil das Pferd dass man immer für die Tricks hatte, gestorben ist.

    Schon hier habe ich gewusst, es ist einer der besten Filme die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Nicht nur dass der Film eine herrliche Off Stimme hat, nein er hat auch durchaus glaubhafte Charaktere, die Nebenrollen sind gut besetzt, der Film, das Drehbuch, geht auf die einzelnen Leute ein, recht gut, und man hat das Gefühl als wäre man im Film. Die Probleme, die Wünsche, das Lachen, die Trauer, die Tränen all das was ein guter alter Film früher hatte, hat dieser auch.

    Gute alte Zeit - 4
    Übrigens dass tolle Abendkleid dass mit Perlen und Maribufedern von Marlena, dass nahm man weil man sich die alten Filme mit Jean Harlow angeguckt hat, einer wunderbaren Schauspielerin der alten Zeit, die damals schon 'ne Diva war, nur wusste man das nicht so sehr.

    Übrigens war ursprünglich Sean Penn statt Waltz vorgesehen und Channing Tatum statt Pattinson, aber dass wäre Vielleicht im Falle von Pattinson besser gewesen aber da bin ich mir nicht sicher.

    Ich jedenfalls habe weniger geheult bei dem Film als meine Alte die ein ganzes Sportstadium füllen könnte mit Tränen.

    Nun was bleibt? Ein hervorragender Familienfilm, Super Empfehlen, sehr einfühlsam, kleine Fehler, ein Film den man sich sehr oft ansehen kann, der zum Träumen einladet und echt gut ist.

    93 von 100 Punkten.

    Sehr schön - 3
    Derzeit prüft sogar 'ne Tierschutzbehörde ob die Dreharbeiten für die Tiere gut abliefen, denn die Szenen sehen echt aus und man weiß ja noch von damals von den alten Zombie und Kannibalen Filmen der 80 er Jahre, man hat damals echte Tiere gequält oder für den Film einfach umgebracht, dass sollte die Leute anekeln, damals hatte man keinen Computer, echt ekelige Dinge. Aber das ist glücklicherweise schon vorbei.

    Die Stars der Filme sind auf alle Fälle die Elefanten, die sind super, Waltz ist ein Hit und wäre ich 'ne Frau würde ich ihm einen Heiratsantrag zusenden. Er kann seine Rollen so echt spielen, so mit Intensität, einfach super, der Typ verdient echt nen Oscar den er eh schon hat.

    Klar hat der Film viel Szenen die Kitsch sind, Vielleicht nicht nötig sind, aber wer so auf Alte Dinge steht wie Waltons, Unsere kleine Farm und andere Serien der 70 er und 80 er Jahre, wird den Film auch irgendwie mögen. Sicher hat man den familiären Effekt hier nicht so gut darstellen können, da es ja hauptsächlich um Pattinson und Witherspoon geht, deren Liebe etwas blass wirkt, was daran liegt dass sie einfach zu wenig gut Schauspielen können und das Drehbuch zu wenig von Ihnen abverlangt. Macht aber nichts, jeder Film hat so seine Macken und Kanten.

    Was mir auch im Film gut gefallen hat, ist der Pathos den der Film versucht zu vermitteln allerdings nicht so mit der Holzhammermethode wie in alten US Kriegsfilmen, aber immerhin auch ein bisschen. Macht aber nichts, ich verstehe es. Es ist die Zeit der Depression, Pathos und Patriotismus ist einfach was wichtiges wenn die Wirtschaft im Arsch ist.

    Das baut die Leute auf. Patriotismus ist die Religion für die armen Arbeiter.

    Als Waltz auftauchte, als betuchter Zirkusdirektor, ja da wusste ich, der Film kann nur gut werden.

    Was schade ist, dass das Prickelnde Liebesgefühl, die Beziehung, die Zuneigung zwischen Marlena und Jacob nicht so gut gefunkt hat, was sehr gut funkt, zuerst vertraut August dem Jacob und dann entdeckt er dass er der gehörnte Ehemann ist, uff der kann austicken, gefährlich, ruhig und wohlüberlegt, ich möchte mich mit Waltz nicht anlegen. Schade dass man aus den Rollen nicht so viel machen konnte wie ich mir das gedacht habe, aber macht nichts. Das Buch soll angeblich sehr gut sein aber das brauche ich nicht, ich kenne ja jetzt den Film.

    Was mir auch noch auffällt, die Musik ist nett, die ist nicht so super aber sie passt zu den 30 er Jahren, Pattinson ist meiner Meinung nach zu berühmt für die Rolle, der ist ein Superstar, man hätte lieber einen anderen nehmen sollen, das finde ich wirklich. Man sieht sein hübsches Gesicht, denkt an Bella und das lenkt Vielleicht vom Film ab, außerdem ist er jetzt nicht so der Top Darsteller den man sich gewünscht hätte. Reese passt super, aber leider ist sie nicht immer so ein Talent.

    Ach ja, gedreht wurde der Zirkusfilm oft in Südkalifornien weil es dort exotische Tiere und Bahngeleise gab. Die Requisiten waren übrigens echt. Das größte Zelt, das Hauptzelt, maß 48 mal 30 Meter, überspannte eine Tribüne, die Platz für bis zu 800 Zuschauer bot. Und man muss sich Mal vorstellen dass alles aufbauen, das ist 'ne Heidenarbeit.

    Jedenfalls hat man sich bei dem Film auch wegen den Requisiten viel Zeit genommen, denn das Zelt baute man erst dann nach als man über 10.000 Fotos von alten Zirkuszelten und Zirkus Sonstigen Dingern durchgeackert hat. Nicht einfach die Arbeit.

    Glaubhaft - 2
    Dass wofür Jacob gebraucht wird ist dass Dressieren von Rosie, die mit Ihren 53 Jahren schon zu den alten Elefanten gehört. Der einzige der mit Ihr was anfangen kann ist eben Jacob, und er weiß auch wieso. Rosie hat ein Geheimnis dass nur er kennt.

    Während seiner Arbeit verliebt er sich in Marlena. Auch kein Wunder, denn Reese ist schon ein richtiger altmodischer Hau drauf Haudegen Frauentyp. Die ist witzig, sie ist spritzig, sie ist 'ne Kunstreiterin, sie ist eine Frau die nicht lange Federlesen macht, die Ja meint und Ja sagt, die tut was man Ihr sagt und die auch innerlich wohl eine sehr zerbrechliche Person ist.

    Oft merkt man leider im Film nicht immer was wer wie denken kann und wieso, doch Reese und Pattinson sind so die richtigen Leute die für diesen Film geschaffen sind. Leute mit einem etwas altmodischen Gesicht, einem Gesicht dass nicht so modern ist, dass geziert ist von blöden Grinsen oder sonstigen Grimassen, nein ernst, erwachsen, nachdenklich und trotzdem lustig.

    Was mir am Film am besten gefällt ist der Zirkus, Oh Mann wer das Leben kennt dort, der weiß wovon ich rede. Du springst aus dem Zug oder aus dem Wagen raus. Es ist in der Frühe, die Arbeit fängt an, ein Heer von Arbeitern zäumt die Zelte auf, während die Tiere in den Käfigen auf Ihr Futter warten. Jeder arbeitet mit jedem, keiner gegen den anderen und alle sind sie wie 'ne Familie.

    Sicher gibt es weitaus bessere Zirkusfilme, wie den Film damals mit Charlton Heston und John Wayne, der ist unübertrefflich, eh klar, aber der hier ist meiner Meinung nach ein Film der ein bisschen wenigstens in die Fußstapfen treten kann. Nur dass er eben kein Zirkusfilm ist, zu viele andere Begebenheiten beherbergt der Film in seinem authentisch wirkenden Drehbuch.

    Das Problem im Film sind nicht die Tiere, sondern die Liebe. Hier passt die Liebesgeschichte. Na Ja, Marlena ist unglücklich mit Ehemann August, dafür glücklich mit Pattinson.

    Nun fängt das Drama an. August kommt hinter die Beziehung, oder die Liebelei und bringt Jacob fast um. Die 2 flüchten und landen in einer Kleinstadt, werden aber von August und Konsorten aufgespürt, der Marlena halb umbringt. Das führt wiederum dass Jacob einen kleinen einsamen Rachefeldzug begehen will, aber nicht so plump wie in Rachefilmen, sondern eben eher anders, eher so gefühlvoll. Schließlich liebt er ja Marlena, er will zwar August töten aber er ist kein Mörder, er wirkt eher wie ein gekränkter Liebhaber, aber einer der es ernst meint.

    Tja, ob dass nun gut geht kann man im Kino sehen, ist auf alle Fälle Wert sich den Film anzusehen.

    Sicher ist er jetzt kein spannender Film sondergleichen aber ein Drama wie es sie selten gibt, denn der Film geht ins Herz, er spielt mit Emotionen und kann das so richtig zeigen. Ich hätte gerne mehr vom Zirkus und von dem Leben gesehen, aber in dem Drehbuch geht es um andere Dinge.

    Dafür gibt es schöne Drehorte, denn der Film hat eine ganze Palette davon. Gedreht wurde in Los Angeles; in Chattanooga, Tennessee und in Chickamauga, Georgia. Lauter schöne Fleckchen da die Amerika hat.

    Übrigens hat die Story nen wahren Hintergrund, Leute und Elefanten gab es wirklich, man fand in den letzten Jahren raus dass die Tiere mit Elektroschocks gefügig gemacht wurden. Klar wurde im Film kein Tier verletzt und wenn es haarig wurde für die Tiere hat man den Computer verwendet. Ehrlich, ich sah davon nichts, ich dachte mir nur, Oh mein GOTT, die armen Tiere.