We need to talk about Kevin

 USA/GB 2011
Drama, Thriller 05.10.2012 ab 16 112 min.
7.50
We need to talk about Kevin

Regisseurin Lynne Ramsay enthüllt erst nach und nach das Familiendrama, spannend und bewegend. Sie zeigt, wie die glückliche Familie in eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes schlittert.

Die ehemalige Star-Abenteurerin Eva (gespielt von Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton) trägt eine schwere seelische Last. Grund ist ihr Sohn Kevin, der bereits als Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen. Während Vater Franklin (John C. Reilly) an seinem Sohn nichts Ungewöhnliches sieht, ist Eva besorgt über die mangelnde Empathie und seine Lust an Zerstörung.

Details

Tilda Swinton, John C. Reilly, Ezra Miller, Jasper Newell u.a.
Lynne Ramsay
Jonny Greenwood
Seamus McGarvey
Lynne Ramsay, Rory Kinnear
Polyfilm
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Menschliches Monster
    Es ist einer der schlimmsten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. So schlimm, dass ich noch Stunden später sprachlos und starr war. Dabei sehen wir eine wahnsinnig beeindruckende Tilda Swinton als Mutter und die technische Machart des Films ist ganz große Klasse. Regisseurin Lynne Ramsay erzählt vom Heranwachsen eines menschlichen Monsters (Ezra Miller). Genau wie die literarische Vorlage wird fast kein Aspekt ausgelassen, der als Erklärung für diese Fehlentwicklung herhalten kann.
    Die Mutter wird als Einzige vom massenmordenden Sohn verschont. Sie hat die Entwicklung ihres Sohnes hautnah miterlebt, sich mit Erziehungsversuchen erfolglos an ihm gerieben. Vater Franklin (John C. Reilly) und Schwester Celia (Ashley Gerasimovich) werden von Kevin gehasst und je nach Nützlichkeit eingesetzt. Das schwankt zwischen gespielter Freundlichkeit und verbissener Ablehnung.
    Die bemerkenswerte Schnitttechnik vermeidet eine Chronologie der Ereignisse und vermittelt immer wieder Einblicke in das furchtbare Ende und in Ereignisse, die nach der schrecklichen Bluttat liegen. Das verstärkt die Wirkung ungemein, ja es verstört und martert die Emotionen der Zuschauer, die von einer Fassungslosigkeit in die nächste gestürzt werden. Auch wenn einem das finale Horrorszenario mit Pfeil und Bogen erspart bleibt, ist man zu tiefst in der Seele getroffen. Wobei das Schlimmste dabei ist, dass es keine befriedigende Erklärung für Kevins Verhalten gibt. Drum sollte der Film besser ‘Watching Kevin‘ heißen.