Wicker Man - Ritual des Bösen

 USA 2006

The Wicker Man

Horror, Thriller 01.11.2006 102 min.
3.60
Wicker Man - Ritual des Bösen

Nicolas Cage gerät auf der Suche nach einem verschwundenen Mädchen auf eine geheimnisvolle Insel mit merkwürdigen Riten und Traditionen.

Police Officer Edward Malus (Nicolas Cage) befindet sich auf einem kalifornischen
Highway auf Streife, als er eine Kombi-Limousine anhält. Wenige Augenblicke später, Edward
will gerade die aus dem Autofenster gefallene Puppe des kleinen Mädchens aufheben, rast ein
außer Kontrolle geratener Truck in den Wagen. Das Auto fängt Feuer, Edward kann Mutter und
Kind nicht mehr rechtzeitig befreien, bevor der Wagen explodiert. Monatelang schluckt Edward
Beruhigungsmittel, um die Gesichter der Opfer aus seinem Bewusstsein zu verdrängen.

Unerwartet bekommt Edward eine zweite Chance: In einem ungestempelten Briefumschlag erreicht ihn ein verzweifelter Hilferuf seiner Ex-Verlobten Willow (Kate Beahan). So plötzlich Edwards Beziehung zu Willow vor Jahren begonnen hatte, so unerwartet verließ sie ihn auch wieder. Aber jetzt ist ihre Tochter Rowan
verschwunden - und Edward ist der Einzige, dem Willow das Auffinden ihrer Tochter zutraut.
Sie bittet ihn, auf die Privatinsel Summersisle zu kommen. Ein Ort, an dem die Bewohner
eigentümliche Traditionen bewahren, die anderswo längst in Vergessenheit geraten sind.

Edward packt die Gelegenheit beim Schopf, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen -
schon bald sitzt er in einem Flugzeug mit Kurs auf die Insel vor der Nordwestküste der USA.
Nichts ist so, wie es scheint, auf der abgelegenen Insel Summersisle, in der eine
archaische Kultur - überwacht von der Matriarchin Schwester Summersisle (Ellen Burstyn) -,
eingebunden ist in eine geheime Tradition und ein heidnisches Fest, der "Tag des Todes und der
Wiedergeburt" genannt. Die in sich gekehrten und verschwiegenen Inselbewohner machen sich
über Edwards Ermittlungen lustig, behaupten, ein Mädchen namens Rowan hätte dort nie
gelebt... oder falls sie es je tat, so sei sie nicht länger am Leben.

Was Edward aber noch nicht weiß, ist, dass der Hilferuf Willows mehr für sein Leben
bedeutet, als nur die Chance, die Schatten seiner Vergangenheit zu sühnen. Je weiter er die
streng gehüteten Geheimnisse Summersisles entwirrt, desto mehr verstrickt er sich in ein
Gespinst uralter Lebensweisen und mörderischer Täuschungsmanöver - und jeder Schritt näher
an das verlorene Kind bringt ihn auch einen Schritt weiter in Richtung der größten Bedrohung
von Summersisle: des Wicker Man.

Details

Nicolas Cage, Ellen Burstyn, Molly Parker, Leelee Sobieski, Kate Beahan u.a.
Neil LaBute
Angelo Badalamenti
Paul Sarossy
Neil LaBute nach Anthony Shaffer
Warner Bros.

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der Korbmann
    Eigentlich halte ich Neil LaBute für einen ernstzunehmenden Regisseur. Aber was er sich hierbei gedacht hat, erschließt sich mir nicht. Will er die Welt der Esoteriker als eigenes Universum karikieren, in dem eigene Gesetze gelten, dazu braucht’s mehr bissige Satire. Da reicht es nicht, wenn John Cage als ermittelnder Cop mal so ganz plötzlich einer ‘Schwester‘ einen Schwinger versetzt oder sich mit ‘Schwester‘ Honey (Leelee Sobiesky) prügelt.
    Oder aber soll hier wieder einmal ein alter keltischer Brauch dokumentiert werden? Das Verbrennen eines Mannes als Opfergabe an die Götter in einem Weidengeflecht, das die Form eines Menschen hat? Dann passen die Rückblenden in s/w ebenso wenig wie unrealistische Einblendungen, wenn auf einem Schiff ein Zug durchs Bild fährt.
    Vielleicht ist es ja der emanzipatorische Aspekt, der hier zum Tragen kommt: ein Frauenstaat, ähnlich dem der Bienen, angeführt von Schwester Summersisle (Ellen Burstyn), der die Männer als stumme Drohnen bezeichnet und sie nur zur lieblosen Fortpflanzung braucht. Dazu fehlt die nötige Konsequenz und die Vater-sucht-Tochter-Story wirkt etwas daneben.
    Man kann eventuell darüber schmunzeln, dass diesmal der edle John-Tempelritter-Cage als Opfer im geflochtenen Manderl sitzt und dass seine Ex auf den Namen Weidenbaum hört. Versatzstücke aus ‘Killerbienen‘, dem ‘Fog‘ und den ‘Trauernden Gondeln‘ werden erkennbar eingesetzt und so entsteht eine kryptisches Gemisch aus Horror, Cop-Thriller, Folklore Doku und ein bisschen Mystery. Nicht aus einem Guss, sondern ganz schön viel verschüttet. K.V.


  • Den Film als Horror,Thriller einzustufen ist ein schlechter Scherz.
    Genau genommen ist der ganze Film ein schlechter Scherz.
    Die einzige Art von Spannungen die bei diesem Film entstehen sind:
    genervte Spannungen (aufgrund vorhersehbarer Handlungen, unsinnige Dialoge, lächerliche Szenen, ...) und Spannungen nach dem Filmende - ob man das noch übersteht.
    Tipp: Erspart euch die Qual und das Geld!!!