Wie beim ersten Mal

 USA 2012

Hope Springs

Drama, Komödie 28.09.2012 100 min.
6.30
Wie beim ersten Mal

Nach 30 Jahren Eheleben ist die Beziehung von Kay (Meryl Streep) und Arnold Soames (Tommy Lee Jones) in freundlicher Langeweile erstarrt. Ein Paartherapeuth (Steve Carelbpsoll ihr Eheleben wieder aufpeppen.

Seit nun knapp 30 Jahren sind Maeve und Arnold Soames (Meryl Streep und Tommy Lee Jones) verheiratet. Zufrieden. Denn so richtig glücklich sind sie schon länger nicht mehr. Die Kinder sind aus dem Haus, haben ihr eigenes Leben und entließen die beiden in allzu vertraute Zweisamkeit. Die Ehe ist zu einer Gewohnheit geworden, was fehlt, ist das Knistern, gerne auch das von Erotik. Maeve bucht einen Paarberatungskurs bei Dr. Bernie Feld (Steve Carelb~ Mürrisch und wenig begeistert folgt Arnold seiner Gattin in ein Wochenende, das noch so manche Überraschung bereit hält...

Die dreifache Oscar-Preisträgerin Meryl Streep (WENN LIEBE SO EINFACH WÄRE, MAMMAMIA!, DIE EISERNE LADY) empfiehlt sich mit ihrer gefühlsstarken Darstellung einer einfachen Ehefrau mit ganz alltäglichen Wünschen und Bedürfnissen für ihren nächsten Oscar. An ihrer Seite brilliert Oscar-Gewinner Tommy Lee Jones in einer aufsehenerregenden schauspielerischen Leistung voller kleiner Gesten und Blicke, die Bände sprechen. Dem damit wohl überraschendsten Leinwand-Traumpaar des Kinojahres steht schließlich als allwissender Ehe-Berater Dr. Bernard Feld kein geringerer als Comedy-Star Steve Carell (DAN - MITTEN IM LEBEN, CRAZY, STUPID, LOVE) gegenüber.

Details

Meryl Streep, Tommy Lee Jones, Steve Carell, Elisabeth Shue
David Frankel
Theodore Shapiro
Florian Ballhaus
Vanessa Taylor
Thimfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Quelle der Hoffnung
    Der deutsche Titel ist nicht nur unpassend, er stimmt auch überhaupt nicht. Es soll doch nicht so sein wie beim ersten Mal (erfahrungsgemäß hängt da ja nicht gerade der Himmel voller Geigen), sondern Kay (Meryl Streep) will einfach nach über 30 Ehejahren etwas Leidenschaft in ihre Beziehung bringen. Ihr Mann Arnold (Tommy Lee Jones) kann das gar nicht verstehen. Er ist zufrieden, so wie es ist.
    Der Ort, wo die Ehetherapie stattfindet, heißt Hope Springs. Das nette Wortspiel geht verloren (‘Quelle der Hoffnung‘).
    Regisseur Frankel zeigt die beiden nicht aufgehübscht. Auch wenn Meryl dezent geschminkt ist. Und es gibt in den therapeutischen Gesprächen mit Dr. Feld (Steve Carell) und im Verhalten der beiden involvierten Personen eine Mischung aus Klischees und Tiefenanalyse. Die beiden großartigen Darsteller verhindern Peinlichkeiten. Man nimmt ihnen die Aufrichtigkeit einfach ab. Ist die Reaktion von Kay anfangs noch gehemmt und genant, blockt Arnold total. Es entsteht eine interessante Entwicklung, in deren Verlauf der eine die andere schon mal überholt. Angeordnete Annäherungsübungen gehen buchstäblich in die Hose. Erst ganz am Ende floaten die zwei Oldies frei auf einander zu und mit einander davon.
    Meryl kennt man in solchen Rollen. Das macht so grandios (unsicher, betreten, hilflos). Tommy Lee, der alte Haudegen, findet sich überzeugend in seine Rolle hinein. Er ist überraschend gefühlvoll, bockig, grantelnd. Die Zuschauer können bei dieser oder jener Bemerkung, von welcher Seite auch immer nicken, losprusten oder die Beckerfaust machen. Eine gekonnte Analyse von Eheproblemen., die aber nur gelöst werden, weil die beiden sich immer noch lieben. Sonst sprießt da keine Hoffnung sondern Scheidung.

  • ruhig aber gut - 1
    Ja es gibt sie noch die Filme die 102 Minuten dauern.
    Es gibt sie noch die Filme wo alte Schauspieler mitspielen.
    Es gibt sie noch die Filme die am Anfang langweilig und einfach sind und nachher super werden.
    Es gibt sie noch die Filme welche ein Kammerspiel sind aber wirken als wären sie die ganze Welt.
    Es gibt sie noch Filme mit Darstellern wo du in einem Gesichtsausdruck mehr siehst als bei Steven Seagal im ganzen Leben oder anderen Konsorten mit den 2 Ausdrücken Gesicht.
    Es gibt sie noch die Filme mit kleinem Budget und großer Geschichte.
    Ja der Film hat 30 Millionen US $ gekostet und 63 eingespielt, weltweit an die 100 Millionen US $, und wem der Film gefällt, der wird auch Filme wie „Ziemlich beste Freunde“ oder „Juno“ oder gar noch ähnlichere Filme wie „About Schmidt“ oder „Iris“ den ich auch nie vergessen werde.

    Der Film ist einfach gestrickt ja stimmt, und es geht eigentlich nur um ARNOLD SOAMES, den Tommy Lee Jones perfekt spielt und KAY die von Meryl Streep super perfekt gespielt wird. Es geht um 2 Leute die 31 Jahre verheiratet sind, 2 Kinder haben er ist Steuerberater einer eigenen Kanzlei, er ist ein Geizhals, ein Zyniker und ein Mensch den nichts aus der Ruhe bringt, er sieht gerne Golf, er kümmert sich nicht um seine Frau und er ist von sich sehr überzeugt.

    KAY dagegen in dem Film der mit herrlicher gute Musik unterlegt ist, Musik die sogar zu dir spricht und dir sagt, dass sollst du denken und das denken die Darsteller, ja so etwas gibt es, Musikuntermalung, die eine gewisse Aussage verfolgt und dem Zuseher was beibringen will, die wichtige Romantische oder gefährliche Seiten unterstreicht die Menschen so haben also KAY dagegen ist die Frau die eher ein romantisches Hühnchen ist, versteckt romantisch aber eher. Sie ist ein Mensch der viel schluckt, der sich gewöhnt, die Ihren Mann liebte und noch immer liebt, die ihm immer treu war wie er ihr.

    Doch sie will was anderes, sie will Liebe, sie will Ihren Ehemann zurück. Wieso zurück? Naja, er schnarcht und sie schlafen getrennt in Zimmern, die Kinder sind ausgezogen und haben schon selber Familie, sie sind glücklich und besuchen die Eltern sehen. Die Einsamkeit nach der Verpflichtung perfekter Eltern zu sein ist einfach zu groß und so leben sie Ihr karges einfaches Leben.

    ARNOLD ist ein Mensch der dauernd Ruhe haben möchte, der beim Golf TV einschläft und KAY die ihm seit 32 Jahren immer 1 Spiegelei und Speck in der Pfanne brutzelt und Ihr Leben ebenso gewohnt ist, will einfach nur Umarmt werden geküsst werden und leidet still dahin.

    Doch eines Tages reicht es KAY und man kann es verstehen nur wieso kam sie früher nicht drauf? Im Leben braucht alles Zeit, wie auch der Film der langsam seine Geschichte aufbaut. Nach dem fertig modellieren der Charaktere, aber nur so viel was wichtig ist, nicht zu viel, nicht unnötige Dinge, da hat KAY beschlossen zu Dr. BERNARD FELD ins 1.500 Meilen entfernte Maine zu fahren um dort eine 6 Tägige Paar Therapie zu absolvieren die mit allem im ganzen 4.000 US $ kostet.

    Alleine bei dem Gedanken schon wird dem ruhigen ARNOLD fast übel daran, er denkt ans Geld, an den Unsinn, doch als alles fast schon zu spät ist, taucht er im Flieger auf. Eigentlich nur um nicht alleine zu sein, denn Einsamkeit mit KAY geht ja noch aber Einsamkeit ganz ohne sie, das hält er nicht aus, da würde er durchdrehen und ein Säufer und Fremdgänger ist er nicht.

    Der Film der herrlich durchgezeichnet ist, der seine Darsteller dort hat wo sei sein sollen, jede Mimik, jede Geste, die nicht aus dem Drehbuch zu kommen scheint, Improvisation, ja so sind alternde Darsteller wirklich gut das zeigt Jones und Streep, ja Ihr Können und das wie man sieht sehr glaubhaft.

    etwas ruhig der Film - 3
    Ich finde der Film hat vieles was andere nicht haben, Ruhe, Würze, Komödie, er hat aber wenig Spannung, er ist leidlich spannend, aber durch die Schauspielkunst durch den Anspruch, durch die Musik ist der Film wieder ein brenzliges Stück Solarium Zelle auf deiner Haut, gerade durchgebrannt, aber nicht so sehr, gerade so sehr das es bis auf die Knochen schmerzt aber nicht mehr. Das reicht doch, und so verbleibt ein schöner ruhiger Filmgenuss mit 88,10 von 100 Punkten.

    Ich würde noch sagen die Moral nimmt dir mehr Zeit für die Leute die du kennst, sie könnten morgen sterben oder übermorgen schon tot sein. Lebe den Tag als wäre er dein letzter und verbringe so viel Zeit wie möglich mit deine Freunden, denn Geld kann dich nicht retten und dich nicht glücklich machen und wenn du mal alt wirst und krank wird dein Freund oder Partner dir den Arsch wischen und nicht ein bezahlter Butler aus Übersee.

    super gespielt - 2
    In so manchen Szenen musst du mit den Tränen kämpfen, und in so manchen musst du lachen und trotzdem ist der Film nicht kitschig, selten langweilig und einfach eine Gewohnheit. Ich dachte mir mit meiner Alten, besser so ein Film als auch 'ne Therapie, man muss sich einfach einlassen auf das Ganze, wie der Boden auf mein Putzmittel, einlassen und sich überraschen lasen was passiert.

    Dr. FELD der von Steve Carrell gespielt wird, der dieses Mal ernst und ruhig wird, der sogar die Beschimpfung von ARNOLD wegsteckt, schießt förmlich auf KAY zu, die ihm alles ausplaudert was er zu wissen gedenkt, doch nicht um seine Befriedigung zu stillen, nein er hat gute Gründe, er hat sich in den Kopf gesetzt den 2 zu helfen, auf ihrem letzten Weg. Wie er so schön heißt manche hätten nie heiraten sollen aber ARNOLD und KAY schon und auch wenn es Zeiten gibt wo es sehr lange schlecht bleibt man muss eben in guten und schlechten Tagen zusammen bleiben.

    Es gibt viele Filme die gutes und schlechtes zeigen aber Einsamkeit und schlechtes, das ist selten im Film, der ruhig anfängt und laut endet, aber nicht mit einem Knall sondern mit einer Überraschung.

    Im Film sind Überraschungen nicht immer gut aber immer wohltuend, denn wo anfangs KAY Ihren Mann da nicht hinbrachte, hat er dann wieder die Meinung vertreten und hört auf en zuvor gehassten Therapeuten der ihm an die 200 US $ pro Stunde, im Preis inbegriffen, abknöpft.

    Zu lange haben beide nicht an früher gedacht, zu lange gingen sie eigene Wegen und da muss ich sagen da wird der Film eher spannend und anspruchsvoll. Der Film ist laut Beschreibung 'ne Komödie, doch hält sich hier die Komödie mehr im Hintergrund mehr Drama und Anspruch zeigt die Filmperle für ruhige Gemüter in Ihren 102 Minuten Film.

    Mimi Rogers die in einer kleinen Rolle CAROL die Nachbarin spielt und Elisabeth Shue die ich lange nicht mehr sah, die spielt KAREN, die Bardame, auch die ist für 'ne Überraschung gut für 'ne kleine.

    Ich frage mich wie ein Städter in einer Kleinstadt leben kann, Ich kann es nicht und bin auch froh darüber, aber man sieht die Kleinstadt lohnt sich, denn hier hat man Ruhe um sein oft unnötig gestresstes Leben zu überdenken, wie oft gehen wir den Weg des Geldes und des Neides, des Zornes und der Abscheu, wie selten gehen wir de Weg der Verständigung wie selten können Menschen reden über Ihre Wünsche, gar ihr Sexleben was im Film vor kommt und ziemlich gut gelöst wird, mit herrlicher Mimik und Schauspielkunst von Jones, wie sehr können wir über Mord und Totschlag reden doch was unser Herz betrifft da sind wir geistige Krüppel, einfach schade darum das Leben ist so kurz.

    Dass Jeff Bridges nicht mitgespielt hat was er wollte war gut ich mag beide, aber Jones war in dem Film besser, und was über bleibt ich weiß nicht, ein Film den man überdenkt den man fühlt den man morgen noch weiß, auch wenn er stinklangweilig ist eigentlich, als Gesamtkunstwerk kann man sich so einen ruhigen Film nur im Kino ansehen denn zu Hause würde ich gnadenlos vorspulen aufs Ende, doch im Kino wo so alles dunkel ist, wo du lachen und weinen kannst und dich konzentrieren musst, wo die Hand deiner Holden auf deiner Hose ist und dein sonst wo unter Ihrer Hose, ja da denkst du dir eigentlich nur, was ist wenn ich in 40 Jahren genauso ein Kerl werde oder wir.