Wie ich den Krieg gewann

 GB 1967

How I Won the War

Komödie, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 109 min.
5.80
Wie ich den Krieg gewann

Richard Lesters geniale Kriegssatire mit John Lennon in der Hauptrolle.

Der Film erzählt von einer britischen
Einheit im Zweiten Weltkrieg in Nordafrika, angeführt von Lieutenant
Goodbody, die hinter die feindlichen Linien vordringen und dort ein
Cricket-Feld für einen prominenten Besucher errichten soll. Die
Mitglieder der Truppe, von der nur zwei Männer überleben,
sind ein ehemaliger Angehöriger der britischen Nazipartei, ein
zynischer Sergeant, ein Feigling, ein Clown mit roter Nase, ein dicker,
kummervoller Soldat und drei andere Männer. In jede der bewusst
blutig inszenierten Sterbeszenen ist aktuelles Nachrichtenmaterial
hineingeschnitten. (Ronald Bergan)

Wenn wir ins Hotel kamen, war ich immer der Dritte, der ins Badezimmer
durfte. Vor mir war Michael Crawford an der Reihe. Michael musste
all das falsche Blut und die Klebemittel abwaschen, in kaltem Wassser,
denn es gab kein heißes Wasser. Ich hatte das Zimmer über
dem Koch, der immer um fünf Uhr morgens aufstand, um die Eier
zuzubereiten, damit sie rechtzeitig für uns kalt wurden. Das
war in einer kleinen Stadt bei den Bendesdorf-Studios in der Nähe
von Hamburg. Wir kamen an, um den Film zu drehen, und ich ging mit
John Lennon und Michael Crawford zu einer Pressekonferenz. Als ich
ins Hotel zurückkam, war mein Koffer gestohlen worden. Also führte
ich die ersten drei Tage in einem blauen Anzug Regie, während
ich versuchte, Leute auszuschicken, die Kleider für mich finden
sollten. Nach und nach lieh ich mir Kleidungsstücke von der ganzen
Crew. (Richard Lester)

Filme über den Wahnwitz des Krieges gibt es wahrhaftig nicht
wenige. Aber selten ist die simple Idiotie des mörderischen Geschehens
bissiger und bösartiger dargestellt worden. Richard Lester mit
seinem untrüglichen Instinkt dafür, sich zwischen alle Stühle
zu setzen, schickte eine Truppe mit dem wohl dümmsten Auftrag
los, den sich Befehlshabende je ausgedacht haben. Die Wirkung entfaltet
sich nicht zuletzt dank der Tatsache, dass Lester und sein Team minuziös
berühmte Schlachten des Zweiten Weltkrieges studierten - von
Dieppe über Arnheim bis El Alamein -, nur um dann umso gnadenloser
über das Genre des Kriegsfilms herzufallen. Während aller
Augen auf John Lennon gerichtet waren, versammelte Lester eine beispiellos
tragikomische Mannschaft, angeführt von einem großartigen
Michael Crawford. (Roger Baker)

Details

Michael Crawford,John Lennon,Roy Kinnear,Lee Montague,Jack MacGowran,Michael Hordern,Jack Hedley,Karl Michael Vogler,Ronald Lacey
Richard Lester
Ken Thorne,
David Watkin,
Charles Wood nach dem Roman von Patrick Ryan

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wie ich den Krieg gewann...
    Ich hatte die Ehre als Komparse während der Dreharbeiten im Sommer 1966 an der Weser-Brücke in Uesen bei Bremen mitzuwirken. Wir ahnten damals nicht, welches großartiges Filmwerk dort entstand. Als 16 jährige waren wir voll auf John Lennon fixiert, der an diesem Drehort leider nicht dabei war. Der Film ist voller kleiner Gemeinheiten, toll gemacht. Man muß ihn mehrmals sehen, um alle Boshaftigkeiten mitzubekommen. Note 1 !!