Wild Bill

 USA 1995
Western 94 min.
5.90
Wild Bill

Wild Bill Hickok, einer der größten authentischen Westernhelden, ist ein kompromißloser Säufer,Spieler und Frauenheld.

Wild Bill Hickok (Jeff Bridges), einer der größten authentischen Westernhelden, ist ein kompromißloser Säufer,Spieler und Frauenheld. Wohin er auch geht, die Frauen lieben ihn, die Männer bewundern oder beneiden ihn, und immer wieder versuchen mutige, zur Selbstüberschätzung neigende Revolverhelden, die Legende Wild Bill zur Strecke zu bringen. Wiewohl er seinen ausschweifenden Lebensstil beibehält, neigen sich Bills große Zeiten dem Ende zu.Von all den berühmten Figuren des Wilden Westens hat Wild Bill Hickok wohl den verdientesten Anspruch auf den Western-Mythos. Doch außer De Milles Plainsman aus dem Jahr 1936 gab es noch keinen ernsthaften Film über ihn. Er war ein be- merkenswerter Mensch von einer Sorte, wie wir sie heutzutage leider viel zu selten finden. Er hat gerne gelacht und sich gerne geprügelt, lebte schnell und starb jung - eben die ArtMensch, über die man Filme macht. (Walter Hill)Text: Viennale 98

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Details

Jeff Bridges, Ellen Barkin, John Hurt, Diane Lane, Keith Carradine, David Arquette, u.a
Walter Hill
Van Dyke Parks
Lloyd Ahern II
Walter Hill

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Bill & die Frauen
    Ein ungewöhnlicher Spätwestern, der beweist, dass das Genre immer noch lebt. Dabei geht es nicht um historische Genauigkeit bezüglich des Lebensendes des Revolverhelden Wild Bill Hickok, sondern nur um den Unterhaltungswert und die damit verbundene Spannung. Beide liegen so im mittleren Bereich, mit einigen Ausschlägen nach oben. Jeff Bridges verkörpert die Titelfigur sehr komplex, d.h. nicht nur ihre heroischen Seiten, sondern auch die Niederungen einer Opiumhöhle. Ein Hauptaspekt dieses Dramas – und das ist nicht genreüblich – sind die Frauen. Eine (Diane Lane) hat er geschwängert, die Figur des gemeinsamen Sohnes Jack wird nach und nach inhaltlich entblättert und sorgt für eine Grundspannung. Die andere, Calamity Jane (Ellen Barkin) ist cool wie Wild Bill, genauso trinkfest, schlagkräftig wie er und himmelt ihn an. Innerhalb des langen finalen Showdowns liefern die beiden eine grandiose, sehr persönliche Szene ab. Sie beginnt mit Liebemachen auf den Saloontisch, musikalisch unterlegt mit ‘John Brown’s Body lies amouldring in the grave‘ und endet mit einer paradoxen Situation und einem unmöglichen Duell zwischen Sohn und Vater. Kleines ‘verbales Sternchen‘ ist ein rassistischer Witz am Rande über ‘Neger‘. John Hurt als Bills Freund dient mit seinen Kommentaren nur der Qualitätssteigerung, Christina Applegate als optischer Aufheller und als dramatischer Anheizer.
    Bills unverhofftes Ende überrascht dann doch, weil so lange angekündigt, hinausgezögert und mit ironischen Wendungen versehen. Gut eingebaute Retros in s/w bewusst auf alt getrimmt sind eine stimmungsvolle Ergänzung.
    Gute Unterhaltung trotz konventioneller Machart, einem interessantem Plot und großartigen Darstellern. Nicht nur für Westernfreunde.