Wir waren Helden

 USA 2002

We Were Soldiers

Kriegsfilm / Antikriegsfilm 15.07.2002 ab 16 138 min.
7.10
Wir waren Helden

Lieutenant Colonel Hal G. Moore (Mel Gibson) ist dazu gezwungen, 400 GIs auf eine Kamikaze-Mission in den Vietnamkrieg zu führen.

Obwohl Lieutenant Colonel Hal G. Moore (Mel Gibson) als erfahrener Militär-Stratege einzuschätzen vermag, dass er fast chancenlos in das "Ia Drang Tal" (genannt "Valley of the Shadow of Death") geschickt wird, bleibt ihm nichts anderes übrig, als seine Männer auf Vietnam vorzubereiten. Doch selbst er ist nicht auf die folgende Kamikaze-Mission vorbereitet, die er und seine 400 Männer des Ersten Bataillons der Siebten Kavallerie auszuführen haben. Einmal auf fremdem Boden gelandet, wird jeder Plan, jedes Kalkül umgehend pulverisiert und alle ursprünglichen Befürchtungen Moores erweisen sich als untertrieben.

Bei aller taktischen Raffinesse, mit der sich Moore und sein vietnamesischer Widerpart als Schlachtenlenker weiter ihr Fernduell liefern müssen, scheint es hier irgendwann kaum noch
um Sieg oder Niederlage zu gehen. Das eigene Leben schützen und das der Männer, die ringsum im Dschungel kauern. Gleichgültig, ob voller Heldenmut oder Todesangst.

Wir waren Helden - basierend auf dem gleichnamigen Bestseller "We were Soldiers Once ... And Young" von Lieutenant Colonel Harold G. Moore und dem damals vor Ort befindlichen einzigen Kriegsreporter Joe Galloway dokumentiert die erste Schlacht zwischen amerikanischen und vietnamesischen Soldaten, die als einer der grausamsten aller Feldzüge in die Geschichte Amerikas eingeht. Begonnen am 14. November 1965 - beendet erst nach Tagen des konstanten Kampfes sowie sinnlosen Verlusten auf beiden Seiten.

Details

Mel Gibson, Madeleine Stowe, Sam Elliott, Greg Kinnear, Chris Klein, Josh Daugherty, Barry Pepper, Keri Russell
Randall Wallace
Nick Glennie-Smith
Dean Semler
Randall Wallace, nach Joe Galloway und Hal Moore
Constantin
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zu kurz, etwas geschnitten, etwas ungenau, aber sehr gut
    Wir waren Helden



    124 Min. genau hat der Film gedauert. Er hat leider einige Federn lassen müssen, das wir dem Filmverleiher verdanken können. Wirklich eine Frechheit. Mel Gibson spielt Lieutnant Colonel HAL MOORE eigentlich sehr gut in dem Film. Er paßt einfach als Familienvater wie hier in dem Film. Seine Frau JULIE MOORE ( Madeleine Stowe ) ist einfach die perfekte Kleinstadtfrau. Greg Kinnear spielt Major BRUCE ¿ SNAKESHIT ¿ CRANDALL. Sam Elliott als alter Haudegen, Sargeant Major BASIL PLUMLEY. Die Schlacht die hier anfing, war die 1. Schlacht die Amerikanische Soldaten im Vietnamkrieg zu bestehen hatten. 13. November 1964, laut Film, landeten Soldaten im IA Drang Tal in Südvietnam. Keiner wußte bis dato das 58.000 Soldaten knapp starben, und 154.000 Soldaten fast verwundet wurden, nicht zu vergessen von 2 Millionen Vietnamesen die starben, 3 Millionen die verwundet wurden und mehr als 100.000 Waisen. HAL wurde vom Amerikanischen Militär eingezogen, nicht nur wegen seiner Kriegserfahrung in Korea in den 50 er Jahren, sondern auch weil er ein hoch dotierter dekorierter Ordenheini ist. Seine 5 Kinder müssen leider den Vater zurücklassen. Einige Monate zuvor hat er noch einen Haufen Greenhorns trainiert, so richtig auf die familiäre Tour, er hat allen nett zugeredet, und war kein Schleifer wie andere später, sondern einfach ein Familienvater der den Krieg nicht will. Er wurde dann 1964 ins IA Drang Tal beordert, um mit seinen Mannen Südvietnamesen zu töten. Das Militär hat nicht mal Priester, oder Psychologen beigestellt, um die Hinterbliebenen im ganzen Land vorzubereiten das die eigenen Männer gestorben sind. Sie waren Helden, Ehemänner, und Familienväter, von heute auf morgen mussten sie einrücken. Warum das alles gemacht wurde, was die waren Hintergründe waren, außer Geldgier und neue Waffen testen wird wohl nie jemand erfahren. Auch HAL hat es nicht erfahren. Er hat nie versprochen das er zurückkommt, er hat nur versprochen alles mögliche zu tun um sich selbst zu retten und zu überleben. Unten sah alles anders aus, die Leute waren ziemlich unvorbereitet, und sie wussten nicht so recht was sie machen sollten. Sie haben nicht mal gewußt gegen wem sie kämpfen, alles kam denen da unten vor wie ein Monopolyspiel. HAL hat nicht mal Zeit gehabt seiner Familie zu schreiben. JULIE war mit Ihren Freundinnen immer zusammen, und als BARBARA GEOGHEGAN ein Kind bekommt, war Ihr Mann schon längst im Krieg.
    Ihr Mann Second Lieutnant JACK ist leider nicht mehr lange dagewesen als sein Sohn geboren wurde.
    In der Nacht haben sie sich aufgemacht, und in der Nacht, 3 Tage lange, konnte keiner schlafen. Einen Hügel haben sie observieren müssen. Lieutnant Colonel NYUGEN HUU AN, war sowas wie ein Held für seine Soldaten. Er hatte sie nie massakrieren wollen, aber was macht man schon gegen solche Ursupatorischen Dikatoreindringlinge ? Wie oft waren seine Männer versprengt, keiner wußte wo der andere war, und als der Feind sehr nahe war, wurde es erst richtig laut.
    Leider waren die Dialoge sehr einfach, und so hat man sich umstellen müssen, von Dokumentationserwartung über den Vietnamkrieg, auf einen Popcorn Familien Heul Romantikfilm, der sehr gut war, auch nach den geschnittenen Dialogen und Szenen, die eigentlich noch 5 Punkte mehr eingebracht hätten. Die ganze Misere wurde sehr spannend gedreht, und der Regisseur hat wirklich alles versucht, nur eines hat er vergessen, die Dialoge mit Spannung zu unterlegen. Aber entgegen einiger Selbsternannter Kritiksheriffs, war das gar nicht so übel, weil der Film sehr natürlich wirkte, auch wenn am Anfang das Training eine Ähnlichkeit mit heutigen Pfadfinderausbildungen für Krabbelkinder haben. Der Film sollte hautnah sein, und auch sehr realistisch, aber das kann man leider nicht durch grausliche Bilder erreichen, wo man teilweise immer nur ungenau Blutungen ah, nichts genaues, als ob sich de

    Re: Zu kurz, etwas geschnitten, etwas ungenau, aber sehr gut
    nichts genaues, als ob sich der Regisseur immer überlegt hätte, was er eigentlich darf, im Land der MPAA Zensur. Mental ist man als Zuschauer im Bachbett und in den 400 Soldaten da eingeschlossen, und man kämpft mit, gegen die Tränen alleingelassener Frauen, gegen die Tränen die 100 Stk. Feh Taschentücher nicht wegwischen können, weil¿s wirklich ein Horror ist wenn du deine Familie verlierst, Gegen den Geist von John Wayne und Frauenschwarm Mel Gibson, der familiär und autoritär, nett und überaus süß wie immer herumstolziert und einfach in die Rolle paßt, aber nichts außergewöhnliches aus seiner Rolle hervorholt, aber das liegt am Regisseur der den Film etwas zu kurz drehte, und an der Scheißzensur. Das ganze ist leider nicht so ganz historisch, aber dafür etwas familiär, und auch diese Szenen waren viel zu wenig. Viel zu wenig hat man auch die Seite der Vietnamesen gesehen, die eher so Urwaldkrüppel waren, die gerade mal gerade scheißen können. Unten in den Tunnels, haben sie sich versteckt, diese Maulwürfe. Und sie haben eigentlich mehr gewonnen als die Amerikaner je dachten. Amerika war danach nicht nur in einer Wirtschaftskrise drinnen, sondern auch im Dilemma, ob man den die Heimkehrer nun anspucken oder einfach aus dem Land verbannen solle. Soviel Leid, wie ein Krieg bringt, wie dieser, der dann 16 Jahre gedauert hat, ist eher selten noch dagewesen, und noch dazu so sinnlos. Man hat auch leider viel zu wenig von den Hintergründen des Krieges gesehen, eigentlich gar nichts, und ich hätte mir mehr gewünscht die Geschichte so ausgebaut zu sehen wie die Schlacht. Etwas mehr Ähnlichkeit vom Menschlichen her, aber spannender als der Langeweiler ¿ Der schmale Grat ¿ hätte hier Abhilfe geschaffen, einen Oscar zu vergeben. Der Film hat auch durstig gemacht, den das Land ist heiß. Man hat auch viel zu wenig vom dem Leid so nebenbei gesehen, kein Wasser, keine Sanis, und kein Essen. Eingekerkert waren die Soldaten, und Mel muß helfen. Sonst ein sehr guter Film der eigentlich überrascht, weil er mit seinem ganzen familiären ruhigen Gehabe eigentlich mal eine andere Seite gezeigt hat.

    80, 12 Dreizehntel Teile von 25 Bruchstücken des 18. Teils von 100

  • Boykott-Aufruf für die deutsche Version
    Gratuliere an Verleiher Constantin - ihr habt mit diesem Film wahrlich wieder einen riesen Bock abgeschossen. Schon als ich letzten Dienstag im Kino gesessen bin, sind mir einige ziemliche Handlungslücken aufgefallen und auch einige Dialoge ergeben nicht wirklich Sinn und irgendwie wirkten einige Szenen ziemlich abgehackt. Im Internet nachgelesen und vor Zorn rot angelaufen. Die deutsche Version ist übelst geschnitten und nicht etwa um zwei, drei Minuten sondern um mindestens schon mal 15 Minuten (mit Sicherheit aber noch viel mehr, laut Berichten von Leuten welche die OV gesehen haben). Jetzt sollte man glauben das man hier die grausigsten Details an Kriegstoten und Verstümmelungen rausgeschnitten hat - aber nix da. Harmlose Details wurden rausgeschnitten - so z.B. eine Rede von Mel Gibson, welche der Szene in welcher er als letzter Mann das Schlachtfeld verlässt, Sinn gegeben hätte, so wundert man sich aber warum denn diese Szene in Zeitlupe eingefangen wurde. Dann: Chris Klein wird herrlich in den Film eingeführt, hat eine sympathische Rolle - und dann vergisst man ihn. Kein Fehler der Regie, sondern übelste Verstümmelung des Films. Sicher wurden auch einige grausige Details weggeschnitten, aber wenn man sieht was an geschmacklosen Szenen beibehalten wurden, kann man sich über die Zensurschere nur wundern.
    Aber zum Film selbst: Er zeigt wunderschön auf wie sinnlos ein Krieg ist und das die höchsten Stellen es lieber sehen würden wenn ihre Männer krepieren als einen Fehlschlag zugeben zu müssen und ihnen zu helfen. Der Film ist überraschend unpatriotisch, bietet einige atemberaubende Actionszenen und sogar einige tiefgehende Dialoge. Mel Gibson brilliert erneut in seinen Filmen als Kriegsherr und auch Nebenrollen wie Greg Kinnear und Chris Klein können (sofern nicht rausgeschnitten) gefallen. Unnötig sind die Szenen aus der Heimat, wenn Madeleine Stowe die Todesnachrichten überbringt (Donnerwetter: Da war die Post aber noch sehr schnell. Soeben gestorben, schon gibts die Meldung zu Hause).
    Aber wie gesagt: Wenn man den Film anschauen will, dann bitte in der OV, denn in Deutsch ist der Film schon nahe an der Grenze zur Nutzlosigkeit....für die deutsche Version gibts eine 2/10.....für die OV dann jene die sich der Film verdient hat: 7/10....Meidet die deutsche Version, ihr seht dabei keinen richtigen Film, wie er vom Regisseur vermittelt werden wollte.

  • Review
    Kleines Kino-Review von A.J. Stradinger:
    Ich war gestern im Kino, um mir den (Anti)Kriegsfilm "Wir waren Helden" reinzuziehen.
    Die Story beruht auf wahren Ereignissen, nachgestellt wird die Schlacht 1965 im Ia-Drangtal zwischen USA und dem
    Vietcong - es war das erste Aufeinandertreffen zwischen den beiden. Wie für einen Kriegsfilm üblich, gabs zuerst
    ein bißchen Ausbildung zusehen, wie für Neu-Kommerz-Filme üblich auch ein bißchen Familien-Trara (damit der
    Herz-Schmerz dann größer ist). Interesannt dabei die Zwiegespräche von Colonel Moore (Mel Gibson!!) und dem einen
    oder anderen Kameraden bzgl. Sinn dieses Kriegs - wirkliche Lösungsvorschläge für den "Sinn" gabs keine.
    Danach gings in den Kampf, und zwar gleich vollgas. Und auch richtig zur Sache. Alles folgende ist ein "schönes"
    Gemetzel, mit Hauptaugenmerk auf den Strategische/Taktischen Fight zw. Moore und seim gegnerischer Vietcong-General.
    Die Handlung hat nicht viel Tiefgang, aufgrund der Autenzität der Handlung bietet ebensolche aber genug Spannung.
    Auch das Ende ist durchaus brauchbar.