Wo De Sheyingji Bu Sahuang (My Camera Doesnt Lie)

 China/A/D 2003
Dokumentation 92 min.
film.at poster

Wie sich die Filmschaffenden der sechsten Generation an der neuen umgekrempelten Identität Chinas und an der erzwungenen Anpassung an westliche Lebensmuster abarbeiten, versucht der Dokumentarfilm My Camera Doesnt Lie mit Interviews und Filmausschnitten darzustellen. In dieser Bestandsaufnahme zum jungen chinesischen Film melden sich praktisch alle in Erscheinung getretenen chinesischen Filmemacher von Zhang Yuan (East Palace, West Palace) bis Jia Zhangke (Platform) ausführlich zu Wort, um offen über Anspruch und Wirklichkeit der noch immer aus dem Untergrund agierenden unabhängigen Filmproduzenten zu berichten. (Marli Feldvoss) Arbeiten mit den gleichen Mitteln wie die porträtierten Regisseure! Das ist das Stilprinzip des on location in Farbe mit DV-Cam gedrehten Films. Geschnitten wird in der zum Studio umfunktionierten Wohnung von Solveig Klaßen. Offen äußern sich die jungen chinesischen Regisseure vor der Kamera über ihre Ansichten zum Leben, zum Kino, zu Kollegen, die sich der staatlichen Zensur unterworfen haben. Eingeblendete Filmausschnitte geben dem Zuschauer einen Eindruck vom künstlerischen Schaffen der Porträtierten. (Martin Brandes) My Camera Doesnt Lie is a documentary about the independent Chinese underground filmmakers who were the first to express their honest and realistic views on China post 1989. It takes a rigorous look at the problems Chinese underground filmmakers face producing their films under a system of rigid censorship. The documentary features Chinese intellectuals and directors including Cui Zien, Emily Tang, Jia Zhangke, Ju Anqi, Li Yu, Liu Bingjian, Liu Hao, Wang Chao, Wang Quan-an, Wang Xiaoshuai, Wu Wenguang and Zhang Yuan, and explores their views on Chinas changing social-economic situation in the last decade and the opportunities and impacts it has had. In a society that strictly regulates freedom of speech, these filmmakers speak out boldly and show China through their own eyes. It is also the first film to touch on the Chinese homosexual film-scene.

Details

Cui Zien, Emily Tang, Jia Zhangke, Ju Anqi, Li Yu, Liu Bingjian, Liu Hao, Wang Chao, Wang Quan-an, Wang Xiaoshuai, Wu Wenguang, Zhang Yuan
Solveig Klaßen, Katharina Schneider-Roos
Lutz Reitemeier, Solveig Klaßen
Solveig Klaßen, Katharina Schneider-Roos

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • My Camera doesn´t lie
    Dieser Film ist einer der wenigen, der sich ungeschönt und unprätentiös mit den jungen Untergrundfilmern in Peking (wohl zwangsweise bei diesem kleinen Budget) auseinandersetzt. Und das vor allem dadurch, das die Regisserinnen einfach die Möglichkeit bieten, sich mit sich selbst und ihrer Situation auseinanderzusetzen. Ich habe durch diesen Film viel über China, das reale Leben und seine Menschen erfahren, nicht nur über die filmische Seite des Landes. Schade, daß der Film nicht im Fernsehen lief. Warum eigentlich nicht ?
    Reinhard