Zelary

 A/Tschechei/Slowakei 2003
Drama, Romanze, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 140 min.
7.70
Zelary

Eine tschechische Widerstandskämpferin taucht im Sommer 1943 in dem abgelegenen Dorf Zelary unter.

Die Geschichte spielt in den 1940er Jahren, als das tschechische Gebiet von den Nationalsozialisten besetzt ist. Eliska, eine junge Frau, die ihre medizinische Ausbildung nicht abschließen konnte, weil die Deutschen die Universitäten geschlossen hatten, arbeitet als Krankenschwester in einem städtischen Krankenhaus. Zusammen mit ihrem Geliebten Richard, einem Chirurgen, und einem gemeinsamen Freund, Dr. Chládek, ist sie in der Widerstandsbewegung tätig. Eines Nachts wird ein Mann aus einem abgeschiedenen Berggebiet mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wird operiert und benötigt dringend eine Bluttransfusion. Eliska hat als einzige dieselbe Blutgruppe. Ihr Blut rettet ihm das Leben und es entsteht eine Verbindung, die sich im Laufe der Geschichte zu einer außergewöhnlich starken Beziehung zwischen der modernen, gebildeten und kosmopolitischen Eliska und Joza, dem rauen, bodenständigen Mann mit der Seele eines Kindes entwickelt. Als die Widerstandsgruppe, in der die Ärzte aktiv sind, entdeckt und von der Gestapo verfolgt wird, ist plötzlich das Leben aller Beteiligten bedroht. Während Eliskas Geliebter Richard über Nacht das Land verlässt, muss die Gruppe schnell ein sicheres Versteck für Eliska suchen. Der Patient Joza, dessen Leben Eliska mit ihrem Blut gerettet hat, wird gebeten, sie in seiner abgeschiedenen Berghütte zu verstecken.
Eliska muss ihr Stadtleben aufgeben und plötzlich zu einer anderen Frau werden: Hana, die Frau eines Holzarbeiters aus den Bergen. Ihr neues Zuhause ist Zelary, ein wildes Bergdorf, wo die Zeit vor 150 Jahren stehen geblieben zu sein scheint.

ZELARY basiert auf einer wahren Geschichte, auf Kveta Legátovás autobiographischer Erzählung "Jozova Hanule".

2004 nominiert zum Oscar in der Kategorie "Foreign Language Film"

Altersempfehlung: ab 12

Details

Ana Geislerová, György Cserhalmi, Jaroslava Adamová, Miroslav Donutil, Edita Malovcic, Reinhard Simonischek
Ondrej Trojan
Asen Sopov
Petr Jarchovsky nach Kveta Legátová
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zelary

    Handelt über die blutige, dunkle Vergangenheit, über Liebe, Hass, Zusammenhalt, Anpassungsfähigkeit, Mut, Kameradschaft, der
    metropolitischen Einstellung kontra Ländliche und Menschen, deren Lebensart der Schönheit der Weissen Karpaten entspricht.

    Dass dieser Film nicht in der Ost Slowakei (Tatra) spielt (wie verbreitet), sondern im Grenzgebiet der Weissen Karpaten, ist nicht klar ersichtlich und stiftet ein wenig Verwirrung.
     
    Das Klischee des Russischen Befreiers, starkerTobak.
     
    Ein wenig zu viel Eisenbahnromantik. Einzelne Dorfplatz aufnahmen wirken nacheinander gedreht.
     
    Der schluss ist Regisseur Trojan nicht gelungen und man hätte sich ihn sparen können, zumal er in der Romanvorlage fehlt.
    Bitte 4min vor Schluss den Saal verlassen, wenn Sie so möchten.
    Ist wahrscheinlich einer der Mitgründe für das Versagen bei den Oskarverleihungen 2004.
     
    +Ein Hauch von ¿das Piano¿
    ¿Hasenjagd¿
    ¿Schindlers Liste¿
    (Schlussteil) und Wild Wild West Movies...
     
    Das Schöne am Film sind die grandiosen Außen- und
    Landschaftsaufnahmen, die schauspielerischen Leistungen der
    Hauptdarsteller Geislerova und Cserhalmi und der vielen
    Nebendarsteller. Auch nicht zu verachten: die hervorragenden Kostüme,
    die Ausstattung und der Kameramann ¿ die Kameraführung ist
    genial.
    Das Musik Score ist eines der beeindruckendsten und berührendsten
    seit Jahren, hebt die Folklore des Landes besonders hervor.
     
    Und die deutsche Übersetzung liefert eine brauchbare Syntax, was am wichtigsten ist.

    Bitte gehen Sie ins Kino I hres Vertrauens und gönnen Sie sich
    diesen wunderbaren Film.

    Re:Zelary
    ja - ein wunderbarer film, ich habe ihn schon 2 mal gesehen und werde ihn nochmals ansehen.

    die figur des kleinen mädchens bringt uns auch die kindheit und heiterkeit wieder. alle personen sind von einer nähe und wärme die unglaublich ist.

    wie wenig man fürs glücklichsein eigentlich braucht, und doch wird das glück wieder genommen.

    der funke des glücks ist jedenfalls übergesprungen.

    auch zum tschechischlernen wäre er gut. im votiv-kino läuft er mit deutschen untertiteln.

    bitte unbedingt ansehen!