Zornige Küsse

 Schweiz 2000
Drama 20.12.2002 
film.at poster

Zornige Küsse erzählt vom Abenteuer erwachsen zu werden, von den Leiden und Freuden der ersten Liebe und der Liebe überhaupt.

Lea wird gegen ihren Willen in ein katholisches Mädcheninternat gesteckt. Aber sie denkt nicht daran, sich anzupassen oder unterzuordnen. Trotzig heckt sie einen Plan aus, um aus der Schule wegzukommen. Mit Hilfe ihrer neuen Freundin Katrin will sie den jungen Pfarrer verführen, um ihn nachher wegen sexueller Belästigung anzuzeigen. Der Skandal wäre perfekt. "Auf Händen werden sie uns aus diesem Scheissinternat tragen", lachen die beiden Mädchen in böser Vorfreude.

Um ihr Ziel zu erreichen, spielt Lea die Brave. Doch nachts versteckt sie sich mit Katrin in der Sakristei, um mit ihr das Verführen zu üben. Vor Aufregung werden ihre Küsse immer verwegener. Als sie den geprobten Liebesangriff durchführen wollen, kommt es zwischen Lea und dem Pfarrer zu einem unerwarteten Gespräch. Doch Lea lässt nicht locker. Mit Fantasie und List gelingt es ihr, den Pfarrer in eine Waldhütte zu locken. Dort kommt es zu einem ersten Kuss, den der Pfarrer energisch abbricht. In beginnender Eifersucht realisiert Katrin, dass sie Lea verliert, wenn der Plan gelingt. Sie schlüpft nachts zu ihr ins Bett und gesteht ihr ihre Liebe, aber Lea kann diese nicht erwidern. Sie hat sich in den Pfarrer verliebt. Verletzt verrät Katrin den andern Mädchen das gemeinsame Versteck, die Sakristei. Vom Messwein beschwipst, verlachen sie Lea. Am andern Tag fehlt Lea in der Schule. Der Pfarrer beginnt sie zu suchen ...

Länge: 94 Minuten

Details

Jürgen Vogel, Maria Simon, Julia Jentsch, Adina Vetter, Katharina Quast, Verena Zimmermann
Judith Kennel
Markus Fritzsche
Sophie Maintigneux
Judith Kennel
Einhorn

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ein genialer Film
    Meiner Meinung nach ist Zornige Küsse ein genialer Film, der vermutlich nicht jedem zusagen wird, weil er nicht dem bekannten 0815-Genre enstpricht, in dem es um Action, Drama und puren, schnöden in allen möglichen Kameraperspektiven dargestellten Sex geht... sondern sich dieser Film einmal herrlich genau mit Gefühlen und Zwischenmenschlichem befasst und das auf eine abwechslungsreiche und ansprechende Weise.
    Ehrlich gesagt, geht mir diese Art von Film unter die Haut und ich finde es schön, dass es noch solche Filme gibt, die nicht nur auf stupide Weise versuchen den Zuschauer mit SpecialEffects und den typischen Stories bei Laune zu halten... sondern dass es Filme sind, die aus dem Leben gegriffen genau so passieren könnten und deshalb glaubwürdig und echt sind

  • Im Gegensatz...
    zu vielen anderen Meinungen finde ich en Film einfach toll und genial!

    Habe ich von der ersten bis zur letzten Sekunde genossen. Dieser Zwiespalt zwischen kirchlicher und weltlicher Liebe ist für mich sher interessant und in dem gFilm gut abghandelt worden!

    Ansehen!

  • also ehrlich gesagt....
    Davon mal abgesehen das alle Charaktere dermaßen künstlich plakativ gezeichnet sind (es ist kein Wunder das die Schauspieler das nicht rüberbringen können - wie soll man sich denn in etwas hineinversetzen das nicht glaubhaft nachvollziehbar ist ?), davon abgesehen das die Handlung hirnrissig und hölzern ist und davon abgesehen das der Film sich im Schulmädchenreport Genre vermutlich eher selbst gefunden hätte wars stellenweise, wenn auch unfreiwillig, komisch !
    Allerdings halte ich dem ganzen Zugute das das der Erste Film von der Regisseurin war, was man aber in jeder Minute über die plakative Inszenierung spürt !
    Die Kameraführung ist ganz in Ordnung und die Untertitel sind herrlich simpel übersetzt.

    Im großen und ganzen bleibts aber ein schlechter Film der auch inhaltlich in einem Themenwirrwarr zerfällt, dessen Schluß unsinnig ist (nicht jeder Film mit scheinbar plötzlichem Ende ist ein Kunstfilm *g*) und ehrlich gesagt nicht wirklich viel aussagt (ja ja, weg in eine ungewisse zukunft...).
    Warum sich der Pfarrer grad in sie verliebt...
    na ich weiß nicht, nur weil sie ihm was vorsingt ?
    Hm, also wenn das soeinfach geht, das ein (obendrein junger - da isses noch unwahrscheinlicher) Pfarrer seine Prinzipien über Board wirft nur weil ihm ein Mädel mal eben was vorsingt (ich mein wenns ein Junge wär könnt ichs ja verstehen)...

    Fazit:
    Das passiert wenn sich Schweizer Drehbuchautoren zukiffen.