28 Days Later

 GB 2003
Horror, Thriller, Science Fiction, Action 06.06.2003 112 min.
7.60
28 Days Later

Nachdem ein tödliches Virus beinahe ganz Großbritannien ausgerottet hat, macht sich eine Gruppe Überlebender auf die gefährliche Suche nach einem sicheren Ort. Horror-Sci-Fi von Danny "Trainspotting" Boyle

Bei einer Aktion militanter Tierschützer wird in London ein tödlicher, sich rasend schnell verbreitender Virus freigesetzt, der friedliche Menschen innerhalb von Sekunden in mörderische Bestien verwandelt.

Jim (Cillian Murphy) wacht 28 Tage nach dem Ausbruch der tötlichen Seuche in einem Londoner Krankenhaus aus dem Koma auf. Doch die ganze Stadt ist menschenleer und ganz England verwüstet. Zusammen mit den anderen Nicht-Infizierten Selina (Naomie Harris), Hannah (Megan Burns) und Frank (Brendan Gleeson) versucht er in den Norden des Landes zu kommen, weil sie über einen Funkspruch der Armee von einem Impfstoff gegen die Seuche erfahren haben.

Der Trip durch das verwüstete Großbritannien erweist sich als überaus gefährlich. Doch auf der Militärbasis angekommen, müssen die Überlebenden erkennen, dass das Schlimmste erst noch vor ihnen liegt ...

Details

Cillian Murphy, Naomie Harris, Christopher Eccleston, Megan Burns, Brendon Gleeson
Danny Boyle
John Murphy
Anthony Dod Mantle
Alex Garland
20th Century Fox

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Einen Monat später
    Ein gut gemachter Horrorschocker mit Niveau. Atmosphärisch ist das menschenleere London eine hervorragende Ausgangssituation zur Produktion von Gänsehaut. Die infizierten Zombies sind da nur ein Teil der Miete. Daneben gibt es noch brutale Gewalt – hier auch gegen Frauen. Die wohldosierten Schockeffekte werden hervorragend vorbereitet. Meistens geht ihnen eine längere, ruhigere Phase voraus. Das wird mit Chorälen oder auch dem ‘Ave Maria‘ unterlegt. Dann bricht das Unheil allerdings mit doppelter Lautstärke urplötzlich über die Zuschauer herein. Dieser ständige Wechsel von Entspannung und Anspannung ist eine der packenden Wirkungen des Films. Außerdem haben die Flüchtenden Jim, Selena, Frank und Hannah ein Ziel vor Augen: erreichen sie Manchester sind sie gerettet. Und hier kommen sie in eine Restgesellschaft, die nur aus Männern besteht. Da wird sexueller Kohldampf geschoben, dem Selena (Naomie Harris) zu begegnen weiß. Sie beschützt die kleine Hannah (Megan Burns). Die hat ihren Vater Frank (Brendan Gleeson) durch Infektion verloren. So kommt noch eine echt tragische Komponente ins Spiel. Die Zombies werden fast zur Nebensache. Dabei geht es um die Zukunft der Menschen, um Überleben durch Töten und um die Feststellung, dass Frauen die Zukunft bedeuten.
    Dass Jim (Cillian Murphy), der Held, erschossen überlebt, ist ein Zugeständnis an den Götzen Mainstream. Überhaupt ist der ganze Epilog ‘nochmal 28 Tage‘ mitsamt dem sonderbaren Happy End die einzige Schwachstelle des Films. Aber superspannend mit menschelnden Auswirkungen.

  • Britpop war noch nie so düster
    Dieser Film ist echt gelungen. Obwohl der Film mit der erhofften Gewaltdarstellung noble Zurückhaltung zeigte (ganz die Briten), zieht sich eine finstere Stimmung durch den Film und läßt auch noch Spielraum für die Frage 'wozu kämpfen, wenn alles im Arasch ist?'. Im Hintergrund sprudelt statt unheilverkündender klassischer Instrumente eine leichte und nett/düstere Britpop-Mischung. Ein echt gelungener Film.

  • Düster, spannend, realistisch, grausam Teil 2 der Filmkritik
    ¿ Quiet Earth ¿ war ganz nett, doch der übertrifft alles. Dort wo ¿ Die Mächte des Wahnsinns ¿ aufhört, geht der Film weiter, mehr oder weniger. Er ist so gedreht, als würde man mit einer Videokamera, 16 mm, durch die Straßen von London laufen. Eine unfreundliche Stadt, alles grau in grau, sehr realistisch gedreht, nicht hollywoodverseucht, nicht so bunt, und trotzdem jederzeit sehr grausam. Als anfangs die Monster angriffen, sah ich mich in einen der alten Zombiefilme versetzt, spürte jedoch mehr als bei solchen Schlitzerfilmen die Realität, die Kompaktheit des Grauens. In Form einer Stahlähnlichen Klaue, bestehend aus 5 Fingern, an meinen Fortpflanzungsorganen, und ein paar nicht so schöne Dinge die man nicht so schön sagen kann, in mein Ohr geflüstert. Das alles von wem den ich irgendwie doch recht gut leiden kann. Na ja sie hat sich eh wieder beruhigt. Ok weiter. Der Film fängt wirklich mysteriös an, die Schauspieler sind allesamt gänzlich unbekannt, der Regisseur ein Newcomer, hat The Beach gedreht vor langer Zeit. Ein dunkler düsterer Ton liegt über der ganzen Geschichte. Eine Art Kopie von Outbreak, nur viel schlechter. Aber auch irgendwie besser da realistischer. Die Schauspieler passen alle sehr gut zusammen. Das ganze ist etwas sozialkritisch. Düster wie menschenleer London sein kann, doch dieser Film ist nicht so ganz düster wie die Vorstellung die ich in meinem Hirn habe. Aber sie ist gut gespielt. Keine klaren Farben nicht immer, oft alles wie in einem Schlachthof, und vor allem fehlt dem Film eines, die Schärfe. Der Ton war sehr laut, die Zombies kreischten extrem grauslich, lieber zu laut als zu echt, das war auch ein Manko das mich gestört hat. Aber das verschmerzt man an so einem Film. Doch war er meiner Meinung nach, trotz dieser ganzen Spannung, auch ein bisschen langweilig. Schon oft hat man so was gesehen, doch die Story ist ziemlich neu, die Location halt ne andere. Der Film ist düster, hat meiner Meinung nach auch einige zu schnellen Schnitte, die dem Film wahrscheinlich mehr Spannung verleihen sollten, das wurde leider verschenkt, dieses Thema, das hat nämlich genau das Gegenteil bewirkt, es war lächerlich und störend. Der Regisseur vermischt viele Erzählstränge und Handlungsteile miteinander, von Roadmovie bis hin zu Horrorschocker, und es wirkt auch sehr oft.

    Für Leute die auf Zombiefilme stehen, oder Endzeitfanatiker, für die Überlebenden vom Massaker in Waco,
    für ängstliche Mädchen, und Leute die kein Blut sehen können. Rundum grauslich aber auch düster.

    85 von 100

  • Düster, spannend, realistisch, grausam Teil 1 der Filmkritik
    28 Days later



    Was würde passieren wenn man sich die Filme ¿ The Beach ¿ zur Brust nimmt und ihn mit
    ¿ 12 Monkeys ¿mischt ? oder wenn man ¿ Dawn of the Dead ¿ mit ¿ Outbreak ¿ vermurkst ? Genau der Film.
    So lange habe ich gewartet auf den Film, jetzt durfte ich ihn endlich sehen, und habe meiner Freundin gleich gesagt es ist was süßes und nettes. Sie war dann nicht sehr erfreut über diese Aussage.

    2002, London, Eine militante Tierschutzarmee bricht in ein streng geheimes Forschungslabor ein wo man Versuche mit Menschenaffen macht. Sie wollen einige Primaten befreien, darunter auch die Versuchsreihe mit den Schimpansen auffliegen lassen, in die Öffentlichkeit bringen oder sonst was, jedenfalls sie befreien. Was sie nicht wissen, sie werden beobachtet. Doch bevor der Sicherheitsdienst kommen kann, passiert es, ein Schimpanse bricht aus. Der Wissenschaftler hat sie gewarnt, sie sind infiziert, und alle werden sterben.
    Ein Mädchen wird gebissen, und innerhalb von einigen Sekunden verwandelt sie sich in eine reißende rasende Bestie, die nur danach dürstet alle zu töten.

    28 Tage später. Ein Krankenhaus, ein sehr großes, London, Stadtmitte. JIM kommt zu sich. Es ist ruhig. Keiner ist da, niemand antwortet. Er steht auf, versucht aus dem Zimmer zu kommen, findet einen Schlüssel am Boden. Draußen das totale Chaos. Alles liegt durcheinander. Fast alles ist zerstört, die totale Verwüstung. Er versucht sich einige herumliegende Lebensmittel einzupacken und verlässt mit einem Arztkittel das Krankenhaus. Auf der Straße kein Verkehr, alles ist ruhig, niemand beantwortet seine Rufe, alles ist still. Er versucht wen zu finden, die Autos, alle leer. Eine Kirche. Als er reingeht, wird ihm übel, alles ist voller Leichen, Kinder, Erwachsene, sie sind schrecklich zugerichtet. Da geht die Türe auf, Ein Priester stürmt rein, gebärdet sich wild, hat hervorstehende Augen, sieht aus als würde er JIM jeden Moment töten wollen, ist in Apathie, und greift JIM an, doch er kann fliehen. Schock.

    Auf einmal kommen von allen Seiten, Menschen, gebärden sich wild, wie der Priester zuvor, sie sind alle wild, blutdürrsten, JIM flieht, hat gerade noch Chance zu flüchten. Eine Explosion, SELINA und MARK rufen ihn zu sich, Molotowcocktails retten ihn. Jetzt sind sie zu Dritt. Die kurze Erklärung von SELINA, und MARK, niemals alleine sein, außer man kann es nicht verhindern, niemals im Dunkeln raus gehen, es sei denn man kann es nicht verhindern. JIM will raus, seine Eltern besuchen, JIM und MARK gehen mit, sie finden auch sein Haus, die Eltern tot, Selbstmord, ein Abschiedsbrief auf der Brust des Vaters. Kurz darauf stürzen einige wildgewordene Zombieähnliche Leute rein, Nachbarn wie JIM sie erkannte, danach. MARK wird angegriffen, wird verletzt. SELINA nutzt die paar Sekunden und schlachtet ihn mit Ihrer Machete ab. Flüchtet mit JIM. Der 28 Tage lange im Koma war weil er einen Fahrradunfall hatte.

    Als sie durch die Straßen Londons gehen, sehen sie ein Fenster mit Weihnachtsbeleuchtung, im Herbst ? Sie gehen rein, ein Hochhaus, doch bevor sie raufkommen, sind wieder hinter Ihnen einige Zombieähnliche Wesen her, sie werden aber gerettet, Vater FRANK bewacht seine Wohnung wo sich seine Tochter HANNA versteckt. Ein paar Minuten kurze Pause, eine Nacht im Bett, kein Wasser, alles ist verseucht, jeder Kontakt mit Schleimhaut, und du wirst selbst zum Monster. Kurz darauf hören sie über einen Radiosender das 27 km nordöstlich von Manchester eine Soldatengruppe unter der Führung von Major HENRY die Lösung auf die Infektion gefunden hat. Sie beschließen sich auf den Weg dorthin zu machen. Doch sie wissen eines nicht, es wird noch viel schlimmer.

    ¿ Quiet Earth ¿ war ganz nett, doch der übertrifft alles. Dort wo ¿ Die Mächte des Wahnsinns ¿ aufhört, geht der Film weiter, mehr oder weniger. Er ist so gedreht, als würde man mit einer Videokamera, 16 mm,

  • Beeindruckend
    Ich wusste gar nix über den Film, als ich durch die Tür des Kinos ging und als ich die Szene mit dem Pfarrer sah, dachte ich "Schon wieder so ein stupfsinniger Horrorfilm!". Aber der Film hat ein Thema, was vielen, sich selbst als so unheimlich klug darstellenden Personen in diesem Forum, trotz ihrer geradezu übermenschlichen Intelligenz, nicht erkennen konnten. Er zeigt, dass der Mensch, egal in welcher schrecklich beklemmenden Situation, das einzige was er hat, seine wenigen Mitmenschen in diesem Fall, zerstören muss.

    Dass f4e das nict erkannt hat, liegt wohl daran, dass er seine geradezu galktisch genialen Gedanken nicht darauf lenken wollte. Habe ich nicht recht f4e?

    Regards, Joker

  • Super Film enttäuschendes Ende!!
    Mit großen Erwartungen gingen wir in diesen Film. Lange Zeit wurden wir gut unterhalten. Dann kam dieses erbärmliche Ende, was den Film gänzlich versaute. Nach Tagen fragen wir uns noch immer was den Machern dieses Filmes da eingefallen ist?? Wie kann man in einem Film in dem gemetzelt wird so ein Ende drehen? Ich hab mich die ganze Zeit gefragt wie werden die alle sterben. Und dann das (auszuck) Wir haben uns zum Schluss gefühlt wie in einem alten Abenteuer Film in der Wildnis. Es hat da eigentlich nur noch Mac Gyver gefehlt der den Dreien einen Ballon bastelt. Bleibt nur zu hoffen das eine DVD mit Alternativen Ende erscheinen wird, wo bis zum Schluss gemetzelt wird!

    Re: Super Film enttäuschendes Ende!!
    die englische (!?) dvd mit alternativen ende gibts wirklich schon. weiss jemand wie das aussieht? lohnt es sich?

  • Ist wirklich gut!
    Ich hätte mich ebenfalls fast abschrecken lassen von den negativen Kommentaren, aber Gott sei Dank wußte ich nicht, was ich mir sonst anschauen hätte sollen. Und so habe ich ihn gesehen, und obwohl ich oft die Augen zumachen mußte (bin etwas schreckhaft) finde ich den Stoff sehr interessant, und die Umsetzung gut. Kein Film in den letzten Monaten hat mich so gefesselt. Und vor allem hält die Spannung von der 3. Minute bis zu 3 Minuten vor dem Schluß...

    Wenn man also von einigen Kleinigekeiten die unreal sind absieht (wer überlebt 28 Tage im Koma ohne Maschinen und Flüssigkeit?), ein sehr guter Film. Viel Spaß beim Ansehen, und nehmt jemand mit, mit dem Ihr Euch fürchten könnt... Babsy

  • Meisterhafter Suspense!
    Ich bin froh, daß ich mich von den teilweise schlechten Bewertungen in diesem Forum nicht abschrecken habe lassen, und ihr solltet das auch nicht tun. Der Film ist absolut sehenswert und meiner Meinung nach der beste Film dieses Genres seit langem.
    Der Film ist im Stil klassischer Zombie-Filme gedreht, mit vielen Zitaten, z.B. die Supermarkt-Szene aus "Dawn of the Dead". Diese "klassische" Atmosphäre wird durch die leichten Unschärfen des digitalen Drehmaterials und eine absolut großartige Kameraführung noch unterstützt, zeitweise hat man den Eindruck, es handelt sich um einen Amateurfilm, einen Tatsachenbericht.

    Vom Beginn des Films bis zum Ende läßt die ständige Spannung kaum nach, und öfter als einmal hebt es den Großteil der Besucher vor Schreck zentimeterhoch aus dem Sitz. Also jemanden zum Händchenhalten mitnehmen!

    Die Message des Films ist klar und deutlich, die Seuche, die die Menschheit auszulöschen droht, heißt Wut, und wenn der Major schließlich feststellt, daß eigentlich alles wie immer ist, wenn Menschen andere Menschen töten, dann sollte einem klar werden, daß an manchen Tagen und an manchen Orten der Welt die Infektion schon weiter fortgeschritten ist, als man wahrhaben möchte.

    Hingehen - ansehen - fürchten!

    Re: Meisterhafter Suspense!
    geb dir recht catta! wirklich ein beeindruckend inszenierter film. (die szenen in londons leergeräumten strassen ... wow) ein zweiter blick lohnt sich, wenn man - so wie ich - erst mal nur enttäuscht war. ich war nämlich als alter romero fan beim ersten mal total auf 28 DAYS LATER angefressen. hab aber seit gestern eine ganz andere meinung. auch der unauffällige soundtrack hat es beim wiederholten sehen in sich und unterstützt vor allem jims ´rage´ phase unglaublich gut.

  • "Hallo!? Hallo!?"
    ¿ allein diese Szene ist den Filmbesuch wert. Wie Hauptfigur Jim am Anfang durch die leer gefegte Londoner Innenstadt irrt, ist bizarr, beängstigend, besonders. Und der Gedanke an ein alles vernichtendes Killervirus gibt einem gerade in diesen Zeiten den Rest. Ein bisschen Trash, viel Blut, extreme Aggression. Aber das eigentlich Starke am modernen Schreckensstreifen: Er ist glaubwürdig.

  • ein etwas anderer film..
    ..er hat mich sehr positiv überrascht! Die Stimmung die im Film entsteht ist irgendwie interessant und spannend. Ab und zu gibt es Schockeffekte, jedoch das ist es nicht, auf das der Film abziehlt. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

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