Anna Christie

 USA 1930
Drama, Romanze 94 min.
6.90
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Greta Garbo in ihrem ersten Tonfilm, der zugleich der einzige ist, in dem sie deutsch gesprochen hat, weil er in zwei Sprachversionen gedreht wurde.

Anna und ihr Vater, der heruntergekommene Kapitän Christopherson, haben sich 15 Jahre nicht mehr gesehen. Christophersen weiß nicht, dass seine Tochter sich ihren Lebensunterhalt als Prostituierte verdient. Er ist stolz auf sie, denn er sieht in ihr eine schöne und ehrbare Frau. In Wirklichkeit ist Anna müde und desillusioniert und will von Männern nichts mehr wissen. Auch als sie der Seemann Matt umwirbt, bleibt Anna kühl. Doch Matt will sie heiraten. Anna fühlt sich verpflichtet, ihm die Wahrheit über ihren Lebenswandel zu sagen. Sie ist davon überzeugt, dass Matt sich zurückziehen wird. Erst in einer dramatischen Auseinandersetzung kann Matt sie von seiner Liebe überzeugen.

»Die deutschsprachige Version von ANNA CHRISTIE war eine mutige Tat der Metro Goldwyn, die von allen amerikanischen Firmen dem schwierigen Problem der fremdsprachigen Versionen bisher am besten beigekommen ist. [...] Die Geschichte von dem Mädchen, das [...] alle Leidensstationen einer Dirne passieren mußte [...], liegt der Greta Garbo. Sie bietet ihr Wandlungsmöglichkeiten. [...] Wenn man eine Frau in einigen zehn Filmen gesehen und oft über sie geschrieben hat, macht man sich unbewußt Vorstellungen darüber, wie diese Frau wohl sprechen wird. Das erste Filmwort der Garbo heißt Whisky. Der Klang der Stimme läßt aufhorchen. Er ist tief, männlich, unweiblich; scheint gar nicht zu dem festgewurzelten Begriff Greta Garbo zu sprechen. [...] Man gewöhnt sich schnell an die Stimme [...]. Sie ist so wie vieles bei der Garbo etwas Eigenes. Es ist keine süßliche Dutzend-Piepvogel-Stimme, es ist eine Stimme, die Energie und Willen verrät oder zumindest die Illusion dieser Eigenschaften gibt.« (Georg Herzberg, Film-Kurier, 28.3.1931) (Quelle: Filmarchiv Austria)

Details

Greta Garbo, Theo Shall, Hans Junkermann, Salka Steuermann, Marie Dressler, u.a.
Jacques Feder
William H. Daniels
Frances Marion, nach dem gleichnamigen Stück von Eugene O'Neill

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