Beim Sterben ist jeder der Erste

 USA 1972

Deliverance

Drama, Thriller, Abenteuer 110 min.
7.80
Beim Sterben ist jeder der Erste

Vier Geschäftsleutet begeben sich auf einen Kanutrip und werden von einer Gruppe Outlaws mit dem Leben bedroht. Eine Parabel auf die Naturfremdheit des modernen Menschen, verpackt in einen düsteren, atmosphärischen Thriller.

Was als erholsamer Wochenend-Trip geplant war, endet als Albtraum. Vier urbane Geschäftsleute wollen per Kanu einen Fluss befahren, der kurz davor steht, in einem riesigen Staudammprojekt zu verschwinden. Die lokalen Bewohner eines weltabgeschiedenen Dorfes teilen ihre romantische Natursicht keineswegs, und bald lernen auch die vier die unbarmherzige Seite der Wildnis kennen. Unversehens dringen sie in das Territorium zweier brutaler Schwarzbrenner ein, die zwei von ihnen gefangennehmen und grausam vergewaltigen. Mit Hilfe der anderen beiden, gelingt es, einen der Outlaws zu töten, dem zweiten gelingt die Flucht. Nun beginnt der nervenzerfetzende Weg zurück in die Zivilisation, ein Kampf ums Überleben, der mörderische Instinkte in ihnen weckt.

Details

Jon Voight, Burt Reynolds, Ned Beatty, Ronny Cox, Ed Ramey, Billy Redden, Seamon Glass, Randall Deal, Bill McKinney, Charley Boorman, Ed O´Neill
John Boorman
Vilmos Zsigmond
James Dickey

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Keine Erlösung
    Weil eine ‘Flussfahrt‘ wohl 1972 nicht reißerisch genug war, fand man diesen genialen deutschen Titel. Da lob ich mir doch noch den anderen vom Sterben, von 007, denn da tut man es wenigstens zweimal. John Boorman, der alte Umweltaktivist, dachte bei seinem Titel wohl eher an ‘Erlösung‘ bzw. ‘Befreiung von dem Übel‘, was es für die Überlebenden der wilden Kanufahrt nicht gibt. Der Albtraum bleibt.
    Die Aufnahmen von der Wildwasserfahrt sind spektakulär und mit Tempowechseln gut getimed. Die Frage nach der Entsorgung der Leiche eines Hillbillys, die durch Notwehr herbeigeführt wurde, wird ausgiebig diskutiert.
    Neben dieser Last, die den Beteiligten trotz Notlüge auf der Seele brennt, überhöht Boorman das Ganze, indem der Ort der Handlung als Stausee demnächst überflutet werden soll. Damit sind alle äußeren Spuren verwischt, nur nicht die im Inneren von den damals noch unbekannten Ned Beatty und Ronny Cox. Die beiden anderen Jon Voight und Burt Reynolds waren keine Frischlinge im Filmgeschäft. Sie agieren aber hier in für sie recht ungewöhnlichen Rollen und sorgen für gute Unterhaltung.