Betty und ihre Schwestern

 USA, Kanada 1994

Little Women

Drama, Romanze, Literaturverfilmung 115 min.
7.30
film.at poster

Starbesetzte Neuverfilmung des Romans "Little Women" von Louisa May Alcott

Der US-Klassiker «Little Women» der Autorin Louisa May Alcott begeisterte schon Generationen von jungen Leserinnen. Bereits dreimal wurde die anrührende Geschichte verfilmt (u. a. 1933 als «Vier Schwestern» von George Cukor mit Katharine Hepburn). Die Australierin Gillian Armstrong («Meine brillante Karriere») geht nun ein viertes Mal daran, die Story der «kleinen Frauen» neu aufzuarbeiten:

Die fünf March-Frauen müssen sich während des Bürgerkrieges allein durchschlagen. Trotzdem unterstützt Mutter Marmee (Susan Sarandon) Hilfsbedürftige, wo sie kann. Aber auch ihre Töchter, die wilde Jo (Winona Ryder), die ernste Meg (Trini Alvarado), das Nesthäkchen Amy (Kirsten Dunst) und Beth (Claire Danes) sind bereit, Opfer zu bringen: Sie schenken ihr heißersehntes Weihnachtsfrühstück einer hungernden Nachbarsfamilie. Meist geht's den Mädchen aber ums Theaterspielen und junge Männer. Während Meg sich, zum Entsetzen von Jo, in einen korrekten Lehrer (Eric Stoltz) verliebt, ist Nachbarsjunge Laurie (Christian Bale) dagegen einfach nur Jos bester Freund. Denn Jo will Schriftstellerin werden und sonst nichts. Sie geht nach New York, versucht ihre Geschichten zu verkaufen und kommt erst nach Hause zurück, als Beth schwer erkrankt. Jo widmet später ihren Roman «Kleine Frauen» der toten Schwester... Gillian Armstrong setzt den frischen Charme der Darstellerinnen, allen voran Winona Ryder (sie wurde für einen Oscar nominiert), so gekonnt ein, daß man ihr Glück und Leid von ganzem Herzen mitfühlt. (Text: cinema.de)

Details

Winona Ryder, Gabriel Byrne, Susan Sarandon, Samantha Mathis, Trini Alvarado, Claire Danes, Christian Bale, u.a.
Gillian Armstrong
Louisa May Alcott

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Jo und ihre Schwestern
    Direkt aus dem Disney Märchenwunderland ein Feel-Good Movie mit viel Puderzucker und einen Blick durch die rosarote Brille in eine heile Welt. Taschentücher nicht vergessen, denn es gibt auch echte Tragik und Trauer. Der Film eignet sich besonders zur Weihnachtszeit, und falls es gerade keinen Schnee mehr geben sollte, hier ist er in Hülle und Fülle vorhanden.
    Als Zielgruppe kann man Großeltern und ihre Enkel im Alter der hier agierenden Mädels ausmachen. Die großen Stars von heute waren 1994 noch Girlys, die man aber schon mit ihrer heutigen Physiognomie erkennen kann. Da steht allerdings nicht Betty (Claire Danes) im Mittelpunkt (sie ist für den Gebrauch der Taschentücher zuständig), sondern Jo (Winona Ryder), die am Ende ihren ersten Roman: Originaltitel ‘Little Women‘ veröffentlichen wird. Sie emanzipiert sich ganz nebenbei, tritt für das Wahrrecht für Frauen ein, und wird vom deutschen Philosophieprofessor Friedrich Bhaer (Gabriel Byrne) erst unterstützt, dann geheiratet. Ihre beiden anderen Schwestern werden von Kirsten Dunst und Trini Alvarado mit erfrischendem, kindlichem Charme dargestellt. Über allen schwebt völlig unaufdringlich Übermutter Mrs. March (Susan Sarandon), die uns bisweilen durch pädagogisch wertvolle Ratschläge überrascht.
    In dieser ganzen Welt der Frauen steht noch der junge Laurie (Christian Bale), dessen erste Liebeserfahrungen am Ende auch von Erfolg gekrönt sein werden. Der Familienvater ist nur eine Randfigur, ein Held, der kämpft und verwundet heimkehrt. Ach ja!?