Black Hawk Down

 USA 2001
Drama, Action 22.11.2002 144 min.
7.70
Black Hawk Down

Ein auf wahren Ereignissen basierender Kriegsfilm - vom Meisterregisseur Ridley Scott ("Gladiator").

Ein auf wahren Ereignissen basierender Kriegsfilm mit Josh Hartnett und Ewan McGregor - vom Meisterregisseur Ridley Scott ("Gladiator"). Die tragischen Ereignisse der Schlacht von Mogadischu 1993 nahmen Meisterregisseur RIDLEY SCOTT und Blockbuster-Produzent JERRY BRUCKHEIMER als Ausgangspunkt für den realistischsten Kriegsfilm in der Geschichte Hollywoods.1993: Um den Machtapparat des somalischen Diktators Aidid zu schwächen, planen US-Spezialeinheiten in Mogadischu die Entführung einiger seiner wichtigsten Generäle. Als während eines Einsatzes zwei Black-Hawk-Hubschrauber der Amerikaner abgeschossen werden und fast 100 Soldaten in der Stadt zwischen schwer bewaffneten Angreifern festsitzen, entwickelt sich der als Routine geplante Einsatz zur Tragödie ...Prädikat: sehenswert
Länge: 143 MinutenWien ab 16, Bundesländer ab 14 Jahren

Details

Josh Hartnett, Eric Bana Ewan McGregor, Tom Sizemore, William Fichtner, Jason Isaacs, Jeremy Piven, Sam Shepard
Ridley Scott
Lisa Gerrard, Hans Zimmer
Slavomir Idziak
Ken Nolan, Steven Zaillian
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der 7. Vietnamkrieg
    Hollywood hat die militärischen Einsätze der US Armee immer schon begleitet und gedeutet. In den 70er und 80er Jahren wären jeweils drei große Produktionen zu nennen, die alle verschiedene Ansätze hatten und sehr prominent besetzt waren.* Das Besondere an diesem Film hier ist der ruhige Anfang und der nachdenkliche Schluss. Dazwischen wird ganz schön viel geballert und häufig, manchmal unerwartet gestorben. Gelegentlich begleitet von coolen Sprüchen. Im Gegensatz zu allen anderen vorhergehenden Filmen sehen wir computergesteuerte Einsätze, die manchmal blutigen Videospielen ähneln und mit modernster Ausrüstung punkten. Was früher der Dschungel war, ist hier der Häuserkampf in Somalia, in dem es ähnlich unübersichtlich zugeht. In keinem der Filme werden Helden glorifiziert, aber Heldentaten dargestellt. Wenn beide kriegführenden Parteien der Ansicht sind „Ohne einen Sieg kann es keinen Frieden geben“, versteht man die Unerreichbarkeit des gesteckten Ziels.
    *
    1977 ’Coming Home’. Hier geht es um ein Invalidenschicksal und die Liebe im Rollstuhl.
    1978 ’Die durch die Hölle gehen’ behandelt eine Männerfreundschaft und die psychischen Folgen des Krieges.
    1979 ’Apokalypse Now’. Zeigt einen einsamen, verirrten und etwas verwirrten Alten.
    1986 ’Platoon’ zeigt die erbarmungslose Härte des Krieges.
    1987 ’Full Metal Jacket’. Die unmenschliche Ausbildung der Soldaten steht im Mittelpunkt.
    1989 ’Geboren am 4. Juli’ zeigt den Protest von Kriegsveteranen.

  • Etwas langweilig, wie fast jeder Kriegsfilm, aber ein höchst interessantes Thema
    Black Hawk Down



    Am besten einfach keine Erzählung, sondern die wahren Ereignisse vom 3. Oktober 1993 ¿ 4. Oktober :

    14:49 Die Klanführer der Habr Gidr werden in einem Gebäude in der Hawlwadig Road in der Innenstadt von Mogadischu gesichtet.
    15:32 Die Mission beginnt mit 19 Hubschraubern, 12 Fahrzeugen und 160 Mann.
    15:42 Vier Ranger-Einheiten seilen sich von vier Black-Hawk-Helikoptern ab, während Delta-Force-Soldaten von Little-Bird-Hubschraubern abgesetzt werden. Ein Ranger, Todd Blackburn, greift neben das Seil und fällt 20 Meter tief auf die Straße.
    16:00 Bewaffnete Somali-Militärs nähern sich dem Zielgebiet von allen Seiten.
    16:02 Die Angriffstruppen melden, dass die Klanführer und 21 weitere Männer in Gewahrsam genommen wurden. Als der Trupp sich darauf vorbereitet, die Zielgegend zu verlassen, werden drei Vehikel abgestellt, um den verletzten BLACKBURN zur Basis zurückzubringen.
    16:15 Kämpfe und die daraus resultierende Verwirrung verzögern das Verladen der Gefangenen und die Abfahrt.
    16:20 Black Hawk Super Six One, geflogen von CHIEF WARRANT OFFICER CLIFF WOLCOTT, den seine Freunde nur "Elvis", nennen, wird von einer Granate getroffen und stürzt fünf Blocks nordöstlich des Zielgebäudes ab.
    16:22 Hunderte von Somalis halten Kurs auf die Absturzstelle. Der Konvoi mit den Gefangenen und Bodentruppen beginnen sich in Richtung des abgestürzten Hubschraubers zu bewegen. Black Hawk Super Six Four, geflogen von CHIEF WARRANT OFFICER MIKE DURANT, nimmt die Stelle des abgestürzten Helikopters über dem Kampfgebiet ein.
    16:28 Ein Such- und Rettungsteam wird abgeseilt und soll die Crew des niedergegangenen Helis unterstützen.
    16:35 Der U.S.-Konvoi biegt falsch ab und bewegt sich orientierungslos durch die labyrinthartigen Straßen von Mogadischu, wo er immer wieder auf Straßenblockaden stößt und schwere Verluste hinnehmen muss.
    16:40 MIKE DURANTS Black Hawk, Super Six Four, wird ebenfalls getroffen und stürzt etwa eine Meile südöstlich des Zielgebäudes ab. Feindlich gesinnte Truppen bewegen sich auf den gecrashten Hubschrauber zu.
    16:42 Zwei Heckenschützen der Delta Force, SGT. RANDY SHUGHART und SGT. GARY GORDON, melden sich freiwillig, um zur zweiten Absturzstelle zu eilen und dem verletzten Mike Durant und seiner Crew zu helfen.
    16:54 Der "verirrte Konvoi", dessen halbe Mannschaft mittlerweile schwer verletzt oder tot ist, bricht die Suche nach dem ersten abgestürzten Black Hawk ab und kämpft sich den Weg zurück zur Basis - nahe der Ozeanküste - frei.
    17:03 Ein kleinerer Notkonvoi wird abgestellt und soll die Männer retten, die an Durants Absturzstelle festsitzen. Der Konvoi wird schwer beschossen und stößt auf Straßenblockaden und andere Hindernisse.
    17:34 Die beiden Konvois, angeschlagen und voller Verwundeter, treffen sich und geben den Versuch auf, zu Durant durchzudringen. Die verbleibenden Ranger und Delta-Force-Soldaten der Bodentruppen sammeln sich bei der ersten Absturzstelle und erleiden dort schwere Verluste.
    17:40 Somali-Truppen stürmen Durants Absturzstelle. Sie töten SHUGHART und GORDON und den Rest der Crew von Super Six Four, mit Ausnahme von Durant, der als Geisel von der Somali-Miliz abtransportiert wird.
    17:45 Die Konvois kehren zur Basis zurück. 99 Männer bleiben eingekesselt in Mogadischu. Sie befinden sich an der ersten Absturzstelle und sind von Feinden eingekreist. Sie kämpfen um ihr Leben.
    22:00 Ein gigantischer Konvoi mit zwei Kompanien der 10th Mountain Division und dem Rest der Task Force Ranger sowie pakistanische Panzer und malaysische Panzerfahrzeuge der Friedenstruppe der U.N. setzen sich in Bewegung, um die gefangenen Soldaten zu befreien.





    4. Oktober 1993

    01:55 Der Rettungskonvoi erreicht die eingekreisten Ranger. Die Nacht gehört den amerikanischen "Nightstalkers" - Top-Piloten der 160th SOA

    Re: Etwas langweilig, wie fast jeder Kriegsfilm, aber ein höchst interessantes Thema
    fast keine Handlung, herumgerenne, Herumgehopse, und ein paar schmerzverzerrte Leute. Kein Hintergrund, 144 Min. Länge, und schöne Farben, und kaum sah man Ansätze von Privaten Geschichten der Soldaten oder Freizeitbeschäftigung, das man das ganze doch als ein bisschen interessant hinstellt, also die Story, war es auch schon vorüber. Windtalkers war besser, aber der war nur blutig und brutal und auch nur ein herumgeschieße, der Film war nicht so blutig und brutal, aber ein dauerndes Herumgeballere, ohne Handlung ungefähr so wie ¿ Der schmale Grat ¿. Ich habe keine Ahnung wieso meine Freundin den Film gut fand, also vom Thema her, und wirklich so arg und schlimm, ich fand er war es nicht. Keine sich an kotzenden Leute wie man halt schon gewohnt ist vom Plakat und den Presseberichten, als schlimmster und schonungslosester Kriegsfilm den es gibt. Kurzfazit: Hubschrauber fliegen herum, Statisten ballern herum und Somalis sterben herum. Das war es eigentlich. Sonst die Kameraführung und die Technik waren O.K. der Sound auch, der Rest ist einfach nur fade aber vom Thema her sehr interessant. Es wird mal Zeit das diese Scheißsoldaten und Scheißgeneräle, und verschissenen Kommandozentralen endlich mal im Film so dargestellt werden wie sie wirklich sind, zum Großteil als Geldgierige Scheißmaschinerie die nur ausbeutet. Was haben eigentlich die Amis da unten verloren in Somalia ? Ich weiß es nicht.

    60 von 100

    Re: Etwas langweilig, wie fast jeder Kriegsfilm, aber ein höchst interessantes Thema
    4. Oktober 1993

    01:55 Der Rettungskonvoi erreicht die eingekreisten Ranger. Die Nacht gehört den amerikanischen "Nightstalkers" - Top-Piloten der 160th SOAR - die immer wieder Angriffe mit schwer bewaffneten Little-Bird-Angriffshelikoptern fliegen, um ihre festsitzenden Kameraden vor Angriffsversuchen der Somalis zu sichern.
    03:00 Die Ranger bemühen sich verzweifelt um die Befreiung der eingeklemmten Leiche von CLIFF WOLCOTT, Pilot von Super Six One. Sie handeln nach dem Ranger-Codex, wonach kein Mann - lebendig oder tot -- zurückgelassen werden darf.
    06:30 Die Truppen retten sich in ein U.N.-kontrolliertes Sportstadion. 18 Amerikaner sind tot, 73 verwundet. Die Verluste auf der Seite der Somalis wurden niemals bestätigt. Man vermutet 500 Tote und zahllose Verletzte.
    Ich dachte mir, meine Güte schon wieder ein Kriegsfilm, und schon wieder etwas was ich mir ansehen muss, da ja Kriegsfilme, in ganz, ganz seltenen Fällen sogar gut und spannend sind. Nach den letzten, etwas dämlichen Hollywood verschönernden Filmen wie ¿ Windtalkers ¿ und ¿ Wir waren Helden ¿ die ohne wenig Handlung daherkamen, jetzt wieder einer. Die Geschichte hat es wirklich gegeben in dem Film. Sie schildert die wahren Ereignisse im Oktober 1993, die hier in 144 Min. gezeigt werden, die in Wirklichkeit ein paar Minuten länger gedauert haben, von einem Krieg von dem man noch nie was gehört hat. Immer gab es nur Vietnam, 2. Weltkrieg, und in ganze seltenen Fällen sogar 1. Weltkrieg. Aber das war es auch schon. Ich habe mich gefreut endlich mal einen anderen Konflikt zu sehen, und somit habe ich mir ein Buch erspart. Praktisch aber es gibt auch einiges zu bemängeln. Die Story schildert den Angriff in Mogadischu im Markt, auf einige Größen des damaligen Regimes, die Amerikaner wollten böse Buben verhaften, die mit Aidid verantwortlich waren 300.000 Somalische Bürger abgewürgt zu haben und leider scheiterten sie. 1000 Somalis starben in den folgenden Stunden, und 19 Amerikaner. Natürlich war der Film in einer Hinsicht gut, er hat ein neues Thema aufgegriffen, er kam daher wie eine Dokumentation vom ZDF mit guten Darstellern, hervorzuheben Josh Hartnett, der absolut keine Anstrengung hatte, und nur nett dreinschaute, aber eben so wie bei ¿ Semper Fi ¿ eine Art Filmdokumentation war. Aber was war dann noch los ? Nun die 19 Amerikaner starben, aber hinsichtlich der 1000 Somalis, was solls. Sind halt die Amis die wieder etwas patriotisch dargestellt wurden, gestorben, aber was ist mit den Somalis ? Wieder wurde nichts verraten von der Gegenseite, wieder hörte und sah man nichts über deren Beweggründe, wieder hat man keine Ahnung wieso der Aidid Typ sein Volk meuchelt, wieder sah man nichts von Verhörmethoden von der armen Bevölkerung die in alten Slums wohnt, in Häusern die so baufällig sind, das bloßes Hinspucken alles zum Einsturz bringt. Eine Gegend die so trostlos ist wie ein Mobilklo im Dessert Valley. Leider wurde nichts darüber berichtet. Ehrlich gesagt grauslich ist der Film nicht, er hat auch keine so Hollywood Story wie ¿ Der Soldat James Ryan ¿ der auch kritisch kontrovers daherkam, und hatte auch keine so guten und bekannten Darsteller. Die Blutsequenzen waren sehr dürftig, etwas grauslich und 3 schlimme Szenen sah man, das war es. Die Amis haben ja damals gewonnen, das ist kein Geheimnis, die Story ist etwas langatmig und langweilig und man sieht absolut keinen Hintergrund von irgendwas. Eine Verhörszene die nur kurz andauerte hat mich auch verärgert, die Hintergründe wurden nur minimalst angedeutet und Ridley Scott als Regisseur sollte lieber bei dem bleiben was er kann. Die Hubschrauber rattern da herum wie ein Heuschreckenschwarm, und sind nett anzusehen, aber das war auch schon alles was das teure Budget ausmachte.
    Der Film ist irgendwie langweilig, man sieht Wüste, tapfere Soldaten, blöden Krieg, Schießerei, 0 ¿ fast keine Handlu

  • Kriegshubschrauber sind nun mal zum abschiessen da...
    sonst geht der sinn der sache verloren.
    mit solchen filmen kann man die bevölkerung (vor allem die eigene) auf kriegsbereitschaft einschwören. bzw je mehr ( aus hollywood im besonderen wird dieses genre ja massenweise versorgt) und brutaler gewalt gezeigt wird desto weniger protest ist zu erwarten.

    Ich war dieses jahr 5 monate in den usa arbeiten.
    Dass im fernsehen und kino haufenweise werbung( noch mehr als bei uns) zu sehen ist, ist für amerika normal. Bedenklich ist die massive (jeder 7. spot oder ~15%) werbung von offiziellen stellen wie NAVY, NAVY SEALS, US AirForce, Marines, und wie sie alle heissen, wie cool und toll es ist dabei zu sein und mitzuarbeiten /"mitzukämpfen"
    und zwar auf eine dermassen subtile art und weise vergleichbar mit zigaretten- oder autowerbung
    Bei manchen spots könnte man meinen es handle sich um werbung für ein ego-shooter-spiel.
    Diese Entwicklung ist äusserst bedenklich, leider sehen nur wenige einen grösseren zusammenhang dahinter.

    gunkl

  • so ein flop....
    ...kann der film doch nicht werden, daß er garnicht ins kino kommt, oder?! immerhin sind die trailer in den kinos schon oft genug gelaufen (aber das war bei "say it isn´t so" & "joyride - spritztour" ja auch so...)

  • Wann jetzt???
    Wisst ihr ab wann es den Film in Wien spielt??? Ich möchte ihn so gern sehn aber weiss ned ab wann es ihn spielt!!!!!!!
    Bitte helft mir!!!! BITTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    EURE LISA

    Re: Wann jetzt???
    die seite "film.at" sagt doch wohl eindeutig, dass der film ab 22.11. 2002 in österreich ins kino kommt - konnst net lesen???

    Re: Wann jetzt???
    Der Filmstart wurde vom Verleih auf unbestimmte Zeit verschoben. Ob er bei uns überhaupt noch ins Kino kommt ist fraglich...

    Re: Re: Wann jetzt???
    Das gibts doch nicht!!! ein Film der mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde, wird bei uns nicht gespielt. Noch dazu ein solch vielversprechender!
    Was soll ich da noch anschauen? Anstatt solch einen Blödsinn wie Stuart Little 2 oder sonstigen Irrsinn zu produzieren sollte mehr Wert auf richtig tolle Filme gelegt werden. Gibt es noch Hoffnung dass er bei uns in Österreich gezeigt wird? bitte, bitte antworten!!!!!!!!

  • weiss net so recht
    BLACK HAWK DAWN von Ridley Scott ist ein Kriegsfilm im Dokumentarstil (könnte man behaupten ohne wirklich zu lügen). Der Film ist atemberaubend in Szene gesetzt ... und ansonsten muss wohl jeder selbst entscheiden ob ihm das so reicht. Ein Antikriegsfilm ists ganz sicher nicht geworden.

    Re: weiss net so recht
    1. heißt der film "black hawk dOwn" und nicht "dawn"
    2. schreibt man weiß und nicht weiss

    Re: Re: weiss net so recht
    i krieg scho wieda an anfallll !!!

    bitte es ist wünschenswert das man gorect schreibt, aber für mich zählt immer noch der inhalt der aussage!! und wenn jetzt auch noch irgendwaS auftaucht und schreit wo ist das innen und der die das ..... schrei ich durch die leitung das es allen von den pc´s runterhaut!

    auf film.at ist der inhalt wichtig und nicht sonst irgend eine "scheiSSSe"

    ich hoffe ich muß mich nie wieder zu diesem thema äußern!

    Re: Re: weiss net so recht
    wir sind hier übrigens bei film.at und nicht beim Konrad Duden network - für alle denen das nicht klar sein sollte.......

    Re: Re: weiss net so recht
    muss mit doppel S weil kurzer selbstlaut; um da mal klugscheißerisch mitzuwirken *g*

    Re: Re: weiss net so recht
    und 3. schreibt man eigentlich muss oder muß - jetzt will ichs ganz genau wissen!

  • Was ist die "Realität"?
    Wenn mir ein solcher Film vorgesetzt wird, kann ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, daß Jerry Bruckheimer und Ridley Scott, ansonsten eher Freunde des Undifferenzierten, ein Publikum, das den Krieg maximal aus Nachrichten-Clips kennt, darüber aufklären will, wie es in einem Kampfeinsatz bzw. im Krieg "wirklich" zugeht.
    Wer von uns will das beurteilen können? Der Mangel an Dialogen und Plot und die grobkörnigen, hektischen CNN-ähnlichen Aufnahmen erwecken natürlich den Eindruck, dass "Black Hawk Down" der (eindimensionalen)Realität sehr nahe kommt. Zur reinen Unterhaltung taugt der Film folglich natürlich nicht.
    Die oft erwähnte pädagogische Wirkung spreche ich dem Film (vielleicht dreisterweise) in jeder Hinsicht ab. Wenn ich mir ein Bild von den Ereignissen machen möchte lese ich eine gute Zeitung, schau mir die ZIB an, schlage in Geschichtsbüchern nach und lasse mich nicht von einer Hollywood-Produktion belehren.

    Zugute halten muß man dem Streifen freilich, daß dem Publikum endlich einmal die ansonsten nie endenwollende Stars-and-stripes-Anbetung erspart bleibt. Und endlich einmal läßt Ridley Scott mal wieder einen Funken seines (schon fast komplett verheitzten) Regie-Talents aufblitzen, auch wenn er bei den Mitteln ganz gehörig im Nähkästchen seines Bruders Tony ("Spy Game") wühlt. Die Oscar-Nominierung (wenn auch mangels fähiger Konkurrenz) finde ich OK!
    4/10 nach IMDB

  • PURER (SPANNUNGSARMER) SCHWACHSINN
    Was ist nur über Regisseur Ridley Scott (u.a. "Blade Runner, 1982) gekommen, dieses Projekt in Angriff zu nehmen? Eine Aneinanderreihung von Stereotypen, einer flach aufbereiteten Story, untermalt von der unpassendsten orchestralen Untermalung, die je von Komponist Hans Zimmer kreiert wurde. Das der Film (wie schon der erste Satz zu Beginn offenbart) auf tatsächlichen Ereignissen basiert, trägt sein übriges dazu bei.

    Aber beginnen wir ganz am Anfang ... Das es in den letzten Jahren seit der Wiederaufkeimung des Kriegsfilm-Genres zu neuen Methoden der Gräueldarstellungen gekommen ist, war ein unausweichlicher Prozess. Begonnen hat alles mit Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan", welcher zum ersten Mal die Kamera (und damit auch den Zuschauer) mitten ins Gefecht geführt hat. Verwaschene, ausgebleichte Bilder erinnern an alte Wochenschauberichte, so Spielbergs Absicht. Eine originelle Idee, um den gelangweilten Kinobesuchern und geschichtsunwissenden Filmfans mal den wahren Kriegsalltag zu zeigen. Schockierend, monströs, blutig. Mitten im Kugelhagel, rund um einen abgetrennte Gliedmaßen, Verwundete, Tote.
    Das dieser (Erzähl-)Stil einmal kopiert werden musste (und dann auch noch so fadenscheinig schlecht), war vorauszuahnen. Scott übernimmt die Technik, um Bilder im CNN-Format zu formen, doch fehlt die Motivation nach Neuem. Er versucht, den Zuschauer mitfühlen zu lassen, mit den Ängsten seiner Protagonisten, verfehlt sein Ziel jedoch um einiges.

    Da kann ihm nicht einmal das Darstelleraufgebot (routinierte, alte Hasen kombiniert mit Newcomern und TV-Serien-Akteuren) helfen, ist dies doch wiederum eine Kopie. Hat nicht Terence Malick seinen "Der schmale Grat" ebenso inszeniert? Und in diesem ging es philosophischer zu. Was man von einigen kläglichen Versuchen Scotts nicht behaupten kann. Stupide Dialoge, szenenweise nur dummes Geschreie und am Ende soll der (Kriegs-)Einsatz einen Sinn haben. Tut mir leid.

    Vielleicht hat sich Produzent Jerry Bruckheimer mit seinem neuesten Werk übernommen. War schon "Pearl Harbor" ein absolut dummer Film (mal abgesehen von den gut choreographierten Action-Sequenzen), so ist "Black Hawk Down" der große Untergang. Er sollte sich lieber wieder dem Produzieren von Popcorn-Kino widmen, wie er es einst gelernt hatte. Oder war das hier gar seine Absicht? Dann ist es gründlich in die Hose gegangen.

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