Bugsy

 USA 1991
Drama, Krimi, Biografie 136 min.
6.80
Bugsy

Biopic über den legendären Prohibitionszeit-Gangster Bugsy Siegel

Benjamin "Bugsy" Siegel (Warren Beatty) ist eine der schillernsten Figuren im Amerika der Dreißigerjahre, gemeinsam mit Meyer Lansky und Lucky Luciano ist er einer der Könige des New Yorker Glücksspiels.

Eines Tages entwickelt er die kühne Idee, ein riesiges Vergnügungsparadies in der Wüste von Nevada zu errichten. Der Plan gelingt schließlich gegen alle Widerstände, der Grundstein für das Spielermetropole von Las Vegas ist gelegt...

Details

Warren Beatty, Annette Bening, Harvey Keitel, Ben Kingsley, Elliott Gould, Joe Mantegna, u.a.
Dean Jennings, James Toback
Barry Levinson

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ein glamouröser Gangster
    Ein Gangsterfilm durchgestylt im Hochglanzformat, ein Liebesfilm mit handfesten Prügeleien der Verliebten und ein Denkmal für den Mann, der Las Vegas entstehen ließ. Aus der Promi-Schar ragt das Pärchen Beatty/Bening heraus. Sie liefern sich nicht nur geschliffene Rededuelle, sondern wenn sie intim werden, sind sie sich sehr vertraut (das Glamourpärchen!). Beatty gibt den Bugsy so zwischen Promi und Gangster, die Bening schwebt so zwischen Edelnutte mit Herz und echten ganz tiefen Gefühlen. Auch wenn der Zuschauer Bugsys Ende kennt, kann er ihr Minenspiel genießen, als sie davon erfährt: Erstaunen, Ungläubigkeit, Entsetzen, Sprachlosigkeit: einfach grandios dieser gefühlsmäßige wortlose Whirlpool in ihrem Gesicht.
    Die anderen Vertreter der halbseidenen Unterwelt wie z.B. Harvey Keitel oder Ben Kingsley erhöhen durch ihren Auftritt die Qualität des Films und Ennio Morricone setzt wie so oft das musikalische Sahnehäubchen auf die Filmtorte.
    Manche Probleme wie die Mordanklage verschwinden in der Versenkung, andere Szenen wie die sogenannte Geburtstagsparty von Bugsys kleiner Tochter gehen ins Groteske und erinnern an die Screwball Comedys von Ernst Lubitsch. So vergisst man, dass alles ja ein wenig zu glatt abgeht, selbst die Scheidung von Bugsys Frau. Auch die Morde und finanziellen Transaktionen werden nicht vertieft und gehen im Glamour des alten Hollywood unter. Schön anzuschauen wie der sterbende Schwan. Gute Unterhaltung.