City of God

 Brasilien/USA/F 2002

Cidade de Deus

Drama, Krimi 09.05.2003 ab 14 120 min.
8.70
City of God

Atemlos und packend erzählt Regisseur Fernando Meirelles die Geschichte von Armut und Drogen, Ehrgeiz und Gewalt

Wenn man in der "Cidade de Deus", der CITY OF GOD - einem der Favelas von Rio de Janeiro aufwächst, ist die Kindheit früh zu Ende. Was andernorts Bandenspiele sind, ist hier Bandenkrieg - mit echten Waffen. Hier wachsen der rücksichtslose Dadinho (Leandro Firmino da Hora) und der schüchterne Buscapé (Alexandre Rodrigues) auf. Um zu überleben, setzt Dadinho auf Kokain-Handel, Gewalt und Raubüberfälle. Buscapé hingegen träumt davon Fotograf zu werden. Nach zwanzig Jahren haben beide ihr Ziel erreicht. Buscapé ist ein erfolgreicher Fotograf. Dadinho ist Zé Pequeno, der gefürchtetste Drogen-Dealer Rios. In der CITY OF GOD ist sein Wort Gesetz.... bis Mane Galinha (Seu Jorge) auftaucht. Mane wird Zeuge der Vergewaltigung seiner Freundin und beschließt, Zé aus Rache zu töten. Über Nacht schart er eine Armee von bewaffneten Kindern um sich, die alle das gleiche wollen: Zés Tod. In der CITY OF GOD bricht der Krieg aus.

Atemlos und packend erzählt Regisseur Fernando Meirelles mit virtuosen Schnittfolgen die Geschichte von Armut und Drogen, Ehrgeiz und Gewalt aus der Perspektive derer, die sie täglich erleben. Der Film CITY OF GOD, der auf dem Roman "Cidade de Deus" von Paulo Lins basiert, hat bereits vom ersten Tag an für Furore gesorgt und vertritt Brasilien bei der diesjährigen Auswahl zur Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film und wurde weltweit auf Festivals (u.a. Cannes, Toronto) von Publikum und Presse gefeiert.

Details

Leandro Firmino da Hora, Phelipe Haagensen, Seu Jorge, Matheus Nachtergaele, Alexandre Rodrigues u.v.a.
Fernando Meirelles, Co-Regie: Kátia Lund
Ed Cortês, Antonio Pinto
César Charlone
Bráulio Mantovani, nach dem Roman von Paulo Lins
ab 14

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mist!
    Also, was daran schockierend, schonungslos, brutal oder ein Geniestreich sein soll, weiß ich nicht.
    Die dauernde Herumschießerei ist nach längstens einer halben Stunde ermüdend. Man kann die Negerbälger kaum auseinanderhalten; einer sieht aus wie der andere.
    Der Kommentar des Ich-Erzählers ist - zumindest zu Beginn - auf der Seite der kids: wer nichts hat und nicht arbeiten will, muss trotzdem leben und holt es sich eben von denen, die etwas haben und die arbeiten. Sehr sympathisch!
    Freue mich schon auf die Beutezüge der Großfeldsiedler und Schöpfwerkler. Ich bin gerüstet! (Aber die sehen den Film eh nicht!)

  • Teil 4 der Filmkritik
    Ein Film für jeden einfach, nicht für Kinder geeignet, und auch nicht für Frisch verliebte, die könnten sonst bei der nächsten Einkaufstour am Markt auf die Idee kommen eine Marihuana Plantage anzubauen am Fensterbrett. Der Film zeigt auch deutlich was durch den Umgang mit Drogen passieren kann, was rauskommt wenn man desolate Familienverhältnisse hat, und was ein Leben ohne GOTT bedeutet.

    85 von 100

  • Kein Humor, dafür realistisch, echt, und grausam
    City of God



    Wer sagt das Filme mit Laiendarstellern nicht gut sein sollen ? Der ist hier richtig, denn er wird anderer Dinge belehrt. Gleich vorweg, er dauert 128 Min. und ist einer der brutalsten Filme seit langem. Leider Gottes ist dieser Film noch dazu ein Film der auf einer wahren Begebenheit basiert. Und für Leute die sich für Brasilien etwas interessieren, und die Geschichte der unzähligen Slums und Satellitenstädte in der Umgebung von Rio kennen, und vielleicht auch dort waren, für Leute die am Weltgeschehen nicht nur am Rande interessiert sind, sondern auch darüber hinaus, was aus den eigenen 4 Wänden, und dem eigenen Land noch so passiert auf dieser Welt, für Filmkritiker, und für Leute die anspruchsvolle Filme mögen, und für Leute die mal was anderes sehen wollen als der übliche Hollywoodkitsch, ist dieser Film was ganz besonderes.

    In Rio de Janeiro, oder besser im Süden existiert so was wie eine Satellitenstadt, zumindestens damals 1968, wo unsere Geschichte beginnt. Sie heißt Cidade de Deus ¿ auf Deutsch ¿ Stadt Gottes, und ist eine der größten Barackensiedlungen des Landes. Fast keiner der Touristen dürfte dort gewesen sein, an einem Ort der fernab jeder Postkartenidylle ist, einem Ort wo das Fegefeuer teilweise so hell ist, das man sich in der Hölle fühlt.

    Die ganze Geschichte beginnt 1978, wo man eine Bande jugendlicher Krimineller ein Fest feiern sieht, einem Huhn nachlaufen sieht, und der Polizei mit Waffengewalt zu entkommen versucht. Wer sich an ¿ Amores Perros ¿ oder ¿ Scarface ¿ im folgenden erinnert, wird hier nicht fremd sein.
    Das ganze funktioniert noch dazu wie eine Art ¿ Pulp Fiction ¿ als Milieustudie über den Hexenkessel der sich alltäglich da unten abspielt. Aber zurück zur Handlung.

    Die Geschichte ist eigentlich die einer Freundschaft. Von 2 Jugendlichen, LÖCKCHEN, und BUSCAPE.
    Am Anfang soll BUSCAPÈ das Huhn einfangen das LOCKE entwischt ist, und da beginnt im Offton die ständige Erzählung einer Lebensgeschichte.

    Vor vielen Jahren, so um 1968 wurde von der Regierung aus, einige Leute umgesiedelt, in verwahrloste Barackensiedlungen. Es war eine der mehrfachen von der Regierung durchgeführten Umsiedlungsaktionen, um die mittelständische Bevölkerung und die Schwerarbeiter in bessere Verhältnisse zueinander zu bringen. In Wirklichkeit war das Elend vorprogrammiert. Und die Regierung dürfte das verschwiegen haben.

    Häuser die Reih an Reih stehen, kein Krankenhaus, kein Kino, kein Restaurant, nur alte Cafes, alte Landstraßen, kleine Seitengassen, alles nach dem Reißbrett entworfen. Unfreundlich, kalt, düster, staubig, und voll von armen Menschen leben hier die Kinder, ohne Schulbildung, sondern lieber in Straßengangs.

    BUSCAPÈ ist einer davon. BENÉS der Freund von LÖCKCHEN. CABELEIRA, ein Tunichtgut, der für die meisten ein Ausländer ist. AICATE einer der wenigen größeren Jungs in dem Film. Und MARRECO der Bruder von BUSCAPÈ. Diese 5 bilden eine Jugendgang. Die Wild Angels. All diese Jungs waren unten mehr gefürchtet als alles andere, da sie jeden und alles überfielen, und ausraubten. Sie alle träumten vom großen Reichtum, den jeder schnell haben wollte. Der Vater von BUSCAPÈ und MARRECO ist Fischhändler, seine Frau Hausfrau. CABELEIRA ist ständig hinter Mädchen her, AICATE träumt von Ruhm, und BENÈ ist eine Art Wohltäter und Mitläufer. Sie alle hat nie wer gefangen. Die Polizei die ständig Razzien durchführt kann keinen von Ihnen erwischen. Die Armut schweißt die ganze Bevölkerung zusammen, und sie halten eine Einheit, jeder hält dicht, sogar bei Mord.

    CABELEIRA, der große Bruder von BENÈS plant wieder mal ein großes Ding, doch LÖCKCHEN kommt Ihnen zuvor und erzählt ihnen von einem Überfall auf ein Bordell, was sie auch durchführen. Der 7 Jährige will unbedingt dabei sein, doch wird er draußen gelassen. Als Wache wenn die Polizei kommt, soll er einen Warnschuss abgeben

    Re: Kein Humor, dafür realistisch, echt, und grausam
    Als Wache wenn die Polizei kommt, soll er einen Warnschuss abgeben. In der Zwischenzeit rauben die anderen das Bordell aus. Ein Warnschuss fällt, alle flüchten, die Belegschaft liegt teils gefesselt am Boden. Sie flüchten kurz danach. Kurz darauf ist die Polizei Ihnen auf den Fersen. Sie erwischen sie nicht. Was sie nicht wissen ist, das 3 Monate nach dem Überfall das ganze so aktuell war als wäre es gestern, denn es ist noch etwas passiert. Alle Leute im Bordell sind tot.

    Von da an passiert es schlagartig, Flucht, Gefahr, und Liebe.
    Ein Zeitsprung von 10 Jahren, BUSCAPÈ ist 17, träumt von der Liebe zu ANGELIKA und seiner kleinen Kamera die er sich organisiert hat. Doch diese ist mit wem andere zusammen. Er versucht es immer wieder und kann bei ihr nicht landen. Er ist noch Jungfrau, jeder weiß das.
    Aus LÖCKCHEN und BENÈS ist inzwischen ein Paar geworden ein Freundschaftspaar das jeden Menschen der Ihnen im Weg ist liquidiert. Mit Waffengewalt kommen die beiden am weitesten. Seit Jugendbeinen an sind sie Gewalt schon gewohnt, hatten keine Eltern, und kümmerten sich nicht um das Gesetz. Sie töten, morden wie es Ihnen gefällt, und bald haben sie mehr getötet als jeder andere in der Umgebung von Rio und vor Ihrem 18. Lebensjahr sind sie die meistgesuchtesten Verbrecher von Rio.

    Ein anderer Sprung in eine andere Erzählung. Wir erfahren was von SANDRO, den sie KAROTTE nennen, weil er rotes Haar hat, er ist ein Dealer. Er ist früher als er klein war Bote gewesen, hat sich zum Läufer gemausert, und über die Ausbildung als Soldaten mit mehr Verantwortung wurde er Dealer, und Marihuana, Kokain das damals sehr neu und gleich berühmt war, wurde er reich, und als gewissenloser Gangster will er selber nur eines, die Macht genießen von der andere nur träumen, und Geld besitzen. Doch im Gegensatz zu seinem Gegenspieler LOCKE wird er inzwischen genannt, nach einem Voodooritual bei einem Schamanen, ist er kein gewissenloser Allestöter.

    Nächster Filmsprung, wir erfahren wie sich die Lebensgeschichte von LÖCKCHEN entwickelte. Er war damals gerade Schmiere gestanden bei dem Bordell, dem Überfall seiner Freunde, wo AICATE nach der Flucht sein Leben zu ändern versuchte und Priester wurde und wir erfahren was es mit dem Morden auf sich hat. Er hat damals im Alter von 7 schon die Lust am Töten entdeckt, und hat alle gekillt, mit einem Lächeln auf den Lippen. Von da an hat er seiner Lust am Töten einfach nachgegeben, zu jeder Zeit und hat sich so Ruhm und Macht erschossen, und ist zum Boss von der Stadt Gottes geworden, die in den späten 70 ern wo die Geschichte sich abspielt. Dort wo Baracken waren, sind jetzt Betonbunker.
    BUSCAPÈ hatte einen Bruder, MARRECO, der war auf der Flucht, aber leider nicht lange, LÖCKCHEN hat ihn zuvor gefunden. Und als sie 18 sind, und die meisten Ereignisse vergessen sind, kommen sie in die Favelas wieder zurück, mit Gewalt.

    Mit den neuen Einwohnern, ziehen auch neue Drogenkuriere und Boten in die Stadt, und so trifft BENÈ auf seinen späteren Freund TIAGO, der ihn in Sachen Klamotten als Berater dient. Während BENÈ das Drogengeld für sein Leben in Saus und Braus braucht, zieht sein Freund LOCKE es vor das Geld für weitere Gewaltakte und weitere Einschüchterungsversuche zu nutzen, und so nimmt eine Geschichte seinen Lauf wo bald BUSCAPÈ ein sehr wichtiger Mann wird.

    Doch das sieht man im Kino zur Genüge und viel besser als es hier zu erzählen ist. Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel von BUSCAPÈ gefilmt, der die ganze Zeit redet, von 1967 ¿ 1978, sieht man einen wichtigen Ausschnitt aus seinen Leben. Sehr angenehm ist die Stimme zu hören, weil sie der teils sehr rohen Gewalt eine besondere Nuance gibt, nämlich die das man sich auf den Film konzentriert, denn man ist geneigt sich eher abzuneigen und dem Film ein Schlaftablettelchen zu geben, denn diese ganze sinnlose Gewalt, die man zwar nicht so i

    Re: Re: Kein Humor, dafür realistisch, echt, und grausam
    die man zwar nicht so in dieser Intensität gesehen hat, aber durch genügende Kriegsberichte und Nachrichten ist nun wirklich nichts neues. Doch es entwickelt sich eine Geschichte nach einiger Zeit die man sich mehr als gerne ansieht, nämlich wie haben die Jugendbanden einen Anfang gehabt ? Rio ist ja bekannt dafür das Kinder schon im frühesten Kindesalter an lieber mit der Pistole als dem Schnuller zum Einkaufen gehen, und so ist das Problem heute noch ein schlimmeres, die Einwohnerzahl stieg in den letzten Jahren immens an, doch was ich bei dem ganzen zu sagen versuche ist die Tatsache, das diese Gewalt eine Art Anfang nahm, und das es sehr interessant ist zu sehen, wie ein Nicht Hollywoodüblicher Film seinen Werdegang um die Welt nimmt, als von den Kritiken überall gefeiertes Machwerk, das die Verfilmung eines brasilianischen Romans von PAOLO LINS ist. Die Kamera war die ganze Zeit oder fast immer auf BUSCAPÈ und LOCKE gerichtet, und dann kurze Zeit auch auf KAROTTE, aber sonst immer auf die 2 Hauptakteure. So hat man nie die Beziehung zu den Anti Helden verloren. Denn so was sind sie. Das ganze ist irgendwie auch ein Film über die Probleme der Jugendlichen in anderen Ländern die wir in unserer Medienverseuchten Welt absolut nicht mal vom kleinsten Prozent an kennen. Wir haben es überall gut, keiner braucht um sein Überleben zu kämpfen, und sehr wenige Leute hier in unseren Breitengraden denken über andere Leute nach denen es umso viel schlechter geht. Die Darsteller sind wie gesagt alles Laiendarsteller, sehr wenig bekannt, auch in Brasilien, da es im großen und ganzen Kinder und Jugendliche sind. Die wenigen Erwachsenen die mitspielen reflektieren das Recht des Erwachsenen auf den Zuseher, der von der Polizei oder sonst einer anderen Ordnung ist und eher korrupt ist, wie die ganze Polizei in dem Lande wahrscheinlich.

    Was mich gestört hat ist das die ganze Zeit die Farbe des Filmes, der im normalen Widescreen Format wohl vorliegt in braun gehalten ist, um wahrscheinlich damit seine Realität widerzugeben die er versucht hat den Zusehern nicht vorzuenthalten, und zwar in grausigem Sinne, da hier die ganzen Szenen an Intensität im negativem Sinne gewinnen, und die ganze Blutorgie realistischer erscheinen lässt und uns der ganze Anblick von Blutlachen überall erspart bleibt. Die Inszenierung ist etwas langatmig und nach einiger Zeit gingen mir die ganzen Schießerein, der Ehrenkodex der Gangster und die ganze Herumdealerei am Nerv, da ich doch lieber an einem schönen Wochenende mir einen Film ansehen möchte, wo man doch wenigstens was schönes mit nach Hause nimmt, wie sonst die Billiardeurin an der Abendkasse, die sah so schnuckelig aus als meine Freundin nicht hersah. Die war die ganze Zeit still wie immer, und mir sehr dankbar das ich es auch war.

    Ein Film über Verrat, Tot, Lust und Urteil, über Liebe, die Probleme mit Gewalt und den Umgang mit Drogen, und das alles aus einem Land von dem man eigentlich gar keine Filme kennt, außer diese ganzen unsinnigen Telenovelas. TV Serien die sich immer nur um Liebe und Eifersucht drehen.
    Die Dialoge waren gut, nicht übertrieben wie in anderen Killerkommandofilmen, sondern eher astrein normal gehalten, abseits von unnötigem Pathos und dem ganzen Herumgequatsche von Ey Mann wo ist meine Knarre. Geschimpft wurde irre viel, das hat mich teilweise auch gestört, aber abgesehen von einigen Mängeln die das beschissene realistische Leben in der Armut so rüberbringt hat mich der Film doch etwas beeindruckt, da er ein altes Thema in einem viel interessanterem Licht dastehen lässt und nicht die ganze Verunstaltung durch dämliche Dialoge aufnimmt.

    Ein Film für jeden einfach, nicht für Kinder geeignet, und auch nicht für Frisch verliebte, die könnten sonst bei der nächsten Einkaufstour am Markt auf die Idee kommen eine Marihuana Plantage anzubauen am Fensterbrett. Der Film zeigt auch deutl

  • erinnert an takeshi meisterwerke
    manchmal fühlt man sich durch die mischung aus extremer gewalt und homor in einen takeshi film versetzt. wobei die bilder allerdings nicht so poetisch sind. dafür ist die kameraführung unglaublich.

    ein geniestreich

  • ein geheimtipp
    dieser film ist sicher einer der besten der letzten jahre. den besuch wird man sicher nicht bereuen. absolut empfehlenswert!