Das Haus aus Sand und Nebel

 USA 2003

House of Sand and Fog

Drama, Thriller 126 min.
7.60
Das Haus aus Sand und Nebel

Nach dem Tod ihres Vaters verliert die junge Kathy durch eine Steuerschuld auch noch ihr Elternhaus. Sie will sich jedoch mit den neuen Besitzverhältnissen nicht abfinden und versucht, mit legalen und illegalen Mitteln den Verkauf rückgängig zu machen ...

Kathy Nicole (Jennifer Connelly) ist eine labile, attraktive Frau, die sich nach dem Scheitern ihrer Ehe in die Abhängigkeit von Drogen und Alkohol treiben lässt. Obwohl sie sich nach einigen Exzessen leidlich gefangen hat und sich mit Gelegenheitsjobs als Putzfrau über Wasser halten kann, kommt es doch vor, dass sie oft ganze Tage im Bett verbringt und sich die Post ungeöffnet vor ihrer Haustür stapelt. Genau das aber wird ihr in einer entscheidenden Frage zum Verhängnis; denn unter den Briefen befindet sich eine dringliche Aufforderung, die ausstehenden Steuern für ihr Haus zu bezahlen.

Als Kathy den Ernst der Lage erkennt, ist es für die von ihrem Vater geerbte Immobilie zu spät, in einer Zwangsversteigerung wird sie an einen Iraner verkauft. Was für Kathy in ihrer ohnehin schon schwierigen Lage das größte Unglück bedeutet, ist für den aus dem Iran geflüchteten Oberst Massoud Amir Behrani (Ben Kingsley) die Chance, seine Träume von einem Leben in Wohlstand und Anerkennung zu verwirklichen. Er plant nämlich das Anwesen günstig zu erwerben, um dann mit einem Wiederverkauf einen erheblichen Gewinn zu machen.

So möchte er seiner Familie zu dem gesellschaftlichen Status verhelfen, den sie in der Zeit vor der Revolution in ihrer Heimat genossen hatte und der ihnen in ihrer neuen Heimat bisher versagt geblieben ist. Während die iranische Familie ihren Einzug vorbereitet hofft Kathy noch immer mit Hilfe ihrer Anwältin das Haus zurückzubekommen. Die Fronten verhärten sich: Kathy sieht sich ihres letzten Refugiums beraubt, während Behrani auf seinem Recht als legitimer Käufer besteht. Unheilvoll verketten sich die unglücklichen Umstände miteinander, bis seine Protagonisten an ihnen zerbrechen ...

Ben Kingsley in der Rolle des iranischen Emigranten und Jennifer Connelly als gesellschaftlich gescheiterte junge Frau machen den Film zu einem schauspielerischen Ereignis.

Details

Jennifer Connelly, Ben Kingsley, Kim Dickens, Ron Eldard, Frances Fisher - Connie Walsh, u.a.
Vadim Perelman
James Horner
Roger Deakins
Vadim Perelman

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Haus auf Sand im Nebel
    Ein aus dem Iran ausgewanderter US-Neubürger (Ben Kingsley) hat sich hochgearbeitet. Durch einen Fehler der Administration kommt er billig zu einem Haus am Meer – ähnlich dem, das er früher einmal besaß. Die derzeitige Besitzerin (Jennifer Connelly) muss gegen ihren Willen von jetzt auf gleich ausziehen. Damit nimmt eine fatale Entwicklung der Ereignisse ihren Lauf, an deren Ende der Vater (Ben Kingsley), den Tod seines Sohnes beklagen muss und seine Kontrahentin den Verlust einer neuer Liebe.
    Das unterschiedliche kulturelle Niveau beider Parteien ist eher hinderlich und doch versucht man eine einvernehmliche Lösung zu finden. Ohne rechten Erfolg. Besonders Ben Kingsley überzeugt in der Rolle des ehemaligen Offiziers seiner levantinischen Heimat und verhindert das Abgleiten ins melodramatische Cliché. Man nimmt ihm sowohl den strengen Blick des Familienoberhauptes ab, als auch den liebevollen Vater und Ehemann.
    Spannend und glaubhaft inszeniert.

  • Haus auf Sand im Nebel
    Ein aus dem Iran ausgewanderter US-Neubürger (Ben Kingsley) hat sich hochgearbeitet. Durch einen Fehler der Administration kommt er billig zu einem Haus am Meer – ähnlich dem, das er früher einmal besaß. Die derzeitige Besitzerin (Jennifer Connelly) muss gegen ihren Willen von jetzt auf gleich ausziehen. Damit nimmt eine fatale Entwicklung der Ereignisse ihren Lauf, an deren Ende der Vater (Ben Kingsley), den Tod seines Sohnes beklagen muss und seine Kontrahentin den Verlust einer neuer Liebe.
    Das unterschiedliche kulturelle Niveau beider Parteien ist eher hinderlich und doch versucht man eine einvernehmliche Lösung zu finden. Ohne rechten Erfolg. Besonders Ben Kingsley überzeugt in der Rolle des ehemaligen Offiziers seiner levantinischen Heimat und verhindert das Abgleiten ins melodramatische Cliché. Man nimmt ihm sowohl den strengen Blick des Familienoberhauptes ab, als auch den liebevollen Vater und Ehemann.
    Spannend und glaubhaft inszeniert.