Das geheime Fenster

 USA 2004

Secret Window

Drama, Horror, Thriller 30.04.2004 104 min.
6.60
Das geheime Fenster

Ein Autor wird von einem Fremden vefolgt, der ihn mit Plagiats-Vorwürfen konfrontiert.

Für den erfolgreichen Schriftsteller Mort Rainey (Johnny Depp) ist jede Geschichte ein Fenster in eine andere Welt. Doch manche Fenster sollten besser nie geöffnet werden...

Mort Rainey durchlebt gerade eine schwere Zeit. Nachdem er seine Frau Amy (Maria Bello) in flagranti mit einem anderen Mann erwischt hat, übersiedelt er hinaus auf's Land in sein einsames Haus am See und zieht sich vollständig in sich zurück. Eines Tages taucht dort vor seiner Tür ein mysteriöser Mann (John Turturro) auf, der sich als John Shooter vorstellt und Mort beschuldigt, eine seiner Geschichten gestohlen zu haben. Obwohl sich Mort sicher ist, dieses Missverständnis schnell aufklären zu können, indem er Shooter einfach die Originalversion seiner Geschichte zeigt, die bereits ein Jahr vor der von Shooter erschienen ist, scheint ihm genau das nicht zu gelingen: Denn der psychotische Fremde hat ihm ein Zeitlimit gesetzt und das Original ist nicht mehr auffindbar. Außerdem geschehen plötzlich eine Reihe merkwürdiger Dinge, die Mort daran hindern, noch rechtzeitig an das Gesuchte heranzukommen. Mort versucht nun herauszufinden, wer Shooter tatsächlich ist und ob er für all die eigenartigen Geschehnisse verantwortlich ist.

Basierend auf einer Vorlage von Stephen King, inszenierte Produzent und Drehbuchautor David Koepp ("Panic Room") einen packenden, nervenzerreißend spannenden Horror-Thriller in exzellenter Besetzung:

Details

Johnny Depp, Timothy Hutton, Maria Bello, John Turturro, Gillian Ferrabee ua.
David Koepp
Philip Glass
Fred Murphy
David Koepp nach Stephen King
Columbia TriStar

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Der gespaltene Johnny
    Die zwei selbstständigen Seiten einer schizophrenen Persönlichkeit sind gut nachvollziehbar filmisch umgesetzt. Obwohl die Darstellung über weite Strecken hinweg mainstream-mäßig unterwegs ist, gibt es immer wieder Hinweise auf das was in Johnnys Kopf abläuft. Er spricht zunächst mit sich selbst, es folgen zwanghafte Gesichtszuckungen und erst gegen Ende sieht man die Figuren, die sich eigentlich nur in seinem Kopf befinden. Sogar das Haus spaltet sich dann auch noch in zwei Hälften. Die großen leeren Augen erlauben den Blick in sein Innerstes - vielleicht durch ein geheimes Fenster. Aber auch hier ist Doppelbödigkeit vorhanden, denn es gibt es irgendwo im Haus und auch der Titel der geklauten Erzählung lautet so. Gut, dass uns der Film die mörderischen Aktivitäten optisch vorenthält. Der Zuschauer weiß aber aus der Geschichte, was da abgelaufen sein muss. Und Johnny spricht am Ende mit einer anderen, tieferen Stimme, die seiner zweiten Hälfte. Ein psychologisches Phänomen wird allgemein verständlich sichtbar gemacht - wenn man es denn erkennt…

  • wirr - Teil 1
    Das geheime Fenster


    Ein bisschen ¿The Astronauts Wife¿ gemixt mit ¿Mulholland Drive¿ dazu ne Prise ¿The Shining¿ vermengt mit ein bisschen ¿Identität¿, dazu noch einen Schuss ¿Highway Psychos¿ und ein Dekagramm ¿Carrie 2¿ abgerundet mit einem guten brillierenden eleganten Johnny Depp und fertig ist die neueste Stephen King Verfilmung.

    Eben dieser spielt MORT RAINEY. John Turturro spielt JOHN SHOOTER, TED MILNER wird von Timothy Hutton gemimt, einen guten Auftritt legt noch KEN KARSCH hin, unverwechselbar in der Rolle ist Charles S.Dutton, und fertig ist sie die Schockerverfilmung des Romans ¿ Secret Window, Secret Garden.

    MORT ist mit AMY 10 Jahre lange verheiratet. Er ist glücklich bis zu dem Zeitpunkt wo er immer mehr sieht das sie sich von ihm abwendet. Er spioniert Ihr nach und kommt dahinter das sie ihm mit TED betrügt, den sie schon seit Monaten kennt. Es hat lange gedauert bis sie zugibt das sie ihn liebt wie er sie, schließlich hat er Zeit für sie und ist nicht wie MORT mit seinen Romanen und Figuren verheiratet. Auch wenn sie eine Menge schlimmer Dinge gemeinsam bestritten haben, nun ist eben TED da, und MORT hat nur eines gemacht, sich in sein Landhaus im Wald zurückgezogen und AMY das Stadthaus überlassen.

    6 Monate sind vergangen, nur Mrs. GARVEY ist ihm geblieben, die einzige Frau die er noch akzeptiert, seine Putzhilfe, die teilweise recht lästig ist, da sie in seine Privatsphäre oft eindringt, und auch schlimm wie eine Putzfrau eben, meistens zum falschen Zeitpunkt das falsche an seinem Ort legt, und die gerade erwirtschaftete Unordnung ordnet, und so MORT nicht viel mehr findet. Außerdem ist er eh gereizt, er hat zu rauchen aufgehört.

    Eines Tages steht ein gewisser JOHN SHOOTER vor seiner Türe, der ihn beschuldigt, seine Geschichte gestohlen zu haben. Das geheime Fenster. Was MORT natürlich vehement abstreitet nachdem er ihm vergeblich anbot sich mit seinem Agenten auseinandersetzen zu lassen, doch dieser Herr ist von der alten Schule, so scheint es, und darauf aus das sie sich das unter sich ausmachen, und er gäbe ihm 3 Tage Zeit das zu regeln.

    Im Laufe der Zeit stellt sich heraus das er MORT nicht glaubt und ihn beschuldigt die Geschichte gestohlen zu haben, er ließ ihm auch ein Manuskript da, und er will nur eines, das er die Geschichte umschreibt und sie unter dem Namen John Shooter veröffentlicht, und somit seinen Fehler des Plagiat Diebstahles zugibt, vor aller Öffentlichkeit und somit seine Reputation verliert.

    Doch MORT weiß sich zu wehren und kontert mit der Zeitschrift Ellis Green, in dessen Ausgabe 1995 die Geschichte steht, die JOHN aber 1997 geschrieben haben will, also unmöglich das JOHN vorher da war, und somit verspricht ihm MORT das er die Geschichte die im Magazin steht von seiner Exfrau AMY besorgen wird, die sich gerade entschlossen hat sich noch mehr scheiden zu lassen.

    Doch nach dem Ermorden seines Hundes CHICO, und dem Abfackeln vom gemeinsamen Stadthaus und dem Erzählen der Polizei, wird die Sache langsam brenzlig und SHOOTER verwandelt sich in eine lebende Killerbombe, die vor nichts Halt macht. Ob da der Privatdetektiv KEN helfen kann, der 500 US $ am Tag verschlingt? Langsam wird die Sache immer undurchsichtiger und MORT begreift immer weniger.

    David Koepp ist Drehbuchautor von Jurassic Park 1 + 2, und auch von Spiderman 1 + 2. Diese charakterlich gut ausgefeilte Studie entwickelt sich zu einem kleinen ¿Echoes¿ ist aber leider nicht ganz so spannend, und angeblich auch nicht so gut wie das Buch von Stephen King. Die Besetzung ist allemal gut gewählt, doch die Geschichte fängt schon zu Beginn sehr komisch an, und die deutschen Dialoge, oder sind es eh die richtigen Übersetzungen fand ich sehr blöd, alles irgendwie so klar unklar, ich weiß nicht, es fehlt einfach an der gewissen Spannung.

    Sicher hat der Film seine wirklich guten Momente, alleine schon weil man oft die Stimmung knistern hört, und man nicht weiß was passiert jetzt, und gut ist auch da

    nicht einfach die Story-Teil 2
    Sicher hat der Film seine wirklich guten Momente, alleine schon weil man oft die Stimmung knistern hört, und man nicht weiß was passiert jetzt, und gut ist auch das der Film gänzlich ohne Special Effekte auskommt, sieht man mal ab von ein paar Kleinigkeiten, und Depp ist wirklich in dem Film ein sehr guter Schauspieler, doch die ganze Story, die sicher weit weg vom Buch ist, angeblich, hat mir nicht so gut gefallen wie ich es mir vorgestellt habe, zumal sie auch schon einige Male da gewesen ist. Man denke nur mal an die Ähnlichkeit mit der Stephen King Verfilmung ¿Stark ¿ The Dark Half¿. Das macht aber auch nichts.

    Denn es kommen sehr gute Szenen vor, nur mich stört es das man von Beginn an den Shooter Typen sieht. Meiner Freundin wurde es so wohlig gruselig um die Kehle, die dann im Kinosessel Bekanntschaft mit einer nicht ganz so erschreckten eiskalten Hand der linken Körperhälfte machte, worauf diese Bekanntschaft mit gerade frisch Zahnsteinentfernten Unterkieferteilen machte, und sich da nicht so ganz erfreulich in die Höhe erregte, sondern eher der Schwerkraft nachgab, und zwischen meine Extremitäten wanderte, wobei mein etwas allzu lautes Stimmorgan den seelischen Stützpunkt gab, zur Erwärmung eben diesen Körperteiles.

    Mit 95 Minuten ist der Film in einer normalen Spielfilmlänge, und gut ausgefüllt, es gibt wenig Dialogfetzen oder Zeitsprünge die man sich nicht erklären kann, dafür gibt es aber viele unausgesprochene Gedanken und viele Sprünge im Kritischen Hirndenken, die man sich erst mal von einer Frau erklären lassen muss.

    Mich hat maßlos gestört das der Wendepunkt in diesem Film zur Auflösung des ganzen ein ziemlich schneller war und der Schuss eigentlich nach hinten losging, anstatt nach vorne zu preschen wie eine orgasmuserfreute Concorde. 1980 z.B gewann Timothy Hutton den Oscar für ¿Eine ganz normale Familie¿, seither schuftet er sich mit zweit und Drittklassigen Filmen und Psychothrillern durch, wie eigentlich auch dieser hier, doch passt er sehr gut in seine Rolle, gesehen hätte ich ihn lieber schon öfters, aber er ist ein frischer Wind in alten Filmen stets.

    Der Film hat was von einer Mitratestrategie, man weiß nie wer was wie wo wann begeht, wie in der Politik.

    78,87 von 100

  • Wahnsinn
    Wer auf Filme steht bei der man mit der psyche eines menschen konfrontiert wird wird diesen film lieben. Wem "Mystic River" gefallen hat wird auch diesen Film mögen. Johnny Depp ist einmal mehr hervorragend in dieser rolle.
    Fazit: spannendes, mitreißendes Meisterwerk!

  • no bad writing!
    Stephen Kings Kurzgeschichten gehen öfters von trivialen Ideen aus. Da er aber so ein professioneller Autor ist, gibt er sich selten mit der Grundidee zufrieden. Seine Geschichten leben von Details und einem plötzlichen Einblick in die Natur seiner Charaktere und ihrer Ängste. Ich befürchte nur, dass die meisten dieser Novellen zu wenig Material für ein abendfüllenden Film besitzen. Was King im Grunde schreibt (wie in seiner Kurzgeschichtensammlung ¿Everything¿s Eventual¿), sind Episoden für eine halbstündige Episode der ¿Twilight Zone¿. Darin liegt auch das prinzipielle Problem von David Koepps Adaption der Geschichte ¿Secret Window, Secret Garden¿. Da der aufmerksame Genrekenner die Natur der Story bald durchschaut hat, kämpft der Film eine ganze Stunde, bis er endlich auf der Höhe des Zuschauers ist. Der gesamte Mittelteil besteht aus repetitiven und ablenkenden Füllern.

    Wir dürfen immer hoffen, dass ein Thriller nicht nur zum Selbstzweck existiert. Wenn er seine obligatorischen Spannungsmomente und Wendungen durchlaufen hat, sollte noch ein wenig wirkliches Drama übrig bleiben. In ¿Secret Window¿ bekommen wir jedoch nichts weiter als einen Twist. Sollten wir nach dem Ende auf alles Vorangegangene zurück blicken, bleibt nur enorme Leere. Und Johnny Depp. Depp ist großartig. Er spielt einen Schriftsteller, der von seiner Frau verlassen wurde und nun versucht, wieder etwas aufs Papier zu bringen. Sein Charakter ist so exzentrisch, dass man nicht wissen kann, wo Depp anfängt und die Rolle aufhört. Ungekämmt und in einem zerflederten Bademantel schlurft er murmelnd durch sein Ferienhaus, bis er den Kampf aufgibt und müde in die Couch versinkt. Depp macht hier so viel so richtig, dass man sich auch sonst ein wenig Substanz gewünscht hätte.

    John Turturro spielt den mysteriösen Shooter, der gleich zu Beginn vor Depps Tür auftaucht und nicht müde wird zu wiederholen: ¿You stole my story¿. Depp macht sich also daran, zu beweisen, dass die betreffende Geschichte kein Plagiat ist. Da wir aber dadurch keinen wirklichen Thriller hätten, muss Shooter im Laufe der Handlung einige Leute töten. Gleichzeitig führt Depp unzählige Diskussionen mit seiner Frau (Maria Bello), die endlich die Scheidung vollziehen will. Ihr neuer Freund ist so unsympathisch, dass er nur als falsche Fährte fungieren kann und auf Bestellung am Ort der Handlung auftaucht. Überhaupt ist die ganze Affäre um die gestohlene Story so unklar und motivationslos erzählt, dass sie nur im Moment einer Enthüllung logisch erscheint.

    Es gibt zwar genügend individuell gut gehandhabte Szenen, die sich aber nie in den restlichen Film integrieren. David Koepp, einer der gefragtesten Autoren Hollywoods, hat zuvor zwei großartige Filme gemacht (The Trigger Effect, Stir Of Echoes). Hier demonstriert er wieder seinen visuellen Flair und seine Kontrolle der Kamera. War ihm bewusst, dass sich sein Drehbuch nicht in verfilmbarer Verfassung befand? Und könnte Johnny Depp, der nach ¿Pirates Of The Caribbean¿ und diesem Film eine Popularität wie noch nie zuvor erreicht hat, sich bitte wieder ernsthaften Filmen widmen?

    http://www.dc-upgrade.biz/filmreviews

  • Kritik
    Hallo!!!

    Wer sich hier einen Gruselschocker erwartet, der ist eindeutig falsch. Wenn sogar ich den Film problemlos verkrafte - obwohl er Trailer einst spannungsversprechend wirkte - dann dürfte sich hier wohl niemand gruseln oder ängstigend. Die Story wäre eigentlich sehr gut, fast neuartig - wäre da nicht dieses Ende. Zu dem ich nun nichts sagen möchte, aber für Filmfreaks dürfte hier einiges vorhersehbar sein. Überragend finde ich hingegen Johnny Depp, der wie geschaffen für die Rolle des Freaks scheint. Allerdings weiss ich nicht ob so viele komische Momente in einen solchen Film passen. Wenn er etwa auf die Frage: "Sie wirken blass", mit "Ja, danke" antwortet und das ganze Kino lacht, dann kann man diesen Film nicht mit Thriller oder Horror vermarkten. Fazit: Eine Story, aus der man mehr machen hätten können. Aber ist heutzutage ein neuartiges Ende noch möglich?