Das Spielzeug

 F 1976

Le jouet

Komödie 95 min.
film.at poster

Ein verzogenes Millionärssöhnchen hat alles, was andere Kinder sich nur wünschen können - konventionelles Spielzeug kann ihn daher nicht mehr interessieren. Deshalb lässt er sich etwas schenken, was sonst niemand hat:

Einen waschechten Menschen aus Fleisch und Blut, und zwar einen Reporter, der mit ihm den Tag verbringen soll. Doch sein "Spielgefährte" bringt ihm schnell bei, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann und er kein Recht hat, über andere zu verfügen ...

Details

Pierre Richard, Michel Bouquet, Fabrice Greco, Jacques François, Daniel Ceccaldi u.a.
Francis Veber

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Eric Almighty
    Das ist eine eindringliche Gesellschaftssatire, die neben der durchschlagenden Komik auch noch einen pädagogischen Touch hat. Einer der besten Filme mit Pierre Richard. Der ist hier Francois Perrin, Journalist und arbeitslos und wird vom Multimillionär Rambal-Cochet (Michel Bouquet) als Spielzeug für dessen elfjährigen Sohn Eric (Fabrice Greco) gekauft. Der Bub hat alles und darf alles. Die Stärke der Gags wird, obwohl gut dosiert, und von nur lustig über prekär bis hin zu richtig böse so gekonnt gesteigert, dass man immer noch die ernsten Absichten dahinter erkennt. Natürlich hat der Komiker einzelne Spezialeinsätze zu absolvieren. Ist es zunächst noch das Aufsitzen auf einem Pferd, stürzen Francois und sein neuer Freund Eric die Gartenparty des Vaters in ein Chaos, weil beide ihre Rollen konsequent durchziehen mit einem Showdown à la Western und der Rettung durch die Kavallerie. Da spielen sogar die Gewerkschaften mit. Bei den komischen Situationen schwankt der Actionpegel zwischen reinem Spaß und latentem Ernst hin und her mit wechselnden Siegern. So kommt die Sahnetorte erst mit Verzögerung zu ihrem viel effektvolleren Einsatz. Durch die gemeinsame Zeitung (‘6000Angestellte, 6000 Spielsachen‘) erkennt Eric die kapitalistische Machtfülle des Übervaters. Der darf aber immerhin wenigstens noch die Frage stellen ‘Wer ist hier das Monster? Der, der den Befehl erteilt oder der, der ihn ausführt?‘ Und Francois Perrin wollte dem kleinen Eric eine Chance geben, ein Mensch zu werden. Chapeau! Ein gelungener Spaß mit ehrenwerten Absichten. Oder ganz allgemein gesagt eine Kapitalismusschelte.